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Nordamerika im Wohnmobil erleben!

23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch "vom Winter in den Spätsommer"

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Wolfsspur
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23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch "vom Winter in den Spätsommer"
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
23.09.2013
Gefahrene Meilen: 
260 Meilen
Fazit: 
Washington State hat nicht nur Wald und Küste… + Mit einem Truckcamper ist man nicht wesentlich langsamer als mit einem Mietwagen.

Heute haben wir ausgeschlafen, denn es klopfte schon die ganze Nacht der Regen aufs WoMo-Dach. Mich hat es irgendwann so genervt, dass ich mir Ohrstöpsel geholt habe. Wir hatten so gehofft, dass das Wetter heute besser ist – wir wollten doch hoch zur Paradise Area und am Fuße des Mt. Rainier  wandern um dann später auf der anderen Seite des Nationalparks im Ohanapecosh CG übernachten, um uns für morgen ne Fahrstunde zu sparen.

Auf dem kurzen Weg hoch zur Paradise Area mussten wir durch dicke Nebelfelder fahren. Man fragte sich schon, ob wir eigentlich die Einzigen sind, die sich bei solchen Wetter hier hochschaffen...

   

Oben im Paradise angekommen, war es extrem ungemütlich – Eisregen, kalt und neblig... Trotzdem waren einige wenige Autos auf dem Parkplatz.

 

Zunächst sind wir erstmal ins Visitor’s Center und stolperten direkt über die Wettertafel am Eingang. „Wheather today: Rain!!! Snow 6000 feet“  Wir wollten es erst nicht richtig wahrhaben, aber ein Ranger bestätigte uns die schlechte Prognose und empfahl uns nur kürzere Trails hier oben und später lieber weitere Trails weiter unten im Tal machen. Enttäuschung machte sich breit, haben wir uns doch so sehr auf den Skylinetrail gefreut, der durch die Hochgebirgslandschaft mit ständigem Blick auf den Mt. Rainier führt.

Ok, den Blick konnten wir im Moment vergessen, aber die Tour wollten wir trotzdem machen.

Also zogen wir uns erstmal richtig warm an, drüber kamen Regenjacken und Regenhosen, Fleecemütze, Handschuhe und los ging’s. Trotz des üblen Wetters konnte man sich gut vorstellen, wie traumhaft dieser Weg bei tollem Wetter sein muss.

 

    

Hinter diesen grünen Wiesen sind die hohen Berge und Gletscher, auch wenn man es sich schwer vorstellen kann...
 

Der Weg führte an einem kleinen Wasserfall vorbei und dann ging es weiter bergauf, vorbei an gelb und rot blühenden Wiesen (was sich bei uns fast nur erahnen liess).

 

 

 

Ich hab in der Ferne sogar einen Koyoten gesehen (theoretisch könnte es sogar ein Wolf gewesen sein, aber die gibt es hier ja nur ganz selten). Den Koyoten hab ich leider nicht auf einem Foto festhalten können, dafür ein Murmeltier wink

Es dauerte nicht lange, und wir sahen die ersten schneebedeckten Pflanzen und der „Ausblick“ über uns wurde zunehmend weiß.

  

  

 
 Weiterer Nebel zog auf und es machte wenig Sinn, weiter nach oben aufzusteigen, da wir einfach nichts mehr gesehen haben. Auch der Regen und die Kälte nahmen zu, so dass wir beschlossen umzukehren und dafür den Rest des Tages zum Fahren zu nutzen, also nicht nur zum Ohanapecosh CG, sondern weiter, um den folgenden großen Fahrtag etwas zu entlasten.

 

Also ging es wieder bergrunter zum Auto und raus aus den nassen Klamotten und gegen 13:30 brachen wir auf über den Steven Canyon raus aus dem Mt. Rainier NP. Es war immer noch sehr kalt und nass...

 

Blick aus dem (fahrenden) Auto in den Steven's Canyon und kurzer Fotostopp am Box Canyon:

 

 
  

Unser Weg führte uns weiter durch den Wenatchee National Forest, vorbei am Rimrock Lake...

 

... nach Yakima (nach ca. 100 Meilen) und die Landschaft und auch das  Wetter änderten sich dort – östlich des Kaskadengebirges – deutlich.

Das war auf einmal alles so anders als alles, was wir bisher in diesem Urlaub gesehen haben und das kam für uns so unerwartet, dass dies fast ein bisschen für die „verpatzte“ Wandertour entschädigt hat.

 

 

 

 
 

Eric fühlte sich noch gut (er war ja unser Fahrer!!!), also beschlossen wir, weitere 100 Meilen bis nach Wenechtee zu fahren. Zu der außergewöhnlichen Landschaft kamen nun noch vermehrt Obstplantagen hinzu.

Hier sieht man auch die gelben Busse der Erntehelfer und die Erntefahrzeuge. Die kamen übrigens alle aus Mittelamerika und so waren dort in der Umgebung alle Ortschaften entsprechend geprägt - spanische Ortsnamen und der Supermarkt, in dem wir uns unser Abendessen kauften, hieß auch "Supermercado"...

 

 

In Wenatchee selbst wollten wir keinen CG nehmen, weil wir feststellten, dass der Ort doch viel größer und industrieller ist als erwartet. Also fuhren wir noch ein wenig weiter in Richtung Lake Chelan (eigentlich unser Tagesziel für morgen).

Der im Grundmann-Buch erwähnte CG lag leider auf der anderen Seite des Flusses und so kam es, dass wir tatsächlich bis zum Lake Chelan durchgefahren sind. Da wir erst am frühen Nachmittag losgefahren sind, dämmerte es nun nach über 400km schon ein wenig.

