Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

12. Tag Die Tetons rufen

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Sunny24
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Beigetreten: 20.08.2025 - 08:58
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12. Tag Die Tetons rufen
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Heute hieß es Abschied nehmen vom Yellowstone. Wir hatten uns sehr in dieses wunderschöne Fleckchen Erde verliebt. Aber noch war es nicht ganz vorbei. Aufgrund eines Reiseberichts hier im Forum haben wir uns entschlossen, den Sonnenaufgang im West Thumb Geyser Basin zu beobachten. Der Wecker klingelte entsprechend früh. Um 05:37 Uhr sollte die Sonne aufgehen. Wir machten uns also schnell fertig und fuhren zum Parkplatz. Hier trafen wir einen Ranger, der die Mülltonnen leerte und sahen noch genau ein anderes Auto. 
Als wir am Basin ankamen, war die Sonne bereits am Horizont und erstrahlte in einem satten Orange. Alles wurde in ein fast magisches Licht getaucht. Wir schlenderten über die Holzstege, fotografierten was das Zeug hielt und genossen einfach die Ruhe. Wir trafen nur einen anderen Touristen, der mit seiner Kamera ebenfalls den Sonnenaufgang einfing. Die Dampfschwaden, die von den heißen Pools aufstiegen, erzeugten in Verbindung mit der glühenden Sonne ein besonderes Schauspiel. Es wirkte fast so, als würde das Basin in Flammen stehen.
 
  
  
 
Nach einer guten halben Stunde war alles vorbei, die Sonne wandelte ihr Licht von orange zu gelb und wir suchten uns mit dem WoMo einen ruhigen Parkplatz, wo wir frühstücken konnten. Wir fuhren nochmal zur Marina. Anschließend warteten wir darauf, dass die Geschäfte öffneten, da wir uns noch das von unserem gestrigen Guide Dylan empfohlene Buch “Death in Yellowstone” kaufen wollten. Dieses war schnell gefunden und nun wollten wir den Yellowstone endgültig verlassen. 
Auf dem Weg aus dem Park hielten wir noch an den Moose Falls. 
Wir verließen den Yellowstone und erreichten kurz darauf bereits den Grand Teton Nationalpark. Die Parks werden durch den John D Rockefeller, Jr. Memorial Parkway verbunden.
Nach dem Foto vom Eingangsschild hielten wir als nächstes am Jackson Lake Overlook. Obwohl wir noch nicht weit vom Yellowstone entfernt waren, kamen wir uns doch vor wie in einer ganz anderen Welt. 
 
 
 
Wir befuhren dann die Outer Road und unser nächster Stopp war die J. P. Cunningham Cabin. Bei diesem Ausblick versteht man, wieso sich die Menschen damals hier niedergelassen haben.
 
 
 
Wir besichtigten die Cabin und fuhren dann zur bekannten Mormon Row. Hier ließen sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts mormonische Siedler nieder, die im Angesicht der Teton Range ein kleines Dorf aufbauten. 
Die Mormon Row und insbesondere die T.A. Moulton Barn sind bekannte Fotomotive. Wie so oft, war es schwer, an diesem “Instagram Hotspot” einen Parkplatz mit dem Wohnmobil zu finden. Wir schafften es aber und schauten uns erstmal um. Ja, es hat was, diese alten Gebäude vor dieser schönen Kulisse zu sehen. Aber am Ende sind es doch nur ein paar Häuser und Scheunen. Den Ausblick hat man im ganzen Park und die selbsternannten Influencer tun ihr Übriges. Wir machten zwar auch ein paar Fotos, waren aber schnell wieder zurück am Camper.
 
 
Wer Ruhe und Ausblick genießen möchte, sollte lieber die J. P. Cunningham Cabin besuchen. Dort war es wirklich idyllisch. 
 
Nach so vielen Tagen im Nationalpark zog es uns jetzt mal wieder in die Stadt und so steuerten wir Jackson an. Dieses liegt südlich vom Grand Teton und ist eine typische Touri-Cowboy-Stadt. Zunächst ging es zum Supermarkt, wo wir nochmal die letzten Lebensmittel einkauften. Dann wollten wir die Stadt erkunden und ließen das Wohnmobil beim Jackson Ranger District stehen. Von dort war es nur ein kurzer Fußmarsch zum Town Square. Auf dem Town Square findet man die berühmten Bögen aus Wapiti Geweihen. Wir sahen uns in der Stadt um, bummelten durch die Geschäfte und tranken beim Cowboy Cafe einen Iced Huckleberry Mudpot.
 
 
 
Es war wirklich heiß und so beschlossen wir, nach etwa 1,5 Stunden den Rückweg anzutreten und unsere Campsite auf dem Signal Mountain Campground zu beziehen. Dort angekommen, stellten wir fest, dass unsere Site ziemlich schief war. Das leveln half zwar etwas, aber komplett ausgleichen konnten wir es nicht. 
Wir schlenderten dann noch zur Signal Mountain Lodge, wo wir uns im Store umsahen und das Wifi der Lodge nutzen konnten. 
Zurück auf dem Platz mussten wir feststellen, dass ein großer Wapiti-Bulle die Nachbarschaft unsicher machte. Er war zwar nicht an uns Menschen interessiert, aber leider entschied er sich, direkt an den Campern zu grasen, sodass unsere Nachbarn ihre Site nicht mehr betreten konnten. Diese großen Tiere sind wirklich respekteinflößend.
 
  
 
Wir unterhielten uns dann eine ganze Weile mit den Nachbarn, die aus verschiedenen Teilen der USA kamen.
Irgendwann kam der Host und verscheuchte den Wapiti. Wir verabschiedeten uns daraufhin von den Nachbarn, entzündeten noch ein Feuer und grillten HotDogs.