Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Erfahrungen mit Cruise America

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medow
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Beigetreten: 02.02.2020 - 09:10
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Hallo Zusammen,

ich habe natürlich auch dem Aufkleber des C25 geglaubt der sagt man sollte zum Spritsparen den Tow/Haul immer anlassen. Mein Fachverstand sagte mir natürlich auch, dass eine hohe Drehzahl natürlich auch einen höheren Verbrauch mit sich bringt.

Im meinem Fall hatte der Tow/Haul Modus anscheinend aber eh nicht richtig funktioniert weil der C25 oft bergab nicht hochgeschalten hat, eventuell war dies auch gut. Gebremst habe ich dann immer bei starkem Gefälle durch den 2. Gang. Das stand so auch im Handbuch. Tempomat habe ich nie genutzt. Vermutlich lag mein Spitzenverbrauch daran, dass ich ein recht neues Wohnmobil bekommen habe, den Tempomat nie genutzt habe und langsam beschleunigt habe, sodass er schnell hochschaltet. Wenn du lange im 5. Gang leicht bergauf fährst, dann kann man durch wenig gaswegnehmen und neuem langsamen Beschleunigen die Automatik so austrixen, dass er dann schneller in den 6. geht.

 

munterunterwegs
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Beigetreten: 09.01.2023 - 09:39
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Unser Fazit: Cruise America für Anfänger nicht ganz ohne ...

Erstmal vorab: Unsere diesjährigen (2023) Erfahrungen und die zweier anderer aus dem gleichen Jahr, die ich hier in diesem Post verlinken werden, sind natürlich nur Einzelbeispiele; aber ich habe die Vermutung, dass da doch etwas System hinterstecken könnte. Deshalb mein Ratschlag: Cruise America nicht unbedingt vermeiden, aber Vorsicht walten lassen, gerade bei Anfängern!

Denn was wir bei unserer Premiere erlebt haben bei CA in Henderson (Las Vegas), war schon grenzwertig, was den Umgang mit uns als Kunden anging:

  • Da war zunächst mal das wirklich als aggressiv zu bezeichnende Verkaufen von unnötigen Extras wie die etwa die teure Propangas-Pauschale oder zusätzlichen Versicherungen (wir hatten schon Vollkasko ohne Selbstbeteiligung über unseren deutschen Reiseveranstalter). Wie das abging, kann man hier in unserem Reisebericht nachlesen und hier bei User Moritz89, der nur wenige Wochen nach uns an der gleichen Verleihstation war. 
     
  • Dazu kam bei der Übernahme die ärgerliche Gewißheit, das keine wirkliche Kontrolle des zur Verfügung gestellten Fahrzeugs seitens CA durchgeführt wurde. Unseres war sehr verschmutzt und mit vielen sehr offensichtlichen Mängeln versehen. Das Abstreiten selbst solcher offensichtlicher Defekte machte ebenfalls keine Freude - auch hierzu in dem obigen Link (unser Reisebericht) mehr. Da half nur insistieren und sich nicht zufriedengeben, bis das Notwendigste repariert wurde, was aber dauerte. Die Womo-Abenteuer-Checkliste war da schon Gold wert.
     
  • Auch sehr ärgerlich war die vorbeugende Abwälzung aller möglichen Probleme auf den Kunden; so hieß es zum Beispiel, der Kühlschrank könne nur funktionieren, wenn das Fahrzeug perfekt nivelliert sei (gleichzeitig wurde das Fehlen von Nivellierkeilen damit begründet, dass die für Wohnmobile vollkommen ungeignet seien, weil Womos dafür zu schwer seien); mehr dazu auch beim verlinkten Bericht von Moritz89.  

