Womo-Abenteuer

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Tag 23: RV Abgabe - Peggy´s Cove - Halifax und ein verspäteter Abschied

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Chrissy78
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Tag 23: RV Abgabe - Peggy´s Cove - Halifax und ein verspäteter Abschied
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Samstag, 1. August 2026
Gefahrene Meilen: 
93 Meilen
Fazit: 
Noch nie kam uns ein verspäteter Rückflug so gelegen wie heute!

Da unser Flieger erst heute Abend um 19:30 Uhr abheben soll, haben wir uns für den heutigen Tag – wieder eine Parallele zu 2016 – noch einen Mietwagen gegönnt.
(Vor 10 Jahren hob unser Flieger erst um 21 Uhr ab. Da hatten wir etwas mehr Zeit und nutzten den halben Tag bei traumhaftem Wetter, um zum Swissair-Memorial 111, nach Peggy’s Cove und zur Halifax Waterfront zu fahren.)
Die Wettervorhersage für heute ist zwiegespalten – zwei Apps sagen „Sonne & Regen“, eine sagt „Wolken“ und eine „Regen“. Super – aber wenn wir etwas in den letzten drei Wochen gelernt haben, dann das: Man kann hier kein Wetter zuverlässig vorhersagen!
Wir rollen um 9 Uhr bei Fraserway auf den Hof und sind die Ersten. Eine Mitarbeiterin ist sofort bei uns und dokumentiert alles (wir haben z. B. den Henkel einer Tasse abgebrochen – „passiert halt“).
Im Großen und Ganzen lief alles rund, es waren nur kleinere Problemchen, die wir selbst lösen konnten.
Leider hatte ich bei der Übernahme vergessen, das WoMo von innen zu fotografieren... also jetzt nach 3 Wochen nochmal Bilder von innen - zumindest kann man den Grundriss erkennen, schick aussehen tut es jetzt nicht mehr
🤣
Wir verstauen unsere übrigen Campingutensilien im "Häuschen", wo Camper für Camper ihre nutzbaren Dinge weitergeben können, dann müssen nur 10 Minuten warten, dann kommen schon zwei Shuttles vom Flughafen, voll beladen mit neuen Gästen, und wir können zum Flughafen gebracht werden.

      

      

Unser Fahrer lässt uns direkt an der Mietwagengarage am Flughafen raus. Den Mietwagen bei Alamo bekommen wir auch sehr zügig und da das Wetter zumindest nicht nach Regen aussieht, wagen wir uns – wie 2016 – nach Peggy’s Cove. Was wir nicht mehr auf dem Schirm hatten, ist, dass die Strecke doch recht lang ist, aber es ist wirklich entspannt, mit dem Auto zu fahren – im Vergleich zum Camper.

Nach 11 Uhr erreichen wir das Swissair-Memorial 111 – hier stürzte 1998 eine Swissair-Maschine nach einem Kabelbrand ins Meer, es gab keine Überlebenden.
Das Wetter hält, der Himmel klart sogar auf und hin und wieder zeigt sich die Sonne. Wir klettern auf den Felsen und Pfaden ein Stück Richtung Meer und beobachten die Wellen, wie sie gegen die Felsen klatschen.
Von Weitem sehen wir schon die vielen Touris auf den Felsen rund um Peggy’s Cove herumlaufen. Wahnsinn, so überlaufen war das vor 10 Jahren nicht – und wir sind jetzt sehr froh, diesen Ausflug nicht mit dem WoMo zu machen.

      

      

Die parkenden Autos stehen schon fast 1 km VOR dem Abzweig nach Peggy’s Cove links und rechts am Straßenrand. Irre!!! Ich bin drauf und dran zu sagen, dass wir uns das heute schenken können, aber wir wollen es einfach mal versuchen, einen „legalen“ Parkplatz – am liebsten direkt oben am Leuchtturm – zu ergattern. Die Menschenmassen wälzen sich über die Wege und Straßen hoch zum Leuchtturm, von den Autos und Reisebussen ganz zu schweigen. OMG! Das hat sich in den letzten 10 Jahren wirklich rasant verändert! Diese ganzen neuen Parkplätze hatten wir nicht in Erinnerung, ebenso wenig die riesige Viewing-Plattform, die kleinen Plattformen mit „Kanada-Stühlen“ und die riesigen WC-Häuser.
Und dann haben wir doch tatsächlich den Sechser im Lotto gezogen: Eine Familie läuft über den Parkplatz und der Mann winkt uns zu, dass wir ihm folgen sollen. Wir ergattern seinen Parkplatz ganz oben direkt am Leuchtturm. 😉 Glück gehabt!

Vor dem Leuchtturm treffen wir auf einen Schweizer, der seine „Schleich“-Kühe auf den Felsen platziert hat und Alphorn spielt…
Direkt daneben wird eine öffentliche Trauung vorbereitet und drumherum stehen Hunderte Touris. Wir laufen alles mal gemütlich ab und klettern auf den Felsen herum, bis es schlichtweg zu heiß wird. Die Sonne knallt ganz schön, die Wolken sind weg und es wird schlagartig heiß. Was bin ich froh, eine kurze Hose angezogen zu haben.

