Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 13-15 South Bay Resort

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Geraldine
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Beigetreten: 29.03.2017 - 13:41
Beiträge: 92
Tag 13-15 South Bay Resort
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
30.08.2019
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen
Fazit: 
Im Sommer einfach wunderbar

Heute ist Fahrtag und wir machen uns auf dem Weg, weg vom Killarney PP, hin in Richtung South Bay Resort auf Manitoulin Island. Da am Montag hier Labour Day ist, mussten wir schon im Vorfeld für das ganze Wochenende, also für 3 Nächte, einen Campingplatz finden und buchen. Hoffentlich gefällt es uns hier auch. Das Wetter war bewölkt, jedoch ohne Regen. Als ersten fahren wir jedoch zum Dumpen. Praktischerweise liegt die Dumpstation nur 1km vom Campground entfernt. Das Dumpen ist wie immer kostenlos, bisher mussten wir fürs Dumpen noch nie etwas bezahlen. Aus Westkanada kannten wir seither immer nur die obligatorischen $5 für diesen Vorgang. Zunächst mussten wir aber die Stichstraße wieder zurück und fuhren dann auf dem Trans-Kanada-Highway weiter in Richtung Sudbury. Auf diesem Wegstück wird der Trans-Kanada-Highway neu gebaut. Da es aber eine neue Streckenführung geben wird, wurden wir nicht doch Baustellen etc beeinträchtigt. Wir fahren auf der Suche nach einem Supermarkt nach Sudbury rein und finden hier schon bald einen Food Basics Supermarkt mit großem Parkplatz. Perfekt also. Vor der Weiterfahrt gibt es noch ein Mittagsvesper auf dem Parkplatz im Womo und weiter geht's über die Drehbrücke auf die Insel. Die Fahrt über die Insel gefiel mir sehr gut, endlich mal nicht nur Wald. Gegen 16 Uhr kamen wir am Campground an. Im Vorfeld hatten wir nur per Email und telefonisch Kontakt mit Carlos vom South Bay Resort und waren entsprechend gespannt, ob das mit der Reservierung auch so alles geklappt hat. Hat es und nach den Check-In Formalitäten bezogen wir unsere Site C5 mit Strom und Wasser direkt am See. Kurz vorher muss es hier mächtig geregnet haben, denn der ganze Bereich stand hier unter Wasser. Zur Freude von 2 Kanadagänsen die hier ihren Fressplatz eingerichtet hatten. Bis auf das hohe Wasser war der Platz aber ein echter Traum. näher am Wasser kann man einfach nicht stehen.

 

Die Jungs erkunden den Campground und den Spielplatz und wollen unbedingt und sofort die dort vorhandenen Kinderkajaks ausleihen und testen. Wir vertrösten sie jedoch auf den nächsten Tag, bei hoffentlich noch besserem Wetter, 10° mehr und weniger Wind. Zwischenzeitlich hatten wir zwar wieder Sonnenschein, es war jedoch merklich kühler. Bei richtigem Sommerwetter muss dieser Platz ein absoluter Traum sein. Zum Abendessen gab es Wraps. Die Wolken hatten sich zwischenzeitlich komplett verzogen und wir verbrachten einen wunderschönen Abend unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer.

Samstag, 31. August.

Heute wollen wir zuerst die Reservierung unserer Fähre nach Tobermorny abklären. Wir hatten die Fahrt für ein Womo bis max. 28 Fuß reserviert, haben ja aber den größeren Camper bis 32 Fuß bekommen. Wir beschließen das Womo stehen zu lassen und zu Fuß bis zur Fähre zu laufen. Nach einem kurzen Fußmarsch (15-20min) waren wir dann auch schon dort und konnten die Reservierung ohne Probleme im Terminal ändern. Zurück am Platz wollen die Jungs nun endlich die Kinderkajaks ausprobieren. Die Sonne schien und es war fast windstill. Also sprach nichts gegen einen Versuch. Also ab in die Badesachen bzw. für die Jungs in die Neopren-Shortys, die wir extra für derartige Sachen eingepackt hatten. Im Office haben wir dann 2 Kinderkajaks und ein "normales" Kajak für einen Erwachsenen für eine Stunde für zusammen $30 gemietet. Wir sollten links in der Bucht bleiben, wenn wir nach rechts rausfahren und sie uns helfen müssten, würde dies $150 kosten. OK, wir blieben links in der Bucht, die schließlich auch groß genug ist und für die ersten Fahrerfahrungen der Jungs auch absolut ausreichend sein sollte. Der Große hatte gleich den Dreh raus und paddelte munter drauf los. Der Kleine hatte noch etwas koordinatorische Schwierigkeiten und bekam dann auch ein wenig Angst, so dass wir ihn einfach mit einem Seil an unserem großen Kajak angebunden hatten und ihn hinter uns herzogen. Er war danach aber auch so mächtig stolz und erzählte, er sei über den ganzen See gepaddelt.