Die Kühlschrank-Problematik will ich noch mal gesondert hervorheben, weil hier wirklich die merkwürdigsten Sachen erzählt wurden, und zwar unabängig voneinander nicht nur uns und Moritz89, sondern auch Userin Monika4118 - siehe ihren Bericht hier, den Abschnitt hinter der Tabelle (sie hat auch 2023 bei CA gemietet, abgeholt allerdings in LA). Uns wurde unter anderem erzählt, der Kühlschrank brauche mindestens sechs Stunden, um seine Temperatur zu erreichen, und nach jedem Öffnen seiner Tür würde diese 6-Stunden-Frist erneut laufen. Moritz bekam zu hören, dass man eigentlich besser eine Kühlbox verwenden sollte statt des eingebauten Kühlschranks, weil diese zuverlässiger sei; und weder bei Monika noch bei uns wurde der merkwürdig warme Kühlschrank nochmals anstandshalber überprüft, sodass wir beide mit funktionslosen Kühlschränken auf die Reise geschickt wurden, mit bei beiden sehr unangenehmen Auswirkungen.

Was ich mit dem allen sagen will: Erfahrene Womo-Mieter hätten sich von dem oben erwähnten Quatsch natürlich nicht beeindrucken lassen, hätten die aggressiven Verkaufstaktiken souverän ignoriert und wären viel eher als wir auf die Idee gekommen, eine angebotene uralte und defekte "Zitrone" schlichtweg abzulehnen. Mir scheint, dass Cruise America mit seiner großen Flotte und den vergleichsweise günstigen Preisen natürlich irgendwo sparen und aktiv "Verkaufen" muss, und sich - je nach Team und Tageslaune - dann auch schon mal Newbies wie uns herauspickt, um auch noch grenzwertigen "Restbestand" möglichst unaufwändig auf die Straße zu kriegen.  

Natürlich kann man bei CA auch auf nette Leute und neue Womos treffen - da gibt es ja auch genug Berichte von. Das aber in diesem Forum drei sehr ähnliche aktuelle Erfahrungsberichte mit den oben geschilderten Problemen vorliegen, ist mir Anlaß genug, doch auch auf diese negativen Erlebnisse hinzuweisen.

Ich würde deshalb raten, wenn man bei CA bucht:

  • vorbereitet zu sein auf eventuelle Verkaufstaktiken, sich nichts Unnötiges aufschwatzen zu lassen;
  • nicht alles zu glauben, was einem da erzählt wird (eine gute Vorbereitung hier im Forum zahlt sich wirklich aus!);
  • den Zustand des Womos genau zu überprüfen, dabei sich auch Zeit zu nehmen und die o.g. Checkliste sorgfältig abarbeiten, sowie gefundene Defekte entweder im Übergabeprotokoll festzuhalten oder (viel besser) sofort vor Ort reparieren zu lassen; 
  • sich von einem akzeptablen Grundzustand zu überzeugen, und wenn er nicht überzeugend ist, ein anderes Womo zu verlangen bzw. nach dem Manager zu fragen (was wir am zweiten Tag unserer Reise denn auch tun mussten, um ein anderes Womo zu bekommen).

Wenn man diese Sachen beachtet, wird man - glaube ich - auf der einigermaßen sicheren Seite sein. Ich denke, der günstigere Preis bringt es einfach mit sich, dass man selber mehr in Verantwortung steht, bei der Übergabe genau hinzuschauen. Wenn man das mit einkalkuliert und ebenso die ja bekannte weniger umfangreiche Ausstattung im Vergleich zur Konkurrenz (keine Nivellierkeile, kein Netz am Alkoven, keine Markise etc.pp.), kann man meines Erachtens schon bei CA buchen und auch eine schöne Reiseerfahrung haben.

Letztlich hatten wir die auch mit unserem Austausch-Womo von CA, dass sich in vielen Aspekten wohltuend vom ersten Modell unterschied. Und das nicht nur aufgrund des klaglos funktionierenden Kühlschranks, der problemlos Schräglagen und sogar das mehrfache Öffnen seiner Tür innerhalb von weniger als sechs Stunden aushielt, ohne in seiner vorbildlichen Kühlleistung nachzulassen. wink

Persönlich haben wir uns erstmal entschieden, für unsere zweite Tour im kommenden Jahr die Konkurrenz auszuprobieren. Wenn das "Erstlings"-Trauma sich mal wieder gelegt haben sollte, bekommt auch CA vielleicht wieder mal eine Chance!

Peter