Ich kann es kaum glauben, als ich heute Morgen aus dem Fenster schaue: Sonne satt!!!

Nach dem Frühstück starten wir erneut zu den Sea Caves. Es ist schon praktisch, sich vorab Mal die Tidenzeiten anzuschauen. Zwar konnte ich den Urlaub nicht so planen, dass die Tidenzeiten immer perfekt sind, aber das Glück war mit auf unserer Seite - passte bisher eigentlich immer 😅
Nachdem wir die Caves gestern bei Flut gesehen haben, war klar, dass wir sie heute Morgen bei Ebbe noch einmal anschauen werden. Tiefste Ebbe ist heute um 11:19 Uhr, also perfekt für einen Besuch heute Morgen.
Wir sind überrascht, dass außer uns nur zwei Autos auf dem Parkplatz stehen. Will niemand bei Ebbe zu den Caves?
Wir hatten vorher gelesen, das man am besten mit Crocs oder Wasserschuhen zu den Caves läuft, da am Anfang viele Steine überqueren muss, dann durch den Flusslauf muss. Wir laufen in Crocs und Flip Flops Richtung Höhle. Es ist kurz nach 9 Uhr, das Wasser ist ziemlich weit weg, wir sind alleine! In der Ferne läuft ein Hundehalter mit Hund im Watt herum, ein anderes Pärchen folgt uns in sicherem Abstand zu den Höhlen. Sie haben allerdings Trekkingschuhe an, die bei der Überquerung des Flussbetts komplett nass werden.
Wir schauen uns die Höhlen beide an - man soll wegen Steinschlaggefahr nicht in die Höhlen gehen, woran sich natürlich nicht alle halten) - und laufen dann zurück zum Auto. Schon krass, hier war gestern überall Wasser!
Weiter geht's zum Fundy Park PP bzw Parkway.
Dieser kostet Eintritt. Die Dame am Kassenhäuschen ist total begeistert, dass gefühlt jedes zweite Fahrzeug deutsche Insassen hätte. Ach ja?? Auch unser Camphost sagte gestern, es seien dieses Jahr so viele Deutsche wie noch nie hier gewesen. Interessant. Bisher haben die sich vor uns gut versteckt. Auch gestern auf dem CG stand kein Rental Fahrzeug.
Wir zahlen den Eintritt von etwa 6€ pro Nase und fahren zum ersten Aussichtspunkt.
Der Fundy Trail Provincial Park (oft auch Fundy Trail Parkway) ist eine etwa 30 Kilometer lange, Küstenstraße entlang der Bay of Fundy. Er verbindet St. Martins mit dem Fundy-Nationalpark. Obwohl die Strecke an sich mit ca 30 km sehr kurz ist, sollte man aber mindestens einen halben Tag für die vielen Aussichtspunkte und Strände einplanen.
Wir starten mit dem West Abschnitt, der erste Lookouts ist der Fox Rock Lookout. Den Fownes Head Lookout und danach laufen wir den Flower Pot Trail.
Den Melvin Beach Lookout verpassen wir, da wir nicht wissen, ob wir die Straße mit dem RV fahren dürfen. Mache Parkplätze, die wir danach trotz der Schilder befahren, sind problemlos mit RV machbar. Allerdings kann man den Melvin Beach auch vom nächsten Stopp aus sehen. Die Fahrradgruppe (Deutsche übrigens
), treffen wir nicht nur hier wieder ![]()

Einige Stopps weiter erreichen wir die Fuller Falls. Der Parkplatz hier ist tatsächlich für RV NICHT geeignet. Zum Glück steht nur ein Auto auf dem Parkplatz, daher können wir wenden. Hier muss man den Parkplatz gegenüber wählen, der auch für große Fahrzeuge geeignet ist.
Wir laufen die steilen Treppen (Cable Steps) zum den Fuller Falls. Der ist wirklich nett, vor allem, weil die Sonne einen schönen Regenbogen erscheinen lässt.
Ein Stück weiter den Blick auf den Melvin Beach und Cliffs
und Pangburn Beach
Weiter zum Hearts Lookout und zum mittleren Abschnitt des Fundy Parkways.