Dem Großen machte es aber auch super Spaß und er schaffte es wirklich fast über die ganze Bucht, Respekt und Stolz von unserer Seite. Die Stunde ging schnell rum und wir wollten zum Abschluss noch alle in den See hüpfen. Auch hier war unser Großer der Mutigste und warf sich in die Fluten. Sein Neopren war hier sicherlich auch hilfreich. Ich mit meinem Bikini hinterher, brrrr, a...kalt. Danach ab unter die warme Dusche und dann war auch schon Zeit für Mittagessen. Heute sollte es ganz einfach und unkompliziert TK-Pizza geben. Nach 3 Minuten meldete sich aber schon der Rauschmelder des Womos und die Pizza war schwarz. Also neuer Versuch mit neuer Pizza und etwas weniger Temperatur und dann hat es geklappt. Die Jungs bekamen die Pizza, wir haben uns wie so oft Bagels geschmiert. Den restlichen Tag verbrachten wir auf dem Campingplatz mit Faulenzen, Fußballspielen und Radfahren. Abends wurde wieder lecker gegrillt, hmmm. Wir gingen noch schnell ins Office und kauften ein Bundle Feuerholz zu $8, das uns zu unserer Überraschung direkt an unsere Site angeliefert wurde. Das ist mal ein Service.

Sonntag, 1. September

Heute wollten wir was von der Insel sehen. Die Sonne schien vom blauen Himmel, herrlich. Als ersten wollten wir jedoch zur Kicking Mule Range, 12km vom Campground entfernt. Laut Prospekt wird hier Ponyreiten ($15), Ausritte ($50/h) und ein Streichel-Zoo angeboten. Als wir dort ankamen war leider tote Hose, sorry we are closed! Na toll. Die Enttäuschung war gerade bei unserem Jüngsten riesengroß. Also weiter, nächstes Ziel waren die Bridal Veil Falls. Wir ergatterten einen Parkplatz ums Eck des Candy Shops in einer Seitenstraße. Auf den offiziellen Parkplätzen war für unser großes Schiff leider kein Platz. Wir packten den Rucksack mit Fotoequipment und Badesachen für die Jungs. Die Fälle liegen eigentlich direkt am Parkplatz. Es ist alles sehr touristisch erschlossen, eine Stahltreppe führt nach unten, wo man dann direkt an den Falls ins (kalte) Wasser springen könnte. Uns war es zu kalt und es war auch zu viel los.

Die Jungs zogen zwar Badehosen an, plantschten aber nur etwas herum. Letztendlich hätten sich auch direkt im Womo mit Badehose und Badeschuhe bekleiden können. Danach sind wir den Fluss noch etwas nach unten spaziert und haben dabei doch tatsächlich 3 Schlangen gesehen. Alles in allem ganz schön, aber auch kein mega-Highlight.

Danach ging es weiter zur Providence Bay. Hier gibt es einen tollen Sandstrand und einen großen Spielplatz. Das Wasser am Lake Huron war zwar (für uns) zu kalt zum Baden, aber wir verbrachten hier herrlich den Nachmittag. Im Eisshop gibt es WLAN wenn man ein Eis kauft, da sind wir doch dabei!

Am Spätnachmittag fahren wir dann wieder auf den Campingplatz. Alle in die Dusche und gemütlich Abendessen. Ich habe mir heute doch wirklich einen Sonnenbrand geholt, was haben wir nur wieder für ein Wetterglück! Morgen sollte es weitergehen, mit der Fähre nach Tobermory. Manitoulin Island hat uns wirklich prima gefallen!

Auch den Campingplatz bzw. das South Bay Resort können wir gerade für Familien mit Kindern weiterempfehlen. Wir hatten das große Glück, dass die anderen Sites direkt um uns herum nicht belegt waren. So hatten wir ausreichend Platz. Wären diese Sites jedoch belegt gewesen, hätten wir uns sicherlich sehr eingeengt gefühlt.

Viele Grüße

Geraldine

Kanada 2005, 2009, 2013, 2017, 2019