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Tag 17: Îles de la Madeleine - Hauptinsel mit Leuchtturm, Felsentor, Schiffswrack und einem Hauch von Hochsommer

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Chrissy78
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Tag 17: Îles de la Madeleine - Hauptinsel mit Leuchtturm, Felsentor, Schiffswrack und einem Hauch von Hochsommer
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Sonntag, 26. Juli 2026
Gefahrene Meilen: 
24 Meilen
Fazit: 
Nach dem Kurztrip in die Notaufnahme weiter zum Plage de l'Hôpital... haha

Der Tag startet wieder mit Sonne pur, es weht kein Lüftchen, das Meer ist spiegelglatt und in der Sonne ohne Wind sind es gefühlte 30 Grad. Was für ein Wetter!!!
Wir müssen unsere schöne Viewsite heute verlassen, da sie nur für die eine Nacht verfügbar war. Heute Nacht stehen wir wieder auf diesem Campground, aber auf einer unserviced Site auf der anderen Seite der Klippe.

Eigentlich wollten wir heute zur Südinsel fahren, müssen aber einen (hoffentlich kurzen) Zwischenstopp in der Notaufnahme einlegen.
Obwohl gerade der Gatte penibel darauf geachtet hat, in Zeckengebieten immer lange Kleidung zu tragen, und sich (im Gegensatz zu mir) nie in Wiesen aufgehalten hat, hat er am Bein eine rote Stelle mit sich ausbreitendem Kreis entdeckt – Borreliose??? Wir wissen es nicht und können es hoffentlich abklären lassen.
Bereits gestern ist uns auf dem Weg zum Campground das Krankenhaus neben der Hauptstraße aufgefallen - so ein Zufall. Wenigstens haben wir es dahin nicht weit.
Fünf Minuten später sind wir dort. Da heute Sonntag ist, parken wir den Camper auf dem Parkplatz vom Rathaus nebenan - da ist heute alles frei.

   

Das Krankenhaus ist supermodern, die Dame am Empfang und in der Notaufnahme sind supernett. Von Vorteil ist jetzt die Tatsache, dass der Gatte fließend Französisch spricht; denn die ganzen Formalitäten und die Problematik mit dem Google-Übersetzer klären zu müssen, wäre langwierig geworden.

Deutsche Patienten hatte die Dame noch nie - wahrscheinlich sind wir auch die ersten Europäer hier. Sie kann jedenfalls ihm System keine einziges Formular für eine deutsche Wohnadresse oder Telefonnummer finden, am Ende druckt sie ein Formular aus und vervollständigt es handschriftlich. Sie ist trotzdem sehr hilfsbereit und freundlich. Nachdem mehrere Formulare ausgefüllt sind, geht's ins Wartezimmer, auf einem Bildschirm laufen Cartoons (auf Französisch natürlich).

   

Keine 5 Minuten später – wir freuen uns schon – geht's ins Behandlungszimmer.
Außerdem ist ihre erste Frage, wie wir als Europäer denn auf die Idee kommen, auf den Magdaleneninseln Urlaub zu machen 😂
Leider ist die Dame hier nur für die Kontrolle von Blutdruck, Fieber etc. zuständig und bereitet die Unterlagen für den Arzt vor. Wir hätten aber Glück, es sei heute nicht viel los: Wartezeit 1–2 Stunden....

So ein Mist... Draußen tobt der beste Sommertag des Jahres und wir sitzen in der Notaufnahme. Aber gut, Gesundheit ist wichtiger.
Ich warte draußen im Camper und schaue mit beim Verlassen der Klinik noch die "Sternwand" an. Hier scheint man alle Patienten mit Namen und Geburts- und Sterbedatum verewigt zu haben, die hier in der Klinik (oder den Inseln?) verstorben sind. So etwas habe ich auch noch nicht gesehen...