      

      

      

      

Es ist halb drei, als wir uns langsam zurück auf den Weg Richtung Flughafen machen. Eigentlich wollten wir irgendwo noch etwas Essen gehen, aber die Zeit rennt. Schade. Halifax Waterfront schaffen wir nicht mehr, das wird zu knapp. Also entscheiden wir uns, zum Flughafen zu fahren und dort vor dem Abflug noch das späte Mittagessen nachzuholen.
Wir sind etwa 15 Minuten unterwegs, da bekomme ich eine Nachricht von Discover:
Wegen eines technischen Defekts musste die Maschine von Frankfurt nach Halifax ausgetauscht werden und wird Halifax mit Verspätung erreichen. Unsere neue Abflugzeit: 20:50 Uhr!

Ich glaube, ich habe mich noch nie so über eine Verspätung gefreut. 😉
Passt, also ab nach Halifax!

Wir finden in Halifax sogar einen Parkplatz direkt an der Waterfront vor Tim Hortons – der uns leider vom Ambiente her nicht zusagt. Die erste Idee ist, noch mal die Foodtrucks zu besuchen, aber in Halifax ist heute die Hölle los! Klar – Wochenende und Busker Festival, haben wir nicht bedacht. Nachdem wir uns durch die Menschenmassen bis zur Gorch Fock gekämpft haben und kurz überlegen, ob wir sie uns doch noch anschauen wollen (heute ist sie für Besucher geöffnet), drehen wir bei den Anstehschlangen an den Foodtrucks um und gehen zurück Richtung Auto. Das macht bei den Menschenmassen heute keinen Sinn mehr. Hatte ich erwähnt, dass es echt heiß in der Sonne ist???
Neben Tim Hortons finden wir ein schattiges Plätzchen im Steakhouse und gönnen uns Lobster Roll und Trüffel-Pommes, bevor wir Richtung Flughafen aufbrechen.

      
Mietwagenabgabe und Kofferaufgabe am Flughafen klappen problemlos. Wir sitzen noch eine Stunde bei Tim Hortons und trinken einen Kaffee, dann geht es durch die Sicherheitskontrolle ans überfüllte Gate.

         

Um 20:50 Uhr beginnt das Boarding – wir starten also nicht ganz pünktlich (Verspätung haben wir ja eh schon).
Das System hat uns in Reihe 24 gesetzt, auf den Gang- und Mittelplatz in der Viererreihe in der Mitte. Da wir es nicht einsehen, für Wunschplätze Geld zu bezahlen, ist das für uns okay. Immerhin sitzen wir zusammen – Lufthansa verteilte uns im Frühjahr bei einer Reise als vierköpfige Familie im gesamten Flieger!
Was mir allerdings gar nicht gefällt, ist der Sitzabstand. Auf dem Hinflug war der durchaus komfortabel, aber jetzt eine absolute Katastrophe. Ich gehe mal davon aus, dass der ausgetauschte Flieger sonst eher Kurzstrecken fliegt – hoffe ich zumindest.

      
Sitzen, Essen und Schlafen wird zur Herausforderung und wir sind froh, als wir mit „nur“ knapp 1,5 Stunden Verspätung am Sonntagmorgen um 8:20 Uhr landen (statt um 7:00 Uhr) bei kuscheligen +27 Grad am Morgen…

Für die Statistik:
Gefahren: 150 km
Gelaufen: 12.465 Schritte
Wetter: sonnig & bewölkt, 23 Grad, in der Sonne gefühlt knapp 30 Grad
Flieger: Discover 4Y75 nach FFM, Flugdauer 6h20 (19:30 20:50 – 7:00 8:20)

2010 Südwest-USA ; 2012 Yellowstone&Co; 2014 Nordwest-USA/Kanada ; 2016 Ost-Kanada ; 2018 Australien 2024 BC-Yukon-Alaska; 2026 Ost-Kanada

 

Ef_von_Iks
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Beigetreten: 28.02.2019 - 13:17
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RE: Tag 23: RV Abgabe - Peggy´s Cove - Halifax und ein verspätet

Hatte das Wohnmobil in der Dinette etwa 3-Punkt-Gurte? Habe ich bisher noch bei keinem Wohnmobil in Nordamerika gesehen und wäre, gerade für Familien mit Kindern in Kindersitzen, ein echter Mehrwert.

Ihr hattet jedenfalls besseres Wetter in Peggy's Cove als wir letztes Jahr. Da ist der Hurricane draußen auf dem Meer vorbei gezogen und es hat ziemlich stark gewindet bei uns.

Gruß

Felix

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Jedes große Abenteuer beginnt mit den Worten: Ich glaube ich kenn da 'ne Abkürzung.

 

Janina 141
Bild von Janina 141
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Beigetreten: 27.12.2015 - 13:16
Beiträge: 1125
RE: Tag 23: RV Abgabe - Peggy´s Cove - Halifax und ein verspätet

Hallo Chrissy,

Peggy’s Cove ist natürlich ein wunderbares Finale. Wieder ein schöner Bericht, mit toll vielen Infos und schönen Bildern, vielen Dank!

Liebe Grüße, Janina.