Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

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Richard
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1_Ein (Kalt)-Start
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
02.01.2022
Gefahrene Meilen: 
240 Meilen
Fazit: 
Nach 3 Jahren Abszinenz wieder mal on the road

Nachdem es die letzten Tage super angenehm in Lake Charles war, brach just gestern eine Kaltfront durch, die die Temperaturen von 25 Grad auf 5 Grad prügelte. So packten wir noch ein paar warme Decken in unser Premium-Womo und ließen uns die Feinheiten dieses Triple-Slide-C-Class-Motorhomes von Coachmen erklären. Designtechnisch war es eine Augenweide, der geübte Kenner deutscher Fahrzeuge würde aber sofort die fertigungstechnischen Unzulänglichkeiten amerikanischer Modelle erkennen. Nichtsdestotrotz - und das war ja der Knüller, wir bekamen dieses Teil ja ausgeliehen, man stelle sich das mal vor -  diesen Luxus bekommt man von keinem Vermieter angeboten. Wohl dem der solche Freunde hat.

Die Route war natürlich von vornherein durchgeplant bzw. die Campgrounds weitestgehend gebucht, alles andere wäre in Florida in der Peak-Season fahrlässig, zumal unsere Tour ja nur schlanke 9 Tage umfasste und die Fahrstrecken dementsprechend lang waren, was ein zeitraubendes Suchen von Plätzen grundsätzlich ausschließt. Auch erinnerten wir uns noch gut an unsere letzte Reise in diese Gefilde, damals noch mit den Kindern, es war 2005 unmittelbar nach Hurrican Ivan, einem Sturm der Kategorie 5, der eine Spur der Verwüstung hinterließ, wie ich das vorher nicht gesehen hatte. Wir mussten jeden Tag improvisieren und verbrachten damals viel Zeit mit der Campgroundsuche. Das sollte uns dieses Mal nicht passieren.

Hier die map dazu:

In Summe kamen wir auf 1.300 Meilen in 8 Fahrtagen, was einer durchschnittlichen Milage von 160 miles entpricht. Die längste Etappe war von Nola nach Destin mit runden 250 Meilen. Glücklicherweise viel auf der I-10, wo man zwar 70 fahren konnte, wir weitestgehend bei 60 unterwegs waren, denn der Durst des Monsters war so schon ziemlich ungehörig. Ich erinnere mich im Rückblick an keinen Tripp, bei dem ich täglich tanken musste. Apropos tanken: ich hatte nicht das Gefühl, dass sich der Preis vom 87er Oktansprit in den letzten Jahren überhaupt verändert hat, in LA lag er meistens unter 3$ und im weiteren Verlauf stieg der bis maximal 3.50$. Wo wir die Inflation massiv gespürt haben war in erster Linie beim Einkaufen von Lebensmitteln, aber auch im Restaurant. Beim ersten Frühstück kamen wir auf über 50$ und wir kamen auch so nie unter 100$ aus dem Walmart heraus. Wohlgemerkt waren wir nur 2 Personen.

Nun, der erste Tag war in erster Linie geprägt vom Einkaufen und dem Eingewöhnen in die Fahreigenschaften des Womos. Auf dem Weg machten wir kurz Halt in Baton Rouge, der Capitol des Bundesstaates LA. Leider war es schweinekalt und noch dazu war es Sonntag, so dass wir wenigstens ohne Probleme einen Parkplatz ganz in der Nähe anfahren konnten.

Wir hielten uns nur kurz auf, auch weil das Gebäude nicht wirklich als Schönheit zu bezeichnen ist und weil auch das Licht zum Fotografieren ziemlich suboptimal war. Also wieder auf die Interstate und unser erstes richtiges Highlight anfokussiert, auf das wir uns schon seit langer Zeit gefreut hatten, die Oak Alley Plantation.

Nachdem wir unsere Sweater und dicken Anoracke angezogen hatten, weil der kühle Wind einen so dermaßigen Wind-chill erzeugte, dass man kaum das Womo verlassen wollte, überlegten wir tatsächlich, ob wir überhaupt das Big house in der Plantation besichtigen sollten. Da ein flaches kontrastarmes Licht herrschte, haben wir ersthaft überlegt weiterzufahren, um mehr Zeit in Nola verbringen zu können, haben dies aber dennoch nicht getan und im Nachhinein waren wir froh, denn durch die schlechte Witterung waren sehr wenige Leute vor Ort und ich konnte in aller Ruhe die ersehnten Bilder der berühmten Oak Alley ohne Personen im Bild machen. smiley

Nach guten 2 Stunden, eher mehr ging es weiter nach Nola und hier war eigentlich der Plan, am CG einzuchecken und per Bus oder Uber ins French Quarter zu fahren. Der schlechten Witterung geschuldet und zum anderen, weil wir schon weit im Nachmittag ankamen und die Tage im Winter bekanntlich recht kurz sind, haben wir dann beschlossen, den ersten Tag gemütlich ausklingen zu lassen, schön zu kochen und anschließend habe ich mir dann noch ein Football-Spiel auf einem der drei Fernseher im Womo angesehen und literweise Dr. Pepper in mich geschüttet. Yam.

