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Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop Mountain Trail & Fahrt nach Seward

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Wolfsspur
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Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop Mountain Trail & Fahrt nach Seward
Steckbrief

02.09.2016 - Ab nach Süden – auf dem Seward Highway nach Seward

Wetter: angenehm und sonnig


Wir standen relativ früh auf, es gab ein kurzes Frühstück, der Plan, heute möglichst weit in Richtung Seward zu kommen, stand immer noch. Wir fuhren los, näherten uns langsam Anchorage an. Wieder gab es einen blauen Himmel. smiley

(zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

 

Um den Rest des Tages entspannter verbringen zu können, machten wir in Wasilla Nägel mit Köpfen und reservierten einerseits die Bootsfahrt mit Kenai Fjord Tours für den nächsten Tag, ausserdem einen privaten Campground nahe Seward für den Abend. Schließlich begann heute das Labor Day Wochenende... Somit konnten wir den Tag ganz entspannt angehen, fuhren weiter nach Anchorage, bogen vom Highway ab und fuhren zum Glen Alps Trailhead im Osten der Stadt. Die Fahrt ging durch ganz hübsche Wohngebiete, allmählich kamen wir immer höher, hatten unterwegs schon schöne Ausblicke auf die Stadt und die Alaska Range. Am Trailhead angekommen zahlten wir die 5 USD Parkgebühr und begannen unsere Wanderung auf den Flattop Mountain, angeblich die populärste Wanderung in ganz Alaska.

 

Positiver Nebeneffekt unserer Eile: Wir machten die Wanderung Freitag früh, nicht am Wochenende. Der Parkplatz war schon ganz gut gefüllt, auch auf dem Trail waren wir nicht alleine. Kamen mit einem ortskundigen Paar in’s Gespräch, die uns im einzelnen erzählten, welcher Berg der Alaska Range wo zu sehen war. Die Aussicht wurde immer toller, einerseits konnte man über den Turnagain Arm hinweg Berge sehen, andererseits ganz Anchorage überblicken, ausserdem konnten wir bis zum Denali und zum Mt. Foraker schauen. Wie weit ist das? 200 Meilen?

 

 

Es war ein bisschen diesig, aber auch sonnig und warm, immer höher über die Stadt führte der Trail, wir machten ab und zu eine Pause und genossen die Aussicht, machten auch ein paar Fotos.

Das letzte Stück zum Gipfel ist mehr Klettern als Wandern, war aber auch gut zu schaffen.

 

 

Von oben war die Aussicht toll in alle Richtungen, wenn es auch etwas klarer hätte sein können.

 

Inzwischen war ganz schön Betrieb auf dem Trail, viele Mütter mit und ohne Kinder waren unterwegs, aber auch ein paar sportlich ambitionierte Jogger, die den Trail hoch- und wieder runterrannten, gerne auch mit freiem Oberkörper.

Wir machten uns auf den Rückweg...

 

Wieder am Parkplatz angekommen, schauten wir uns noch den kleinen Panoramatrail auf der anderen Seite hinter dem Parkplatz an, dann ging es weiter, wir hatten ja noch ein bisschen was vor.

Wir fuhren Richtung Süden, bogen auf den Seward Highway ab und fuhren Richtung Kenai Halbinsel. Es ging bei schönstem Sonnenschein am Turnagain-Arm entlang.

  

Immer wieder hielten wir an Aussichtspunkten an, z.B. am Beluga Point...

 

 

Leider war nicht viel Wasser da, weil gerade Ebbe war, aber auf die Gezeiten konnten wir wegen des Wetters keine Rücksicht nehmen.

Noch ein Stopp am Bird Point...

 

Weiter ging es Richtung Kenai, einen Zwischenstopp gönnten wir uns noch. Wir fuhren Richtung Portage Glacier durch das Portage Valley.

 

Hier schauten uns zunächst das Visitor Center an und machten noch den kleinen Trail zum Glacier, der One-Way nicht mal eine Meile lang ist.

 

Der Weg führte an einem Gebirgsbach entlang, natürlich dem Abfluss des Gletschers. Am Ziel angekommen schauten wir uns noch ein bisschen um, machten ein paar Bilder von der schönen Gegend.

 

 

Dann ging es zurück und ohne weitere Pausen weiter Richtung Seward, es war mittlerweile 16 Uhr. In Moose Pass erstanden wir in einem sehr bescheiden ausgestatteten Grocerie-Store Milch für das morgendliche Müsli, somit mussten wir an diesem Tag keine weiteren Einkäufe machen. Sonst gab es dort auch nicht viel, das Gefriergut sah schon etwas in die Jahre gekommen aus, auch ansonsten war die Auswahl bescheiden. Die Fahrt über die Kenai Insel war toll, mich erinnerte sie an die Fahrt über Vancouver Island Richtung Tofino. Immer wieder Berge, Wiesen, Flüsse und Seen, das alles noch bei schönstem Wetter.

 

 

Ein paar Meilen vor Seward checkten wir auf unserem Campground ein, dem Stoney Creek RV Park. Der CG war prima, wir hatten Strom, Wifi, Laundry, Duschen, Wasser, eine Dumpstation, ab und zu muss das sein, vor allem mit schwacher Batterie. Bevor wir uns häuslich niederließen, statteten wir Seward noch einen kurzen Besuch ab, schauten uns an, wo am nächsten Tag unsere Bootstour losging, checkten die CG an der Waterfront und stellten fest, dass wir in Seward all unsere Vorräte würden auffüllen können. 