   

Nach 2 Stunden Wartezeit gibt der Gatte auf, da immer wieder Notfälle kommen, die im Triage-System vor ihm dran sind. Er will es heute Abend erneut versuchen, jetzt wollen wir aber den Tag nutzen.

Wir fahren zum Plage de l'Hôpital (sehr passender Name zum heutigen Vormittag), schauen uns den Strand an, der sehr gut besucht ist, und laufen zum Cap de l'Hôpital. Die Farben der Klippen und das klare, türkisblaue Meer sind wirklich toll. gerne wären wir bis vor ans Cap, aber man muss über einen schmalen Grat hinüber - da streike ich. Außerdem ist es sowieso in der Sonne dermaßen heiß - das sind nie im Leben +23 Grad (die angesagte Höchsttemperatur für heute), hier draußen in der Sonne locker gefühlte 28 Grad.

      

Vor dem Mittagessen wollen wir uns den Leuchtturm Phare du Borgot anschauen. Da wir nicht wissen, ob wir mit dem Camper bis zum Leuchtturm fahren können, und von Weitem schon sehen, dass am Ende der Straße alle Parkplätze belegt sind und die Autos schon auf dem Seitenstreifen parken, stellen wir uns oberhalb der Straße an den Straßenrand und laufen zu Fuß die Straße hinunter. In der kleinen Bucht unterhalb des Leuchtturms lassen die Kanadier ihre Kajaks ins Wasser und paddeln die Küste entlang. Das Meer ist heute spiegelglatt. Die Schotterstraße zum Leuchtturm zieht sich und wir machen noch Witze, was wohl wäre, wenn dort oben ein Parkplatz wäre...
Ich bin nass geschwitzt, als wir am Leuchtturm ankommen – und einen großen, leeren Parkplatz vorfinden 🥵😱
Wir schauen uns kurz den Ausblick an, dann holt der Gatte netterweise den Camper von der Straße und parkt ihn hier oben am Leuchtturm. Mit Ausblick auf die Felsen und das Meer gibt's nun Mittagessen.
Während wir essen, fährt ein Reisebus auf den Parkplatz. Witzigerweise derselbe Bus, der vor uns auf der Fähre war. Wir warten, bis die Reisegruppe wieder weg ist, dann erkunden wir den Ausblick und die Klippen, von denen man einen tollen Blick auf das Felsentor hat.
Jetzt sind wir wieder so geschwitzt, dass wir uns tatsächlich vorstellen können, schwimmen zu gehen.

      

      

Mit Badesachen bewaffnet fahren wir zum Strand mit dem klangvollen Namen "Plage du Corfu Island" bzw " Plage de la dune de l'Ouest". Hier soll sich außerdem ein altes Schiffswrack befinden.

Auch hier sehen wir schon von Weitem, dass es keine Parkplätze in Strandnähe gibt. Wir parken oberhalb an einer Bar und laufen runter zum Strand. Vom Schiffswrack ist nicht mehr viel übrig, aber man kann es noch als solches erkennen. Da gerade Ebbe ist, schauen die Überreste wie ein Skelett aus dem Wasser. Der obere Teil liegt bei Ebbe sogar komplett trocken.

Nach einigen „Uuuhs“ und „Aaaahs“ überwinden wir uns, in die kühlen Fluten zu springen. Wenn man das erst einmal geschafft hat, ist es herrlich erfrischend!

         

   

Nach der Abkühlung und Dusche (so eine Außendusche am Camper ist schon praktisch) setzen wir uns auf die Terrasse der Bar „À l'abri de la Tempête – Microbrasserie & Pub“. Wir lassen uns ein Bier (natürlich alkoholfrei) und einen Cidre schmecken. Sehr lecker!

      

Gegen 18 Uhr parken wir wieder am Krankenhaus. Der Gatte will es ein zweites Mal versuchen und ist zwei Stunden später erfolgreich. Ergebnis: Borreliose. Wie und wo er sich die eingefangen hat, wissen wir nicht. Er hat sich immer doppelt so gut vor den Viechern geschützt wie ich... aber gut, ist jetzt so.

