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Tag 12 - White Rim Road Teil 2 - there and back again

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JoIn
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Tag 12 - White Rim Road Teil 2 - there and back again
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Dienstag, 23. September 2025
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen
Fazit: 
Einen Hinweg gibt es nicht ohne Rückweg

White Rim Road – Teil 2

 

Mit dem ersten Morgenlicht bin ich wach. Mein Mann schläft noch. Ich möchte ihn nicht wecken, die Fahrerei wird wieder sehr anstrengend sein. Bereits im Vorfeld hatten wir uns entschieden, nicht die gesamte White Rim Road, welche 110 Meilen lang ist, zu fahren. Erstens wäre dafür ein noch deutlich geeigneteres Fahrzeug sinnvoll. Zweitens weiß ich nicht, ob meine Nerven das mitgemacht hätten. Denn der zweite Teil wird als noch deutlich anspruchsvoller beschrieben. Die Strecke bei Murphy Hogback und Hardscrabble Switchbacks gilt als der schwierigste Abschnitt.

Zunächst aber findet unser Frühstück draußen statt, mit Brot und dem kalten Kaffee. Nicht gerade Sterneküche, aber ausreichend.

Die Radfahrer machen sich ebenfalls bereit, und während die ersten losfahren, packen wir zusammen, spielen nochmal Tetris, diesmal rückwärts, damit alles wieder reinpaßt, und los geht´s gegen 9:30Uhr.

Wieder die gleiche Strecke, beide haben wir im Moment wenig Lust. Mein Mann fährt aber heute deutlich zügiger als gestern. Er will es hinter sich bringen.

... am Abgrund entlang

... rauf und runter

... mit Schieflage

... und nochmal am Abgrund...

... schlängelt sich die "Straße"

Irgendwie sind wir dann doch heute auch entspannter als gestern, mit der Erfahrung, dass ja alles geklappt hat. Deshalb erreichen wir auch schon gegen 13Uhr die Aufzweigung Shafer Trail/Shafer Basin Road via Potash. Erleichterung macht sich breit. Ich überlasse dem Fahrer die Entscheidung, wie wir weiterfahren. Er nimmt den Abzweig nach Moab, das sind aber nochmal 32 Meilen. Die Hälfte davon über Pisten, die zumindest ähnlich wie die White Rim Road sind, nur nicht ganz so heftig. Den Shafer Trail hinauf scheut er ein bisschen. Also ab auf die Potash Road und vorbei an den Becken.

Schließlich aber erreichen wir wieder asphaltierte Straße und bald auch Moab, was für ein wunderbares Gefühl! Wir haben es geschafft!

Im Nachhinein sind wir sehr dankbar, dass wir die White Crack Campsite, die als schönste aller Campsites entlang der White Rim Road gilt, nicht buchen konnten. Denn bis dorthin wäre es noch ein ganzes Stück weiter gewesen. Retrospektiv betrachtet wäre uns der Einsatz zu hoch gewesen.

In Moab tanken wir voll und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein. Gegen 16Uhr erreichen wir wieder den CG und fahren noch kurz zum Overlook, um uns unsere Tour einmal von oben anzuschauen. Die Sonne steht schon tief, auch heute ist es bereits kühl.

Grillen und Campfire finden langärmelig statt, wieder mit Decke.

Diesmal höre ich das Geräusch. Da ist er wieder, unser Freund, der Fuchs, der uns bereits vorgestern besucht hat. Aus dem Augenwinkel sehe ich gerade noch, wie er sich mit etwas im Maul aus dem Staub macht. Unsere Hershey-Schokolade für die S´mores! Vorwitziger kleiner Dieb!

Als wir trotz Feuer und Decke zu sehr frieren, verschwinden wir im Trailer und schnell auch im Bett.

 

 

Unser Fazit der White Rim Road, unmittelbar nach der Ankunft im Dead Horse Point State Park aufgeschrieben mit all den ganz frischen Emotionen, die uns 2 Tage lang bewegt haben:

Ja, es ist zwar auf jeden Fall machbar mit einem "normalen" SUV mit Allrad und High Clearance, vorausgesetzt der Fahrer kennt sich damit aus und weiß alle technischen Möglichkeiten entsprechend einzusetzen und zu nutzen.

