Eigentlich ist es fast unverschämt, was wir bisher für ein Wetterglück hatten 🤭 Bis auf die eine Stunde Regen am Ellenwood Lake und dem etwas durchwachsnwen Wetter nachmittags am Cape Forchu, hatten wir bisher eigentlich nur Sonne oder einen Sonne-Wolken Mix. Also Bilderbuchwetter seit 12 Tagen - kann gerne so bleiben 😅
Die Wettervorhersage sagt heute 3 h Sonne voraus. Hm....
Wir testen unsere unterschiedlichen Wetterapps - Ergebnis: von 0 Sonnenstunden bis 11 Sonnenstunden ist Allee dabei 🤣
Ok, schauen wir mal.
Wir starten Richtung Point Wolfe Beach, denn die nächsten zwei Stunden ist noch ablaufende Flur, also tiefste Ebbe.
Wir sind etwas besorgt, ob wir einen Parkplatz für den RV finden, denn der Fundy NP ist teilweise nicht wirklich auf viele und vor allem große Fahrzeuge ausgelegt.
Hinter der historischen, überdachten Holzbrücke, parken wir auf P2 - wir sind alleine. Im Plan sehen wir, dass es auch noch einen P3 und P4 etwas näher am Trail zum Strand firn und fahren weiter. Auf P4 sind wir erfolgreich. Er ist noch leer, wir können also einen Parkplatz aussuchen und bequem rangieren.
Durch den Wald laufen wir zum Strand, vorbei am mehreren sehr neugierigen Hörnchen, die neben und über mir durch die Bäume turnen.
Wegen der Ebbe ist der Stand riesig, im Vergleich zum Long Beach gestern ist es aber eher ein Flussdelta, als ein Strand. Die Turnerei über die Steine ist anstrengend, aber wir laufen trotzdem bis zum Ende an die Felsen, die mit den unterschiedlichen Seegräsern bedeckt sind - sehen aus wie Haare 😜
Auch hier: wir sind alleine! Wie so oft...
Erst auf dem Rückweg begegnen und andere Touristen - es ist halb elf...
Nächster Stopp ist Herring Cove. Der Parkplatz auf einer großem Wiese hat noch genug freie Plätze. Wir parken neben dem Cruise American, der schon auf der Fähre nach St John hinter uns stand (witzig).
Wir laufen durch den Wald die ersten 500 m See Trails zum Lookout. Eigentlich wollen wir bis zum Matthews Head Lookout, aber der Weg wird sehr eng, steil und geht noch 1 km durch den Wald, da laufen wir lieber noch Mal an den Strand.
Der Herring Cove Beach ist dann eher wie ein Strand, durch die Ebbe gerade riesig und mehr Sand als Steine und Schlamm-Schmodder wie am Point Wolfe heute Morgen.
Nächster Halt sind die Dickson Falls. Hier wird die Parkplatzsituation dann etwas haariger, denn es ist alles voll. Wir entscheiden uns, an der Straße vor dem Parkplatz zu parken.
Der Trail ist kurz, ist aber ein Boardwalk mit vielen Stufen, zwischendrin aber schönem Blick auf die Falls.
Jetzt haben wir Hunger! Ich hatte vorab schon den Alma Lobster Shop auserkoren, um dort Lobster essen zu gehen. Also zumindest einer von uns möchte Lobster essen (ich eher nicht 🤭).
Wir parken auf dem kleinen Parkplatz direkt hinter der kleinen Brücke im Ort, Richtung Lobster Shop, hätten aber auch den "Drive through" zum Lobster Restaurant machen können, noch wären größere Parkplätze frei gewesen.
Das Restaurant ist sehr gut besucht, wir finden noch ein nettes Plätzchen im Schatten und essen Lobster mit Kartoffelsalat (für den Gatten) und Poutine und Gartensalat (für mich).
Sehr lecker!
Danach spazieren wir noch bis zum Hafen und bewundern die Schiffe, die alle auf dem "Trockenen stehen". Sie haben Körbe am Rumpf, damit sie im Schlamm nicht umkippen? Jedenfalls faszinierend zu sehen, wie diese riesigen Hummerfischer-Schiffe hier alle ohne Wasser im Hafen liegen.
Bei Kellys Bake Shop gönnen wir uns einen Sticky Bun - schmeckt wie eine riesige Hefeschnecke, ähnlich einer Zimtschnecke.