 

Uns hat die Fahrerei nun wirklich gereicht und wir waren froh, als wir endlich den CG direkt am Lake Chelan erreicht haben. Auf dem Platz wurde Holz verkauft, aber da es so spät war, kochte ich schnell einige Nudeln mit Hackfleisch-Tomatensosse.

Fazit: Mit einem Truckcamper ist man nicht wesentlich langsamer als mit einem Mietwagen. 


Unsere Tagestour:

Liebe Grüße,
Ulli

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Trakki
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Beigetreten: 24.11.2011 - 17:05
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hallo ihr Zwei,

klasse, dass ihr die Wanderung trotz des schlechten Wetters gemacht habt. Wir hätten das auch getan. Und schön war es doch auch, wenn auch ohne Sicht.

Herzliche Grüße

Sonja
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Charly
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Beigetreten: 29.05.2013 - 19:52
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hallo,

das Paradies stellt man sich natürlich schon ein wenig freundlicher vor. angel

Dass das Wetter im SW dieses Jahr auch nicht besser war, ist euch sicher kein Trost.

Herzlichen Gruß

Charly

Alle Wetter auf dem Colorado Plateau

Wolfsspur
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Beigetreten: 07.06.2013 - 21:38
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hallo,

@Charly: In Kanada und Nordwesten der USA rechnet man ja eigentlich auch mit Regen, von daher können wir uns echt nicht beschweren. Wir hatten insgesamt so viele Sonnentage dabei. Aber wenn man so schöne Bilder im Kopf hat (und die hatte ich vom Mt. Rainier defintiv, nicht zuletzt durch MichaH's RB), ist man dann eben doch enttäuscht. 

Ich glaub bei euch war es schlimmer, denn bei euch war ja das Wetter wirklich viel schlechter, als man es sich für einen SW-Urlaub vorstellt.

@Sonja: absolut. Da muss es schon extrem regnen, dass wir uns vom Wetter aufhalten lassen... wink, z.B. so wie im Hoh Rain Forest... Und ne besondere Erinnerung bleibt es ja trotzdem. Keine Ahnung wie es ganz oben gewesen wäre, wenn wir den Weg weiter gegangen wären. Aber es ging dann wirklich recht steil hoch, und das ohne jegliche Sicht und bei dem zunehmenden Schnee war uns dann doch zu riskant. Vorallem war außer uns ja fast kein Mensch dort unterwegs... 

Liebe Grüße,
Ulli

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Angelika
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Beigetreten: 22.02.2011 - 16:28
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hallo ihr zwei,

wenn ich die Bilder vom Mt.Rainier sehr.....da hatten wir ja noch Glück. Aber trotzdem sieht es bei Euch sehr schön aus, vor allem die Wolkenspiele, und es ist schön mit euch die Stecke noch einmal zu fahrenwink. Wir hätten auch mehr Wanderungen gemacht, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten die nassen Sachen zu trocknen................Und wir hatten auch immer die schönen Bilder vor Augen, vor allem vom Mt.St.Helens, immer im Sonnenschein, wir haben NICHTS gesehenangry,

liebe Grüße, Angelika

Wolfsspur
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Beigetreten: 07.06.2013 - 21:38
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hallo Angelika,

das stelle ich mir auch nervig vor - wenn es regnet und kalt ist und man merkt, wie nach und nach seine Sachen und das Zelt immer nasser werden... Selbst mit WoMo haben wir auf dem Cougar Rock CG gefroren. So was kann nach einigen Tagen sehr zermürbend werden, glaube ich. Trotzdem waren wir erstaunt, wieviele Zelter gerade da unterwegs waren...

LG, Ulli

Liebe Grüße,
Ulli

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robbelli
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Beigetreten: 07.09.2012 - 07:53
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hi Ulli und Eric,

ihr seid ja wirklich unermüdlich! Respekt!

Wie habt ihr denn den nassen Krempel wieder trocken bekommen? Das stelle ich mir bei den niedrigen Temperaturen fast unmöglich vor.

Trotz allem Regen und Schnee und Nebel: Die Bilder sind fantastisch, und es ist klasse, dass ihr trotz Kälte und schlechten Wetters die Kamera oft in die Hand nehmt!

Einen oder zwei Regentage könnte ich ja schon verschmerzen, aber immer und immer wieder.... ohje, da wäre meine Stimmung schon ziemlich im Keller. Vielleicht sieht man das als Paar aber auch viel entspannter. Man muss sich ja nicht mit nörgelnden Kindern, denen das Wetter verständlicherweise auch nicht passt, herumärgernWink.

Liebe Grüße

Elli
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Wolfsspur
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Beigetreten: 07.06.2013 - 21:38
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RE: 23.09.2013 - vom Mt.Rainier NP an den Lake Chelan oder auch

Hallo Elli,

danke smiley!

So schlimm war da Wetter insgesamt nicht - eigentlich war das der vierte oder fünfte Regentag nach 23 Tagen Urlaub, also ganz ok. Ich hab gerade gestern gesagt, dass die Bilder mich bestärken, auch künftig bei Regen öfter zu fotografieren... Die Klamotten haben wir an dem Tag auf der Fahrt vorne im Truck ganz gut trocken bekommen, lag aber dran, dass wir lang gefahren sind und das Wetter auf der Fahrt viel besser war. 

Bei Angelika und Ulli, die ja mit dem Zelt unterwegs waren, stelle ich mir das viel schwerer vor. So ein WoMo hat ja dagegen zum Glück ne Heizung... wink

LG, Ulli

Liebe Grüße,
Ulli

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