In der Mitte des Parkways befindet sich der Salmon River und diverse Lookouts, das Interpretive Center und die Hängebrücke. Wir beschränken uns hier auf kurze Stopps, da die Brücke wegen Renovierung geschlossen ist.
Östlicher Abschnitt:
Los geht's mit der Haarnadelkurve, die aber am Ende gar nicht so spektakulär ist wie bei Google Maps angezeigt.
Highlight ist definitiv der Long Beach, riesiger Sandstrand - aber eben nur bei Ebbe. Wir haben Glück, dass wir aktuell noch Ebbe haben, die Flut aber langsam kommt. Wir laufen den gesamten Strand bis zu Ende und können dann zuschauen, wie sich das Wasser den Strand wieder einverleibt. Unsere Fußspuren, die auf dem Hinweg direkt am Wasser waren, sind schon weg, als wir zurück am Camper sind, hat der Strand mehr als die Hälfte seiner Breite eingebüßt. Wahnsinn, wie schnell das geht 😱 Am Strand wehte übrigens ein heftiger Wind, gut, wenn man hier etwas für die Ohren dabei hat.
Es zieht weiter zu und ist wolkig, daher essen wir erstmal im Camper zu Mittag, mit Blick auf den Strand - und das Meer kommt immer näher.
Highlight des East Gates ist es der Walk zum Walter Glen Observation Deck.
Vom Parkplatz aus führt ein breiter Schotterweg (etwa 4 km gesamt) durch den Wald direkt zu der Aussichtsplattform. Alternativ kann man sich auch eine Fahrt im Golfbuggy gönnen...
Wem - wie uns - der Weg zu langweilig ist, der kann die Abkürzung quer durch den Wald nehmen. Man spart knapp 2 km, allerdings wird es zwischendurch steil und man muss Treppen überwinden, aber alles machbar. An der Plattform angekommen, genießen wir den Panorama-Blick auf die frei stehenden Felswände und den 42 Meter hohen Walton Glen Falls, der gegenüber in die Tiefe stürzt.
Die rund 1000 Jahre alte, dicht bewaldete Schlucht wird oft als der "Grand Canyon von New Brunswick" bezeichnet. Passt tatsächlich, wir finden sie sehr beeindruckend.
Sehe nur ich hier eine Hand, die sich in die Wurzel krallt???![]()
Wir verlassen den Parkway Richtung Fundy NP. Insgesamt waren wir 6,5 h auf dem Parkway unterwegs.
Am Eingangshäuschen des Nationalparks sitzt niemand, da der Park ja diesen Sommer nichts kostet, können wir einfach durchfahren.
Es ist warm, die Sonne scheint und spontan fahren wir am Lake Bennett raus. Mal schauen, wie es hier so aussieht. Der Lake Bennett ist ein echt toller See, ist Kanuverleih, (Mo+Di geschlossen) und Badestrand. Eine Handvoll Familien mit Kindern sind noch hier unterwegs. Wir schauen uns alles an und entscheiden dann, schwimmen zu gehen 😋
Die Kanadier sagen, das Seewasser sei warm...naja...wir finden es sehr "frisch", wagen uns aber trotzdem rein. Nach dem letzten Trail eine willkommene Erfrischung.
Gegen 18:39 verlassen wir den See und fahren weiter zum Cannontown Campground. Es gibt kein Check-in Haus....? Wir fahren durch den Loop und lesen an der Infotafel, dass man sich im gegenüberliegenden Headquarter CG registrieren muss. Ok, schnell gegenüber registrieren, Feuerholz für 12 $ kaufen (Fire Ban seit gestern in ganze New Brunswick aufgehoben 😁🐞😅) und zurück auf den Cannontown CG. Ich habe Site 25 gebucht, mit etwas Meerblick . Die Site ist schön, gefällt uns gut. Und das Beste: wieder keine Mücken 🤷🏼♀️ Gut, dass wir Thermacell haben 😁

Heute Abend gibt's wieder Burger vom seitlichen Felgenrost. Ganz doof in New Brunswick ist, dass es auf der Feuerstelle keinem Grillrost mehr gibt. Haben wir seit gestern - Feuerstellen mit Felge ohne Grillrost. Doof, aber der Gatte schaffe das irgendwie mit dem kleinen Dollarama Grillrost 😋
Neben unserem Grill in den Blümchen wimmelt es von Marienkäfern und anderen Insekten. Sehr fotogene und lustige kleine Kerlchen 😁
Übrigens: alle CGs im Fundy NP sind heute "FULL"!!!
Für die Statistik:
Gefahren: 105 km
Gelaufen: 17.180 Schritte
Wetter: Sonne und Wolken, bis 22 Grad (gefühlt wärmer)
Unterkunft: Cannontown CG im Fundy NP, Site 25 (38,50 CAD / Full Hookup)
Weitere Bilder und Videos im Blog:
Fundy Parkway - Salmon River / Parkway Mitte
Fundy Parkway - Walter Glen Observation Deck
Fundy NP - Cannontown Campground























































Servus Chrissy,
New Brunswick hat ja landschaftlich einiges zu bieten, toll👍
Liebe Grüße
Micha
Scout Womo-Abenteuer.de
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