Heute heisst es leider Abschied nehmen von unserer liebgewonnenen Insel. Um 13 Uhr geht unsere Fähre, wir verlassen um 10h den Campground bei bewölktem, aber trockenem Wetter und fahren direkt nach Nanaimo zum Ferry Terminal, wo wir um 11:15h ankommen und somit noch Zeit genug haben, um wlan sei Dank mit den Kindern an telefonieren und einen Kaffee zu trinken.
Kurz nach 12 Uhr fahren wir auf die Fähre, die eine Stunde später pünktlich ablegt. Wir stehen auf dem Deck und sehen wehmütig zur Insel zurück, die uns so in den letzten drei Wochen so viel Freude beschert hat und seit meiner Reise im 2016 einen speziellen Platz in meinem Herzen hat. Dementsprechend fliessen ein paar Tränen, wer weiss, ob ich nochmals hierher zurückkomme werde? ![]()




Um 15:30h legen wir in Tsawwassen an und fahren als Erstes zur nahegelegenen Shopping Mall. Dies hätten wir besser nicht tun sollen. Obwohl oder gerade weil Sonntag ist, ist hier High Noon. Wir drehen eine Runde im Bass Pro Shop (crazy, was es hier alles gibt), suchen vergebens Apple Fritters im Tim Hortons, die wir den Mädels nach Hause bringen wollen und stehen danach endlos in einer Autoschlange, um den Ort wieder zu verlassen.
Auf der Karte suche ich einen Tim Hortons, der auf dem Weg zu unserem letzten Campground, dem Peace Arch RV liegt. Tatsächlich werden wir fündig und er hat erst noch genug Applefritters. Ich kaufe das Regal leer und freue mich schon auf die freudigen Gesichter meiner Töchter.

Gegen 17:30h erreichen wir unseren letzten Campingplatz, ein typischer Stadt-Campground. Wir erhalten eine Site direkt am Rand, wie üblich mit full hook-up. Dies ist für die letzte Nacht schon noch praktisch, auch wenn der Rest nicht mit einem Provinzpark-CG mithalten kann. Da wir jedoch die nächsten paar Stunden mit Packen, Räumen und Entsorgen beschäftigt sind und es um diese Jahreszeit eh früh dunkel wird, ist der letzte Übernachtungsort zweitrangig.
Endlich haben wir alles erledigt, die letzten Lebensmittel verputzt und das letzte Glas Wein getrunken. Wie deprimierend der letzte Abend im Camper ist, muss ich an dieser Stelle nicht erwähnen. ![]()
Schöne Grüsse / Flo
Hallo Flo.
Bei zukünftiger Wehmut kannst du deinen tollen Reisebericht dir zu Gemüte führen. Dankeschön fürs teilhaben und Träumen.
Liebe Grüße
Olaf
Hallo Flo,
Das dachte ich zunächst bei der Auswahl unseres letzten Campgrounds in Stadtnähe zu Vancouver und als Ort für unsere allerletzte Nacht vor der Rückgabe bei Fraserway auch. Bei uns war sogar eine Doppelübernachtung dort geplant, um noch einen Tag für Vancouver nutzen zu können. Nachdem dann meine Familie gehörig Protest eingelegt hatte, wurde es stattdessen eine Doppelübernachtung auf dem Porteau Cove Campground. Wir hatten uns dann auf der Anreise vom Fähranleger in Tsawwassen zum Campground noch den besagten Mietwagen am Flughafen abgeholt und konnten so am nächsten Tag mit kleinem Fahrzeug Vancouver unsicher machen.
Auch das ist einer der Gründe, warum wir unsere Stadterkundungen grundsätzlich ans Ende der Reise legen, mit Mehrfachübernachtung im liebgewonnenen Camper auf einem nahegelegenen Campground. Da klingt die Reise immer sanft aus, es fällt das Abschiednehmen leichter, und dem häufig zitierten Abschiedsblues am Ende der Reise kann man so ebenfalls sehr gut begegnen.
Bei euren wunderschönen Erlebnissen auf Vancouver Island übrigens bin ich mir sicher, dass es mindestens noch ein drittes Mal auf dieser Insel für dich geben wird.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Hej Olaf
Der Reisebericht ist noch nicht zu Ende
aber schon im Voraus gern geschehen 
Schöne Grüsse
Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)
Hej Alex
Über die pro's und contra's einer Stadtbesichtigung am Anfang oder am Ende einer Womo-Reise haben wir auch schon miteinander diskutiert. Wir haben es auch schon mal umgekehrt gemacht und den Stadtbesuch ans Ende gesetzt. Ich persönlich kann Stadt nach so viel Natur nicht mehr ertragen, daher reise ich trotz Frust am letzten Tag ieber direkt nach Hause. Für uns hat es so gepasst. Super fand ich vor allem die Nähe zu Fraserway, das hat mich das letzte Mal, als wir von Porteau Cove her kamen, doch ziemlich gestresst.