Sticky Bun aus Kellys Bake Shop
Im Lobster Shop
Im Lobster Shop nebenan kann man Lobster kaufen - tot und lebendig. Wirklich gruselig, wie die Lobster da alle im Wasser rumlaufen und nach und nach rausgeholt werden gewogen werden und dann ....naja...wissen wir ja alle.
Makaber ist irgendwie das Lobster Motorrad aus Lobsterteilen 🙈
Zurück auf dem Parkplatz steht neben unserem RV der Cruise America 🤣
Da die Sonne nach wie vor am Himmel steht (von wegen 0 Sonnenstunden), wollen wir schwimmen gehen uns fahren um Salzwasser Schwimmbad über die Brücke zum Nationalpark zurück.
Dort angekommen überzeugt uns das Ganze aber nicht so richtig...
Wir entscheiden, es etwas ruhiger zu wollen, also nochmal zum Bennett Lake. Hier ist nicht mehr viel los. Es sind noch einige Familien am Strand und die Kids planschen im See. Wir nehmen unsere Stühle mit und machen es uns an der Außenseite des Strandes bequem. Chillen in der Sonne mit Blick auf den See - das ist "Sommer in Kanada" Feeling 😜
Das Wasser kommt uns heute kühler als gestern vor, außerdem whet heute ein frischer Wind - egal - Zähne zusammenbeißen und rein ins kühle Nass 🤭
Ist man erst drin, ist es fast angenehm warm 😁
Äußerst erfrischt verlassen wir den See gegen 18 Uhr und sind mit die Letzen auf dem Parkplatz.
Zurück Richtung am Campground stoppen wir im "Golf Shop" (ja, ein Golfplatz direkt neben dem Campground im oder am Nationalpark??? Das ist schon strange 😜

Wir kaufen Feuerholz - das Wetter scheint ja zu halten - für 12 $ (Einheitspreis in den Nationalparks) und fahren zu unserer Site. Als wir den RV am die Full Hookup Anschlüsse anschließen, bemerke ich aus dem Augenwinkel, wie ein Tier neben unserer Grillstelle hervorkommt: ein Biber??? Ein Murmeltier??
Die Kanadier auf der Campsite nebenan haben es ebenfalls gesehen und kommen zu uns. Der Kanadier glaubt, es sei ein Biber, seien Frau ist sicher, es ist ein Groundhog....ein was??? Google sagt: "Waldmurmeltier" auf Deutsch. Ha, da lag ich ja gar nicht so falsch. Wir kommen mit den Beiden kurz ins Gespräch, eine Familie aus Ontario, die jedes Jahr die 2-3 tägige Reise nach New Brunswick oder Nova Scotia antreten. Sie kommt gebürtig aus Saskatchewan und er aus Alberta. Beide bevorzugen zum Leben und Urlaub machen den Osten (witzig).
Site 25
Als wir unser Abendessen auf dem Tisch platzieren, ist der Groundhog weg. Kurz darauf, als wir das Feuer anmachen, kommt er, keinen Meter vor uns, aus dem Gebüsch geraschelt. Er scheint hier auf der Site zu wohnen, denn wir erkennen im hohen Gras ganz viele kleine Ein- und Ausgänge auf unsere Site. Völlig unerschrocken läuft er um uns herum, knabbert an Himbeeren, Gräsern, Blumen, inspiziert unseren RV und huscht erst ins Gras, als sich Fußgänger vorne auf der Straße nähern. Wir sind total verzückt 🤩
Aber es wir noch besser: kaum haben wir unsere Marshmallows über dem Feuer, raschelt und quiekt es wieder im Gras. Diese Mal allerdings kommt Mama Groundhog mit Jungtier auf unsere Campsite . Auch diese Beiden sind völlig unerschrocken, laufen und knabbern um uns herum und bieten eine hervorragende Abendshow!! Sowas von niedlich!!
Übrigens sind auch heute alle Campsites im Nationalpark "FULL" und auf dem Cannontown CG sind wir das einzige Rentalfahrzeug
Für die Statistik:
Gefahren: 53 km
Gelaufen: 17.443
Wetter: sonnig 19-22 Grad (gefühlt wieder wärmer)
Unterkunft: Cannontown Campground, Site 25 (38,50 CAD / Full Hookup)
Weitere Bilder und Videos im Blog:
Fundy NP - Planschen im Bennet Lake
Fundy NP - Campground Untermieter





















































