Womo-Abenteuer

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Tag 13: ein Tag im Death Valley

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Auda
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Beigetreten: 31.12.2020 - 16:39
Beiträge: 75
Tag 13: ein Tag im Death Valley
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Freitag, 21. Oktober 2022
Gefahrene Meilen: 
65 Meilen
Fazit: 
trotz Hitze viel gesehen

Heute haben wir es das erste Mal morgens ein bisschen eilig, wollen wir doch den Desolation Canyon trail laufen. Und da man ja früh morgens loslaufen soll, sind wir um 8.30 Uhr gut gerüstet mit allem was man bei einer Wanderung im DV dabei haben sollte abfahrbereit. Wo wir heute übernachten wissen wir noch nicht, aber wir hoffen einfach mal, dass es heute genauso leer sein wird, falls wir zurück kommen möchten. Um 8.45 Uhr sind wir am Parkplatz des Desolation Canyon, ebenfalls leer. Los geht es, das erste Stück ist nicht spektakulär, man läuft über viel Geröll. Ob es hier sonst einen Weg gibt? Man sieht, dass vor kurzem hier viel Wasser geflossen ist. Dann wird der Canyon so langsam etwas enger und bunter. Laut Beschreibung haben die Felsen eine ähnliche Farbpalette wie am Artists Drive. Da wir diesen wegen der Größe des RV nicht fahren dürfen, haben wir uns für den trail entschieden. Aber ich gehe mal davon aus, dass Artists Palette sehr viel farbenfroher ist. Keine Menschenseele begegnet uns auf dem trail, nur ein abgenagtes Skelett eines Coyoten lässt darauf schließen, dass wir wahrscheinlich nicht ganz alleine sind. Die Sonne steht inzwischen höher und es gibt kaum noch Schatten. Man kann erahnen, wie heiß es hier werden kann. Wir gehen zügig zurück. Für die knapp 6 km lange Strecke haben wir 2 Stunden benötigt. Am Parkplatz steht unser RV immer noch alleine, aber wir bekommen Besuch von 2 Ranger. Sie fragen uns, ob wir noch jemanden gesehen haben und ob uns der trail gefallen hat. Scheinbar geben sie etwas acht, ob jemand in der Mittagshitze noch unterwegs ist. 

Nach einem erfrischenden, kühlen Getränk geht es weiter bis zum Badwater Basin. Weiter dürfen wir nicht fahren, die Straße ist noch gesperrt. Wow, hier sind mal richtig viel Menschen, das ist ja mal eine Überraschung. Die meisten bleiben aber auf der Aussichtsplattform oder laufen nur ein paar Schritte. Wir laufen ein gutes Stück über die Salzkrusten, die bei unseren Schritten knirschen. Eigentlich haben wir ein etwas schlechtes Gefühl, wo so viele Menschen hier drüber laufen. Inzwischen ist es schon sehr heiß und wir laufen zügig zurück zu unserem Auto. Die Ranger sind wieder da und kontrollieren die Autos, ob jeder die Eintrittsgebühr bezahlt hat. Sie werden tatsächlich bei jemandem fündig, der das versäumt hat.

Unser nächster Stopp ist der Devils Golf Course und wir  laufen vorsichtig über die bizarr geformten Salzkrusten. Hier sind wir wieder ganz alleine, bis auf die Ranger, die wenig später angefahren kommen. Verfolgen Sie uns? 

 

Wir fahren wieder zurück nach Furnace Creek, wir wollen uns noch das Harmony Borax Museum anschauen, das ein kurzes Stück weiter ist. Es ist inzwischen sehr heiß, aber es ist ja nicht weit zu laufen. Auch hier sind wir fast die einzigen Besucher. Wir laufen den kurzen loop ab. Wenn man sich überlegt, wie die Menschen hier früher bei der Hitze gearbeitet haben, verrückt. Das Museum ist klein aber sehr informativ.

Es ist 14.00 Uhr und wir überlegen ob wir heute noch weiter nach Stovepipe Wells fahren sollen. Salt Creek Interpretive Trail, die Straßen nach Norden, alles ist noch gesperrt. Da wir noch gerne den Mosaic Canyon trail laufen möchten, entschließen wir uns weiter nach Stovepipe Wells zu fahren und dort zu übernachten. Nach einer halben Stunde 
kommen wir an die Mesquite Dunes. Dort war ich dann doch etwas enttäuscht. Von hohen Dünen nichts zu sehen, es war nur etwas hügelig. Sind die Dünen nicht so hoch oder liegt es auch an den Wasserfluten, die hier vor kurzem durchgerauscht sind? Wir halten uns nur kurz auf, es ist eh noch viel zu heiß. 
In Stovepipe Wells suchen wir uns einen Platz auf dem NP Campground, auch dieser ist bis auf ein weiteres RV leer. Auf den Stellplätzen des privaten Campgrounds mit Strom stehen sie dafür dicht an dicht. Wir suchen uns wieder ein Platz ganz hinten. Hier gibt es auch ein paar Tische bei den Zeltplätzen. Wenn nicht noch jemand anreist, können wir ja einen nutzen. Zuerst gehen wir in dem gemütlichen Saloon etwas trinken, die Idee hatten noch mehr, wir ergattern den letzten Tisch. Wir verschieben den Mosaic trail auf morgen früh, die Hitze hat uns doch etwas geschlaucht. Im Schatten unserer Markise machen wir es uns für den Rest des Tages gemütlich und wundern uns, dass nicht noch mehr Camper kommen, immerhin ist es Freitag Abend. Da dachten wir, wird es sehr voll. Der Texas Springs Campground hat uns besser gefallen, da gab es an jeder site einen Tisch mit Bank, hier nur an den Zeltplätzen. Obwohl der Stovepipe Wells CG mit 14$ sogar etwas teurer war. Wenn es hier voll ist, steht man wie die Ölsardinen, das würde uns nicht gefallen. Aber, wenn ich von den vielen tollen Sternenhimmeln die wir gesehen haben, einen wählen müsste, dann würde meine Wahl auf Stovepipe Wells fallen.