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14. Tag Seen & mehr im Grand Teton

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Sunny24
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Beigetreten: 20.08.2025 - 08:58
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14. Tag Seen & mehr im Grand Teton
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Samstag, 21. Juni 2025
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen
Fazit: 
Der Tag begann mit unserem Lieblings-Wapiti-Bullen vor dem Küchenfenster. Ganz gemütlich kaute er sein Frühstück, während wir ihn fotografieren durften. 
Leider meldete sich die Batterie wieder und der Kühlschrank war bereits aus. Da es im Camper aber sehr kühl war, machten wir uns erstmal nicht so große Sorgen um unsere Lebensmittel. Nur heizen konnten wir natürlich auch nicht, und so mussten wir uns für das Frühstück warm anziehen. 
 
 
Unser erstes Ziel war heute der String Lake. Den hatten wir ja bereits gestern bei unserer Wanderung um den Jenny Lake kurz gesehen. Als wir um kurz nach 8 Uhr ankamen, hatten wir schon Angst, keinen Parkplatz mehr zu finden. Auf den ersten beiden Plätzen, wenn man zum String Lake fährt, war nämlich entweder schon alles besetzt oder ein Parkverbot für RVs. Auf dem Parkplatz vom Leigh Lake Trailhead war dann aber noch reichlich frei und da dieser ebenfalls am String Lake liegt, kein Umweg für uns. 
Auf dem 6 km langen Rundweg um den See konnten wir herrliche Ausblicke genießen und viel Ruhe finden. Andere Wanderer begegneten uns kaum. Das Wetter war mal wieder sehr schön, jedoch deutlich kühler als die letzten Tage. Die meiste Zeit benötigte man einen Pullover.
 
 
 
 
Anschließend steuerten wir unser nächstes Ziel an, den Taggart Lake. Der offizielle Parkplatz war bereits voll, aber entlang der Straße fanden wir noch ein schönes Plätzchen. 
Wir hatten uns entschlossen, auch hier den Loop zu laufen. Viele Leute nehmen nur den kürzeren Out-and-back-Trail. Dieser war unser Hinweg und entsprechend ziemlich voll. Auch die Steigung war nicht immer ohne. Der Trail selbst war nichts besonderes. Am See suchten wir uns dann ein ruhiges Plätzchen abseits der Massen und genossen wieder mal ein leckeres Getränk und Snacks. Der Rückweg war viel schöner als der Hinweg, man hatte eine fantastische Aussicht auf Wälder und Berge und es war weniger los. 
 
 
 
 
Die Fahrt ging weiter und unser nächster Halt war das Craig Thomas Discovery and Visitor Center. In diesem wirklich schön gestalteten Visitor Center erfährt man alles über die Geschichte und die Flora und Fauna des Parks. Wir hielten uns hier einige Zeit auf und ließen die Ausstellung auf uns wirken. 
Ein letzter Stopp folgte dann noch an der Chapel of the Transfiguration und in Menors Ferry Historic District. Die kleine Kapelle ist bekannt für ihr Fenster hinter dem Altar, durch das man die Teton Range sehen kann. In Menors Ferry Historic District reist man praktisch zurück in die Zeit, als sich die ersten Siedler in der Gegend niederließen und der Snake River oft nicht einfach durchquert werden konnte. Bill Menor baute eine Fähre und so konnten Menschen, Pferde und Wagen sicher ans andere Ufer gebracht werden. Als 1927 eine Stahlbrücke gebaut wurde, wurde die Fähre überflüssig. Heute kann man dort ein Replikat der damaligen Fähre und einige alte Gebäude sehen.
 
 
 
Der Hunger trieb uns schließlich zurück auf den Campingplatz. Da wir in diesem Urlaub bisher praktisch nur gegrillt bzw. selbst gekocht hatten, entschieden wir, uns jetzt mal bedienen zu lassen und steuerten die Signal Mountain Lodge an. Nach dem sehr leckeren Essen ging es zurück auf den Campground.
 
Die Batterie war jetzt bereits wieder fast leer und wir hegten langsam den Verdacht, dass sie sich nur noch über das Solarpanel aufladen ließ und dass möglicherweise die Wasserpumpe extrem viel Strom zog. Sobald wir mit dem Camper in der Sonne standen, war die Batterie schnell wieder voll, das Fahren hingegen brachte kaum etwas. Und sobald wir die Wasserpumpe nutzten, war die Batterie schnell wieder leer. Da die Probleme erst auf diesem Campground (wieder) aufgetaucht waren, fragten wir uns auch, ob die schiefe Site etwas damit zu tun haben könnte. Wir levelten zwar immer bestmöglich, es war jedoch trotzdem noch etwas schief. Da unsere letzten Tage bereits angebrochen waren, entschieden wir uns, El Monte nicht mehr zu kontaktieren und die restlichen Tage noch zu genießen. Tagsüber war die Batterie in der Regel ja voll, es wurde nur über Nacht zum Problem. Im Kühlschrank waren kaum noch verderbliche Lebensmittel und über Nacht wurde es sowieso kalt im Camper. Das bedeutete zwar, dass wir uns etwas einschränken mussten, eine Reparatur in Jackson hätte uns aber viel Zeit gekostet.
 
Wir verbrachten den restlichen Tag noch mit Lesen und am Lagerfeuer sitzen.