Das Fazit mit einem Ausblick wird noch folgen
. Sag niemals nie, aber wenn ein drittes Mal VI dann nur wegen der Bären ...
Grüessli
Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)
Hallo Flo,
um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen: Eine Stadterkundung am Ende einer Womo-Reise mit Übernachtung in einer festen Unterkunft, wie ihr es damals auf eurer ersten Kanada-Reise probiert habt, käme auch für uns einem ziemlichen Schock gleich. Das ganze Drumherum einer solchen Hotelübernachtung mit all den Nachteilen, die auch ihr damals erlebt habt, wäre auch für uns alles andere als schön. Solche Dinge wie die zeitaufwendige Restaurant-Suche am Tag der Ankunft im Hotel, die schmalen Betten, die lärmende Hotel-Klimaanlage, die fehlende Möglichkeit zur Zubereitung oder Einnahme von Mahlzeiten auf dem Zimmer, der fehlende Kühlschrank und als schwacher Trost dann allerhöchstens noch ein Hotel-Pool. Da könnten auch wir die Stadt nach so viel Natur nicht mehr ertragen, das ginge uns ganz genauso. Das hatte ich auch nicht gemeint gehabt. Und ich glaube, das weißt du auch.
Den großen Unterschied zur häufig praktizierten Variante des ein-, zwei- oder dreitägigen Hotelaufenthalts mit Jetlag an den ersten paar Reisetagen macht ja nicht die Stadterkundung für sich genommen am Ende der Womo-Reise. Nein, es ist ihre Kombination mit der Mehrfachübernachtung im Camper auf einem nahegelegenen Campground, wie ich es oben auch geschrieben hatte. Natürlich möglichst auf einem schönen staatlichen Campground in der Natur. So haben wir es zumindest seit unserer zweiten Reise immer gemacht. Unter diesen Voraussetzungen sind unsere vorherigen Erlebnisse in der Natur immer so beeindruckend und so nachhaltig gewesen, dass sie die anschließenden paar Tage in der quirligen großen Stadt unbeschadet überstanden haben. Diese Variante habt ihr, glaube ich, noch nicht ausprobiert.
Eine Mehrfachübernachtung an den letzten Reisetagen in einem Hotel jedenfalls käme auch für uns garantiert nicht in Frage. Auch nicht in einer naturnahen Airbnb-Unterkunft, draußen, vor den Toren der Stadt, wie es manche als Alternative machen. Denn da wären wir gefühlt schon wie auf Durchreise. Wir würden de facto auf gepackten Koffern sitzen, anstatt unseren Womo-Urlaub noch bis zum Heimflug auskosten zu können. Sogar der Rhythmus der Stadterkundung selbst würde von einer festen Unterkunft aus für uns anders als von einem Campground aus ablaufen, das gilt auch für die oben genannte Airbnb-Variante. Wir wären in Gedanken schon wie auf einer ganz normalen Städtereise. Uns würde es jedenfalls so gehen. Für so etwas wäre uns unsere gemeinsame Reisezeit dort drüben einfach zu kostbar. Uns würden die vielen kleinen Dinge fehlen, die vor allem die Morgen und die Abende des Camperlebens ausmachen. Wie das Erwachen in der Natur im vertrauten rollenden Zuhause, der Kaffee, der Tee und auch der Toast vom Gasherd des Campers, der Blick auf die Natur schon beim Öffnen der Campertür, das gemeinsame Tischdecken an der gewohnten Tisch-Bank-Kombi, das Frühstück in Privatsphäre auf der Campsite, der gut bestückte eigene Kühlschrank und Getränkevorrat, um sich seine Tagesverpflegung für unterwegs zubereiten zu können, und nicht zuletzt die Abende und Nächte auf der Campsite und im Camper.
Bin schon gespannt auf dein Fazit mit Ausblick, auch wenn du ja jetzt schon eine kleine Andeutung gemacht hast.