Dabei konnten wir schon mal ein bisschen Hafen- und Meeratmosphäre schnuppern...

 

 

Dann ging es zurück zum CG nördlich von Seward.

Wir nutzten die dortigen Möglichkeiten, unsere Klamotten und uns selbst ausgiebig zu säubern, luden alle Elektrogeräte auf, verwöhnten unsere Bordbatterie, der Gasgrill grillte heute mal wieder Würstchen, dazu Kartoffel-Pü und Salat. Das Wifi funktionierte sehr gut und wurde ausgiebig für Grüsse in die Heimat genutzt, dann war es Zeit für’s Bett.

 


Einige Daten zum Trail.

Flattop-Mountain-Trail (in Anchorage):

Tralhead: Glen Alps Trailhead
Länge: ca. 6 km
Höhenmeter: ca. 500 Meter

Magenta: Flattop Mountain Trail
Hellblau: Panoramatrail


Unsere Tagesetappe:

Liebe Grüße,
Ulli

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voenni
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RE: Reisebericht: Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop M

Hallo Ulli

Sodele, jetzt habe ich endlich Zeit gefunden, in deinen Reisebericht einzusteigen. Wegen unserer Ferien habe ich deinen Start verpasst - aber nachlesen darf man ja immer und nun bin ich wieder up to date wink Wie immer wunderschön eure Bilder yes  Irgendwie liebäugle ich auch mit einer Alaska/Yukon-Reise, aber die langen Fahrstrecken schrecken schon etwas ab...

Gruss Yvonne

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Wolfsspur
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RE: Reisebericht: Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop M

Hallo Yvonne,

sehr schön, dass du auch noch "hinterher gereist" bist. smiley

Irgendwie liebäugle ich auch mit einer Alaska/Yukon-Reise, aber die langen Fahrstrecken schrecken schon etwas ab...

So schön es da oben auch sein kann, würde ich euch davon ehrlich gesagt abraten. Ich glaub, für Kinder ist das nicht das ideale Reiseziel. Die Fahrtstrecken sind wirklich oft sehr lang und das hat uns, obwohl wir nur zu zweit waren, schon teilweise genervt. Es fehlte uns einfach die Bewegung unterwegs und an manchen Tagen auch die Highlights. Die Strecken sind zwar wirklich beeindruckend schön (es gab kaum Strecken mit langweiligen Straßen), aber Kinder wird das weniger vom Hocker reissen.

Ggf. wäre es eine Option für euch als Familie, sich nur auf Alaska zu beschränken mit entsprechend viel Zeit im Denali NP, der Kenai Halbinsel und dann der Runde rüber nach Valdez und Richardson HW.

Liebe Grüße,
Ulli

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Trakki
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RE: Reisebericht: Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop M

Hallo Ulli,

was für ein prallvoller Tag, kaum zu glauben, was ihr alles gesehen habt. Und mal wieder bei Sonnenscheinyes. Ich hoffe ihr hattet bei der Tour am nächsten Tag auch so viel Glück.

Hattest du dir verschiedene CGs entlang der Strecke notiert? Und natürlich hattest du die Telefonnummer der Fjord Tour dabei. Muss an alles im Vorfeld gedacht werden.

Herzliche Grüße

Sonja
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Wolfsspur
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RE: Reisebericht: Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop M

Hallo Sonja,

was für ein prallvoller Tag, kaum zu glauben, was ihr alles gesehen habt.

Oh ja, das hab ich gestern beim Schreiben der Seite auch gedacht. So viele Fotos... wink

Hattest du dir verschiedene CGs entlang der Strecke notiert? Und natürlich hattest du die Telefonnummer der Fjord Tour dabei. Muss an alles im Vorfeld gedacht werden.

Nicht, wenn du die Milepost dabei hast. Dort steht (fast) alles drin. Aber ich hatte im Vorfeld tatsächlich schon ein bisschen geschaut, was es ggf. für private (reservierbare) Alternativen in und um Seward gibt, weil wir leider nicht vermeiden konnten, genau dort zum Laborday-Wochenende aufzuschlagen.

Die Fjords Tour hatten wir dann in einem Safeway unterwegs über WLAN vom Handy aus gebucht. War zwar etwas fummelig, all die Daten übers Handy einzugeben und auch etwas komisch, so zwischen den Gemüseregalen mal eben online eine Bestellung für über 300$ zu machen. wink

Nur beim CG mussten wir direkt anrufen. Auch da hatten wir die Telefonnummer übers WLAN rausgesucht, stand aber auch in einer Anzeige in der Milepost.

Liebe Grüße,
Ulli

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Trakki
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RE: Reisebericht: Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop M

Hi Ulli,

lustig, muss ich mir merken wink

etwas komisch, so zwischen den Gemüseregalen mal eben online eine Bestellung für über 300$ zu machen. wink

Herzliche Grüße

Sonja
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voenni
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RE: Reisebericht: Tag 13: 02.09.2016 - Ab nach Süden - Flattop M

Hallo Ulli

Es fehlte uns einfach die Bewegung unterwegs

Genau diesen Eindruck habe ich beim Lesen deines Berichtes auch bekommen und genau das würde uns wohl auch fehlen. Es sind einfach die tollen Bilder, welche solche Gedanken aufkommen lassen... Aber realistisch gesehen, werden wir uns wohl in den nächsten Jahren in anderen Gegenden tummeln.

Gruss Yvonne

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