Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 07 Vom Waterton Lakes NP über den Crowsnest Highway in die Nähe von Creston

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Kruemel28
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Beigetreten: 02.09.2016 - 10:36
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Tag 07 Vom Waterton Lakes NP über den Crowsnest Highway in die Nähe von Creston
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
24.05.2018
Gefahrene Meilen: 
240 Meilen
Fazit: 
Ein längerer Fahrtag mit interessanten Stopps

Heute steht ein längerer Fahrtag an, denn es sind etwa 380 km zu bewältigen.

 

Zunächst wird der Tank des Wohnmobils aufgefüllt, da die Benzinpreise in Alberta wohl deutlich günstiger sind als in BC. Außerdem hat es tierischen Durst, wenn man den Verbrauch mit dem Auto zuhause vergleicht wink Aber das wussten wir ja schon vorher.

Der erste Stopp führt uns zu den Lundbreck Falls. Ein schöner Stopp zum Füße vertreten, denn ein kleiner Weg führt hinunter an den Fluss. Dort hat man eine andere Sicht auf den Wasserfall und gelangt an eine Eisenbahnbrücke. Vorher lassen wir noch die Schulgruppe abziehen und dann genießen wir allein die Gegend.

Kurze Zeit später erreichen wir den Frank Slide. Durch unseren Reiseführer und durch das Forum hatten wir bereits Fotos vom Felsrutsch gesehen, aber was sich plötzlich vor unseren Augen auftut, verschlägt uns die Sprache. Unvorstellbar, was da vor über 100 Jahren passiert ist. Allein die Straße führt noch durch ein riesiges Geröllfeld.

Vom Interpretive Centre hat man einen guten Ausblick auf das Ausmaß dieser Katastrophe. Es hat geöffnet von 10 - 17 Uhr und kostet 13 € pro Erwachsenen. Für den Ausblick muss man aber nicht zwingend das Centre besuchen.

Heute ist ein ziemlich stürmischer Tag und es ist nicht leicht das Wohnmobil zu fahren. Immer wieder erfasst uns eine Windboe und wir beschließen unsere Kaffeepause am Crowsnest Lake einzulegen. Auch hier können wir fast nahezu unseren Kaffee allein trinken.

Größere Muffins hatten sie nicht...laugh

Weiter führt uns der Highway nach Westen und wir erreichen Sparwood. Natürlich halten wir auch kurz am größten Truck der Welt. Allein die Reifen sind größer im Durchmesser als wir. Dieses Gefährt möchte ich ganz sicher nicht fahren.

Nun müssen wir uns mal ein bisschen beeilen. Wir wollen doch noch zum Fort Steele, welches aber nur von 10-16 Uhr geöffnet hat. Da es unterwegs nach Regen aussieht und tatsächlich auch mal ein Schauer unterwegs ist, kommen wir noch gut voran. Trotzdem läuft die Zeit ungebremst weiter und wir erreichen gegen 15.15 Uhr Fort Steele. Die Regenschauer sind verschwunden und beim Aussteigen schlägt uns die Hitze entgegen. Die Sonne brennt heiß hier und wir schätzen die Temperatur auf etwa 30 Grad. Leider hat unser Wohnmobil keine Anzeige für die Außentemperatur. Das wäre auf unserer Tour wirklich interessant gewesen.

An der Eintrittspforte erfahren wir, dass in 40 Minuten leider geschlossen wird. Das war uns ja vorher leider schon bewusst und wir überlegen, ob wir die 12 $ pro Person überhaupt noch aufbringen sollen. Da wir aber nun mal hier sind, entschließen wir uns den Eintritt zu investieren und wollen die Tickets kaufen. Doch bevor wir auch nur ein Wort gesagt haben, kommen wir in den Genuss der besonderen Freundlich- und Herzlichkeit der Kanadier. Die nette Dame am Eingang schlägt uns vor statt Eintritt 10 $ in die Spendenbox zu werfen und wir dürfen uns die letzten 40 Minuten auf dem Gelände umsehen. Das ist mal eine tolle Geste und wir freuen uns riesig. Mit Plan und einem riesigen Dankeschön spurten wir los. Ein tolles Gelände und viel zu entdecken. Wir ärgern uns ein bisschen, dass wir zuviel Zeit mit Kaffeetrinken verschwendet haben. Trotzdem haben wir einen kleinen Einblick bekommen können und können den Besuch weiterempfehlen.

Mittlerweile schlägt das Wetter auch hier um. Es ziehen Gewitterwolken auf, die uns bis zum Campingplatz folgen. Kurz vor Ankunft setzt wieder Regen ein und am Campingplatz schüttet es so stark, dass wir erstmal nicht aussteigen können und es auch nicht wirklich wollen. Als der Gewitterschauer nachlässt, fragen wir nach einem Stellplatz. Wir bekommen einen recht schönen Stellplatz, den wir aber wegen des Regens nicht wirklich nutzen können. Schon allein die Zufahrt ist ein Problem. Durch den Regen sind Großteile vom Schotter weggeflossen und große Schlaglöcher tun sich vor uns auf. Die Zufahrt ist recht steil und schon setzen wir leicht irgendwo auf. Zum Glück ist nichts dabei passiert, aber das Geräusch erzeugt eine schnellere Herzfrequenz bei mir. Leider ist es hier sehr matschig geworden und selbst der Weg zur Toilette ist lästig. Wie gut, dass wir darauf nicht angewiesen sind. Nach dem Essen hat auch der Regen aufgehört und wir laufen ein bisschen durch die Gegend. Leider gibt es außer ein paar verrostete Autos nichts zu entdecken.