Die anschließende Nacht war dann dermaßen grimmig kalt, dass uns beide trotz der vielen Decken gefroren hat, das Zuschalten der Heizung brachte zwar Erleichterung, verursachte aber einen Lärm, dass so auch nicht an schlafen zu denken war. Letztlich gings ohne Heizung und wir schmiegten uns ganz eng auf unserem Queen zusammen und beendeten die erste Nacht mit dem Vorsatz, am nächsten Tag einen Heizlüfter zu kaufen.

Viele Grüße

Richard
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Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.

Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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Noch ein paar INsights

Das Highlight des Fahrzeuges waren die Self-leveling-jacks, einer Hydraulik die das Fahrzeug an 4 Stellen angehoben und einwandfrei in die Waage gebracht hat. Angenehmer Nebeneffekt: das RV hat im Ruhezustand nicht geschaukelt.

Viele Grüße

Richard
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scanfan
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Beigetreten: 27.06.2013 - 16:37
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RE: Ein (Kalt)-Start

Servus Richard,

 

schickes Fahrzeug, weißt du wie alt es ist? Wenn es den neuen 7,3L V8 hat (ab Bj 2021) kämen weitere Fragen.

 

5°C in der Oak Alley, kaum zu glauben. Kälteeinbruch bei einer Kurzreise ist schon blöd.

Liebe Grüße  

Micha

JoIn
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RE: Ein (Kalt)-Start

Hi Richard,

gerade das "flache" Licht hat euch dann ja doch besondere Momente beschert! Da haben wir es wieder: wenn die Erwartungen gering sind, erlebt man oft positive Überraschungen und sogar die schönsten Highlights!

Allerdings muss ich auch sagen, 5°C hätte mir auch keinen Spaß gemacht, sicher hat es nachts gefroren?!

Liebe Grüße, Inga

Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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RE: Ein (Kalt)-Start

Servus Micha,

nur den V10 mit 6,8L laugh. Bin nicht ganz sicher, aber es müsste ein BJ 2020 gewesen sein.

Viele Grüße

Richard
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Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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RE: Ein (Kalt)-Start

Hallo Inga,

es ging Morgens knapp über Null Grad, aber nur für ein paar Tage. Wir sind dann ja weiter in den Süden gefahren und da wurde es mit jedem Tag besser.

Viele Grüße

Richard
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suru
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Beigetreten: 05.03.2011 - 20:13
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RE: Ein (Kalt)-Start

Lieber Richard,

da werden Volker und ich schon etwas neidisch, echt tolles Wohnmobil.

Von dem Kälteeinbruch hat uns Luca auch berichtet, es war aber (hoffentlich auch bei euch) nur kurz. Trotzdem, die Oak Alley menschenleer, das hat was. Wir fanden den Besuch dort in 2017 sehr lohnenswert. Zum Glück war es damals am frühen Morgen auch nicht so voll. 

Schade, dass ihr nicht am Lake Martin übernachtet habt. Hätte gerne mal gehört, was sich da verändert hat. Aber war bei eurer durchgetackteten Reise bestimmt nicht anders möglich. 

Liebe Grüße

Susanne
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Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. (Johann Wolfgang von Goethe)

Matze
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Beigetreten: 13.05.2014 - 18:58
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RE: Ein (Kalt)-Start

Hi Richard

eine Hammer-Hütte haben eure Freunde euch überlassen. Der TV Abend mit Football und Dr. Pepper hätte mir auch gefallen. TV mit Cabel oder Sat?

Video habe ich mir angesehen und die kleine Blondine hat mindestens 25x okay gesagt 😂.  Schade das die Heizung immer noch so laut ist. Bei einem sicherlich nicht geringen Fahrzeugpreis könnte es bessere Lösungen geben. Zum Glück bleibt das Industriegebläse ja die meiste Zeit im Süden auf off.

Liebe Grüße
Matthias
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Südwesten USA in 5 Wochen Herbst 2014

Familie Roesner
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Beigetreten: 17.11.2019 - 11:47
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RE: Ein (Kalt)-Start

Hallo :)

Das Wohnmobil ist ja der Hammer laugh.

Ich liebe Reisen in der Nebensaison und die Einsamkeit, da macht man gerne ein paar Abstriche.

LG Christina 

Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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RE: Ein (Kalt)-Start

Moin Matze,

beides natürlich. smiley

Viele Grüße

Richard
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robbelli
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Beigetreten: 07.09.2012 - 07:53
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RE: Ein (Kalt)-Start

Hi Richard,

awww, tolles Bild von der Oak Alley👍.

Liebe Grüße

Elli
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Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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RE: Ein (Kalt)-Start

Thank you Elli smiley

Viele Grüße

Richard
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