Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 8-9 Killbear PP

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Geraldine
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Beigetreten: 29.03.2017 - 13:41
Beiträge: 92
Tag 8-9 Killbear PP
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
25.08.2019
Gefahrene Meilen: 
175 Meilen

Sonntag, 25.8 Heute sollte es vom Algonquin weiter zum Killbear PP gehen. Die Sonne scheint und der Wetterbericht verspricht 26° und Sonnenschein. Mit dem Zusammenpacken und Frühstücken lassen wir uns heute wie immer Zeit und verlassen den Campground erst so gegen 11:30 Uhr. Nächster Halt war in Huntsville. Wir kaufen hier bei Metro ein und waren im Bear Inn zum Mittagessen.

Vor der Reise hatten wir uns für Huntsville schon den Mukoka Heritage Place als Stop herausgesucht, da es hier eine Dampflockfahrt geben soll. Als wir dort ankamen war zu unserer Überraschung der Parkplatz komplett leer. Es war Sonntag, aber etwas mehr Betrieb hatten wir schon erwartet. Am Eingang erzählte man uns uns dann auch gleich, dass der Zug heute nicht fährt, wir aber gerne das Dorf aus der Siedlerzeit anschauen könnten. Die Jungs waren mächtig enttäuscht wegen der ausgefallenen Zugfahrt. Trotzdem haben wir uns zu dem Besuch des Dorfes entschlossen. In der Anlage wurden verschiedene Gebäude aus der Muskoka-Provinz ab- und wieder aufgebaut. Alles also sehr original. Vom Schulhaus, über eine Trapperhütte, Laden, Schmied usw. gab es hier viele Häuser die das damalige Leben gut gezeigt haben. In der Schule wurde uns von der "Lehrerin" viele interessanten Dinge erzählt und die Jungs mussten ihre Namen auf eine Schiefertafel schreiben. Angeschlossen an das Dorf ist auch ein kleines Museum. Wir haben für 2 Erwachsene und 2 Kinder hier $48 Eintritt bezahlt und dort knapp 1,5 Stunden verbracht.

Weiter ging es zum Killbear PP, wo wir dann auch gegen 18 Uhr ankamen. Auf der Straße im PP lief doch tatsächlich ein Reh über die Straße. Unser erstes größeres Wildlife! Wir hatten Site 1120 ohne Strom reserviert. Die Site war sicherlich noch eine der ebeneren Sites auf dem Campground und so hatten wir es doch noch geschafft, das Wohnmobil einigermaßen gerade hinzustellen. Die Nähe zum Strand und zu den Toiletten war perfekt und wir waren sehr überrascht zu sehen, dass der schöne Strand nahezu leer war. Hier wollten wir morgen auf alle Fälle relaxen. Heute durften die Jungs selbstständig das Feuer anmachen und die beiden waren mächtig Stolz als es dann so richtig schön brannte.

In der Killbear PP "Zeitung" laßen wir auch von den dort vorkommenden Klapperschlangen und die Kinder hatten schon etwas Angst. In der Zeitschrift stand jedoch auch, dass es täglich im Visitor Center einen Snake Talk gab und so beschlossen wir, dass dies evtl. eine gute Gelegenheit war, den Kindern hoffentlich die Angst etwas zu nehmen. Glücklicherweise kam kurz darauf ein Auto vom PP vorbei und wir erkundigten uns nach der genauen Uhrzeit für den Snake Talk. Hier wurde uns 11 Uhr genannt, was sich aber nachträglich als Falschinformation herausstellen sollte. Wir blieben noch etwas am Lagerfeuer sitzen und gingen dann zu Bett.

 

Montag 26. August Die Nacht war grauenvoll! Das Womo stand unter einer Eiche und in regelmäßigen Abständen fiel eine Eichel auf unser Dach, es knallte jedesmal wie ein Kanonschlag und ich war hellwach. Aber auch diese Nacht ging vorüber und der Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein. Da wir pünklich um 11 Uhr im VC zum Snake Talk sein wollten, schnürten wir auf 10:30 Uhr die Joggingschuhe und die Jungs starteten mit ihren Fahrrädern. Das VC war 2,9 KM vom Campingplatz entfernt und dorthin führt ein Biketrail, der wunderbar zu laufen war. Wir waren pünklich dort, doch dann erklärte uns die Rangerin, dass der SnakeTalk eigentlich erst um 14 Uhr stattfindet, na tollfrown. Sie merkte unsere Enttäuschung und bot an, für uns den Snake Talk schon jetzt zu halten. Das fanden wir natürlich super und waren sehr dankbar. Es sammelten sich dann auch noch weitere Gäste und so erzählte sie uns von Cinthia, einer Muskoka Eastern Foxsnake, die sie dabei die ganze Zeit in der Hand hielt. Alle durften die Schlange danach streicheln und die Mutigen sie auch in die Hand nehmen. Die Rangerin hielt den Kopf und die Kinder durften den "Rest" halten. Unser Großer war sogar unter den Mutigen und er fand es spitze! Unseren Jüngsten verließ jedoch der Mutwink. Danach erklärte sie uns noch die Unterschiede zur Rattlesnake, die das benachbarte Terrarium bewohnte. Für mich sahen die zwei Schlangen recht ähnlich aus, jedoch konnten wir nach den Erläuterungen zu den Unterschieden von Würgeschlagen und Giftschlangen die zwei auch auseinanderhalten. Unser neues Wissen sollten wir auch noch anwenden können... Dazu aber in den nächsten Tagen mehrcheeky. Der Vortrag war also ganz prima und das VC ist auch wunderschön hergerichtet. Für Wifi muss man hier allerdings bezahlen, was wir aber nicht gemacht haben. Auf der Tafel mit dem gesichtet Wildlife stand doch tatsächlich ein Schwarbär am Lighthouse CG, schluck, das war ja bei unssurprise. Wir machten uns wieder auf den Rückweg und schauten nun schon angestrengter in den Wald hinein, aber wir haben weder hier noch auf der kompletten Reise einen Bären gesehen. Der Killbear PP eignet sich super für Fahrräder, alle drei Campingplätze sind durch den Fahrradweg miteinander verbunden und so könnte man das Womo wirklich stehen lassen und sich nur mit den Rädern bewegen.

Nach der Dusche gab es ein kleines Mittagessen am Womo. Es war mittlerweile etwas bewölkt und windig. Die Eicheln saußten von den Bäumen und ich war froh, dass die Jungs meistens ihre Fahrradfelme auf dem Kopft hatten, so ein Geschoss tut bestimmt mächtig weh! Sie sammelten Eicheln bis der Eimer randvoll war und hatten dabei mächtig Spaß. Nachdem es dann wieder etwas aufklarte, ging es an den Strand. Es gab richtige Wellen und die Kinder planschten und tobten im Wasser, es war ein riesen Vergnügen. 

Vor dem Abendessen liefen wir noch den kurzen Lighthouse Trail. Wir waren ganz alleine dort und machten schöne Foto´s. Danach gab es Abendessen, Penne Balagnese. Die Jungs hatten am Strand wieder zwei deutsche Jungs in ihrem Alter kennengelernt und verbrachten den Abend zusammen mit Spielen. Zum Schluss mussten die Kopflampen in Gebrauch genommen werden, um auch das letzte Schiff bei "Schiffe versenken" aufzustöbern. Ein toller ereignisreicher Tag ging zu Ende!

Viele Grüße

Geraldine

Kanada 2005, 2009, 2013, 2017, 2019