PS: Mit "auf eurer ersten Kanada-Reise" oben meinte ich natürlich eure erste hier im Forum sichtbare Kanada-Reise, also euren ersten Reisebericht hier. Eigentlich war es ja bereits eure zweite Kanada-Reise gewesen, das hatte mich ja hier an dieser Stelle schon mal verwirrt gehabt. Eure allererste Kanada-Reise war ja im Jahr 1997 gewesen.
PPS: Die morgendliche Fahrt mit zwei Fahrzeugen vom schönen Porteau Cove Campground zu Fraserway in Delta empfanden wir eigentlich als relativ stressfrei. Selbst wenn die Dump Station auf dem Porteau Cove mal wieder defekt sein sollte, was sie bei unserer Reise tatsächlich war, kann man alternativ auch an der Dump Station der Chevron-Tankstelle in Willingdon Heights in North Burnaby dumpen (siehe hier). Das hatte bei uns kaum zusätzliche Zeit in Anspruch genommen, weil wir da auch gleich noch volltanken konnten und damit dieser ohnehin notwendige Arbeitsgang ebenfalls schon erledigt gewesen war.
Viele Grüße
Alex
I love not man the less, but nature more
Reisebericht "The Big Circle" (LAX-LAX)
Hej Alex
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. Und zum Glück sind die Geschmäcker verschieden - die einen machen es am Anfang der Reise, die anderen am Ende mit Hotelzimmer oder wie ihr vom naturnahen Campground. Ich verstehe all deine Argumenten und kann sie gut nachvollziehen. Nur: Ich habe es eigentlich nicht so mit Städten, egal ob vor- oder nachher, ob mit Hotelzimmer oder vom Camper aus.
Aber Vancouver hat einen besonderen Stellenwert und meinem Mann hat es dermassen gut gefallen, dass eventuell noch ein vierter Besuch im Bereich des möglichen liegt. Für uns hat es auf dieser Reise so gepasst, wir hatten Honeymoon-mässig eine wunderschöne Suite direkt in Hafennähe, wunderbares Wetter und fühlten uns in der gewählten Umgebung sehr wohl.
Das Ende des Reiseberichts muss etwas warten, jetzt geht es erst einmal in die Berge.
So long
Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)
Liebe Flo,
Du hast ja so recht! Es ist bei uns auch jedesmal ein Trauerspiel, wenn es ans Putzen, Packen, Wegschmeissen und Aufräumen geht. Nachdem der Camper abgegeben ist, hängen wir daher meist noch einen "Stadttag" an hebt die Stimmung und normalisiert die Rückkehr in den Alltag. Ihr habt daraus noch ein letztes highlight gemacht durch das wunderbare Hotel(-zimmer) in deiner Lieblingsstadt Vancouver: Super geplant!
Ansonsten kann ich nur den Vorschlag von Olaf unterstützen: Bei Fernweh einfach eine Weile in deinen grossartigen RB mit den tollen Bildern eintauchen und das Kopfkino anwerfen! So mache ich's auch
Liebe Grüsse und "Hals- und Beinbruch" beim (vermutlich?) Skifahren
Irma
2012 Südwesten 2015 Yellowstone/Badlands/RMNP Herbstfahrer's Reiseberichte
Hej Alex
Und noch ein Nachtrag meinerseits:
Die allererste Reise nach Kanada im 1997 war auch eine Womo-Reise mit Start in Calgary und Ziel in Vancouver. Daher gab es bereits damals die Stadterkundung am Ende der Reise und auch vom Hotel aus 🥳.
Grüessli
Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)
Hej Irma
Da hast du womöglich etwas missverstanden. Wir sind nach der Camperrückgabe direkt zum Flughafen gefahren und am späteren Nachmittag abgeflogen. Das Ende folgt nach meinen Ferien und ja, korrekt, wir sind am Skifahren im Aletschgebiet ⛄️!
Herzliche Grüsse aus den Schweizer Bergen
Flo
Flo's Berichte: Westkanada mit VI (2016), Indian Summer in Ontario (2018), Colorado Plateau (2019), Rockies im Herbst (2021)
Hallo Flo,
oooh sorry, da habe ich was durcheinander gebracht.
Ich erinnerte mich an deine tollen Bilder aus Vancouver mit der wunderbaren Suite mit Hafenblick und habe die dann wohl bei eurer Abreise verortet. Wir haben uns auch oft am Ende einer Reise ein besonderes Hotel "gegönnt".
Nun bin ich gespannt, was du noch Spannendes im Köcher hast und wünsche dir herrliche Resttage im Schnee
Irma
2012 Südwesten 2015 Yellowstone/Badlands/RMNP Herbstfahrer's Reiseberichte