Die Apotheke hat schon zu, daher gab's die ersten beiden Tabletten Antibiotikum direkt so, den Rest muss er morgen früh in der Apotheke holen.

Zurück auf dem Campingplatz beziehen wir heute die Site 90, direkt gegenüber der Site 40 auf der anderen Seite der Klippe. Die Site ist unserviced, aber ebenfalls toll. Man hat einen direkten Blick bis auf den Hafen und die Fähre.
Zum ersten Mal haben wir heute Abend Mücken!!! Bisher hatten wir ja mega Glück mit den Blutsaugern, denn es waren bisher quasi keine auf unserer Reise da, um uns zu ärgern.
Jetzt haben wir endlich mal die Gelegenheit, unser Thermacell-Gerät auszuprobieren, was auch ganz gut funktioniert. Fürs Abendessen und Lagerfeuer lassen sie uns in Ruhe. Wir sehen sogar den Sonnenuntergang und können noch den Sternenhimmel anschauen. Leider ist bald Vollmond und es ist zu hell, aber trotzdem schön.
Einzig der Camphost ist sehr pingelig. Um 23 Uhr ist Zapfenstreich auf dem Campground, also Ruhe und kein Feuer. Unser Feuer ist fast aus, nur noch etwas Glut, aber wir sitzen noch an der Feuerstelle und schauen Sterne, da kommt er mit dem Auto angefahren und fordert uns lautstark auf, das Feuer zu löschen und die Ruhezeit zu beachten...

Okay, es ist 22:50 Uhr, als wir das Feuer mit Wasser löschen und brav in den Camper gehen. Heute also keine Campfire-Party mehr! 😉

      

         

Für die Statistik:
Gefahren: 38 km
Gelaufen: 10.883 Schritte
Wetter: Sonne satt bei 25 Grad (gefühlte 30 in der Sonne ohne Wind)
Unterkunft: Parc de Gros Cap, Site 90 (46 CAD / unserviced)

 

Weitere Bilder und Videos im Blog:

Kurztrip in die lokale Notaufnahme

Plage de l'Hôpital & Cap de l'Hôpital

Leuchtturm Phare du Borgot & Felsentor

Plage du Corfu Island - Schwimmen am Schiffswrack

Îles de la Madeleines - Parc de Gros Cap, Site 90

     

 

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Janina 141
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RE: Tag 17: Îles de la Madeleine - Hauptinsel mit Leuchtturm, Fe

Hallo Chrissy,

deine Maddies sehen super aus. Toll, dass ihr das gemacht habt!

Ich hatte bei einer Vancouver Island-Planung auch mal überlegt, ein kleines extra-Inselabenteuer zu wagen, und hatte das dann verworfen -nächstes Mal denk ich dann vielleicht an euer Maddies-Abenteuer und bin mutiger 😇. Hat sich ja voll gelohnt.

Liebe Grüße, Janina.
 

Chrissy78
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RE: Tag 17: Îles de la Madeleine - Hauptinsel mit Leuchtturm, Fe

Ja es war mega schön und wir sind sehr froh, das ganze Abenteuer gemacht zu haben laugh

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Chrissy78
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RE: Tag 17: Îles de la Madeleine - Hauptinsel mit Leuchtturm, Fe

PS: wir haben uns 2024 nach langem Hin und Her an die INSIDE Passage gewagt. Das war für mich auch so ein Herzkasper Ding, vor allem die Fährbuchung . Hat sich auch gelohnt, wie der Herzkasper mit der Maddie Fähre 🤭

Wenn ich sowas häufiger mache, bekomme ich noch mehr weiße Haare 🤣

Aber Beides war MEGA und ich bin total froh, much getraut zu haben.

Maddies waren nochmal eine andere Nummer - ich habe absolut keine Reiseberichte dazu gefunden ... Und wenn, dann per Flugzeug 🤷🏼‍♀️

LG Chrissy 

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