Aber.

Wir würden es zukünftig nur noch mit einem technisch (noch) besseren Fahrzeug machen, mehr High Clearance, breitere, dickere Reifen, besserer Stoßdämpfer(!). Höher, breiter, stärker. Es war am Ende eine Erfahrung, die uns mehr Stress als Spaß gemacht hat. Dazu hat sicher das Wetter am Abend beigetragen, das uns einen Strich durch ein sonst grandioses Camping-Erlebnis in der Wildnis gemacht hat und die Übernachtung etwas ungemütlich und unentspannt hat werden lassen. Dafür kann natürlich keiner was, das lässt sich nicht vorplanen.

Mit mehr zeitlichem Abstand betrachtet finden wir es aus heutiger Sicht trotzdem cool, dass wir es gewagt haben und definitiv an unsere Grenzen gegangen sind. Sicher werden wir dieses Erlebnis nie vergessen. Dies ist auch als Planungs- und Entscheidungshilfe für alle gemeint, die das gleiche vorhaben. Seid gut vorbereitet und euch bewusst, was da auf euch zukommt, dann wird es sicher ein unvergessliches und aufregendes Erlebnis.

LG, eure Inga

Joho
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RE: Tag 12 - White Rim Road Teil 2 - there and back again

Spannend, liebe Inga. 

Wir werden April/Mai nächsten Jahres eine ähnliche Route fahren. Ich bin schon fleissig bei dir am mitlesen. Allerdings gab es kein Gespann mehr. Daher nehmen wir Graners C29, was ich erst sehr schade fand, denn ich wäre gerne mal ohne RV unterwegs gewesen. Allerdings werde ich von dir nun an die Vorteile des WoMos erinnert, so dass ich den Jeep vielleicht nicht so sehr vermissen werde. 
Ich bin schon gespannt auf Eure Tage rund um Page. Da (und beim Goblin SP) bin ich noch am planen. 
 

Liebe Grüsse 

Johannes 

JoIn
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RE: Tag 12 - White Rim Road Teil 2 - there and back again

Lieber Johannes,

ja, spannend war es wirklich!

Die Vorteile des Gespanns liegen auf der Hand: die White Rim Road zum Beispiel, auch die Erreichbarkeit des Trail Heads im Needles District (kommt noch), und zwischen Page und Kanab. Deshalb war es für uns diesmal perfekt.

Allerdings würden wir beim nächsten Mal wieder ein Womo nehmen. Weniger umständlich, besser zu rangieren, und das Fahrgefühl irgendwie cooler. Auch beim Buchen der Campgrounds war es wegen der Gespann-Länge etwas umständlicher. Aber das ist eine sehr persönliche Einschätzung. Jessica und Tobias haben uns erzählt, dass die allermeisten nach dem ersten Gespann wieder eins buchen wollen. Ich denke, dass diese Entscheidung sehr von der Routen- und Aktivitätenplanung abhängt.

Das C29 ist sicher super - vor allem wegen des begehbaren Betts! 

Da bin ich schon sehr gespannt auf eure Route.

Viele Grüße, Inga

 

Kochi
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Beigetreten: 21.08.2009 - 11:52
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RE: Tag 12 - White Rim Road Teil 2 - there and back again

Hi Inga,

noch, wie er sich mit etwas im Maul aus dem Staub macht. Unsere Hershey-Schokolade für die S´mores! Vorwitziger kleiner Dieb!

…dieser Schlingel 😂😳

Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de

 

 

 

Joho
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RE: Tag 12 - White Rim Road Teil 2 - there and back again

Hallo Inga

Das begehbare Bett hat auch meine Frau schon überzeugt smiley

Hier ist unser Plan: https://www.womo-abenteuer.de/routenplanung/joho/utah-2026-3-wochen-womo...

Wenn Du noch Tips hast, gerne!

Schönen Gruss
Johannes