Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 11: Von Page zum Grand Canyon

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Kaddi
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Tag 11: Von Page zum Grand Canyon
Steckbrief
Reisedatum: 
08.10.2018
Gefahrene Meilen: 
178 Meilen
Fazit: 
Der Grand Canyon ist ein MUST SEE

Froh endlich hier weg zu kommen fuhren wir früh los und kamen daher relativ schnell am Grand Canyon an. Und: kein Regen mehr!! Allerdings immer noch bedeckter Himmel und kalt. Aber alles besser als der elende Regen!

Zuerst stoppten wir in Tusayan und kauften Brot und Milch im General Store für gefühlte Fantastillionen Dollar (blöd, dass wir das nicht noch in Page erledigt hatten!) und schauten dann den Film über den Grand Canyon im IMAX.

Alles in allem ein ganz interessanter Film, der auch den Kindern gefallen hat. Dem Großen habe ich simultan übersetzt und der Tochter das Wichtigste zwischendurch. Der Kleine hatte gleich im ersten Walmart in Las Vegas blinkende PJMasks-Turnschuhe "erbeten" und freute sich 20 Minuten lang darüber, wie schön die im dunklen Kino leuchten und ist dann mit Papa rausgegangen, weil das Sitzfleisch aufgebraucht war.

Anschließend ging es in den Park und was sehe ich vom Womo aus: einen "Wolf", vielleicht 2 Meter von der Straße aus im Wald stehen. Internetrecherche später belehrte mich, dass es dort keine Wölfe gibt und es ein Coyote gewesen sein muss, die dort sehr "common" sind und für mich ungefähr wie unsere Wölfe aussehen. Der Große hatte nun direkt beste Laune, weil Wölfe (und jetzt auch Coyoten) zu seinen Lieblingstieren zählen. Als die beiden Kleinen dann die ÜBERALL rumwandernden, liegenden oder stehenden Hirsche/Elche vom Womo aus sahen, konnten es nicht abwarten aussteigen zu können.

Als Platz hatten wir uns den Trailer Village RV Park ausgesucht. Warum weiß ich jetzt gar nicht mehr so genau. Ich glaube, es gab für unser Womo auf dem Mather CG größentechnisch keine Site mehr. Irgend sowas habe ich dunkel im Hinterkopf.

Auf dem Trailer Village RV Platz ist jedenfalls fast alles asphaltiert, aber schöner Wald drum herum und theoretisch full-hook-up. Nur theoretisch, weil man uns bei der Anmeldung eindringlich darauf hinwies, dass die riesigen (!!!) Raben in die dumping-Schläuche picken und man deshalb den Schlauch wirklich nur dann rausholen sollte (klingt so auf Deutsch jetzt irgendwie schweinisch...) , wenn man auch wirklich dumpen möchte. Wir haben uns dran gehalten und den "fehlenden" full hook-up nicht als Einschränkung empfunden. Unsere Nachbarn haben das Problem zu lösen versucht, indem sie den Schlauch mit Handtüchern umwickelt haben. Ob das System taugt kann ich nicht sagen. Wir haben nicht gefragt, allerdings auch keine Raben an den Handtüchern gesehen. Also vielleicht eine gute Möglichkeit.

Uns hat der Platz bzw. sein drumherum trotzdem gefallen, weil es letztlich nicht alles nur asphaltiert ist, sondern überall dazwischen auch einige Bäume stehen.

 

Weniger toll war der Sanitärbereich, den wir am Mather Campground genutzt haben. Die Duschen sind abgewetzt, klein, eng, mit einem Duschvorhang, den man lieber nicht berühren möchte und mit Münzeinwurf, der bei unserem Großen zweimal nicht ging. Und der Duschstrahl kommt gefühlt dem aus einer mickrigen Wasserpistole gleich. Eines so grandiosen Parks absolut unwürdig!

Nachmittags sind wir gleich mit dem Shuttle in den Park gefahren und geblieben, bis die Sonne unterging. Ein tolles Spektakel! Und die unendliche Weite und Tiefe des Canyons einfach fantastisch! Auch hier hatte ich wieder dieses Gefühl, wie schon beim Horseshoe Bend zuvor, eigentlich vor einer Leinwand zu stehen. Es wirkt immer noch unecht, obwohl man tatsächlich dort ist. Wahnsinn!

 

 

Und aus Elternsicht? Wie schon beim Bericht über den Zion erwähnt, sind Parks mit Shuttle-System prima, da in dem Moment, wo das Kind nicht mehr laufen kann/will, einfach ein bisschen Bus gefahren wird. Und Busfahren finden 99% aller Kinder, wage ich zu behaupten, sowieso toll! Elternvorteil: Kein Genörgel, kein Geschleppe der Kinder, die knapp dem Kinderwagenalter entwachsen sind und dadurch gute Laune bei allen Beteiligten.

Nachteil, wenn man es so nennen möchte, ist in Parks mit "ungesicherten" Schluchten der, das überall die Absturzgefahr lauert. Wir sind ab und an in Rimnähe entlanggegangen, weil es halt einfach schön ist, aber nur mit im Buggy angeschnalltem Junior. Ohne Buggy mit Anschnallen wäre das für uns nicht denkbar gewesen, weil einfach zu gefährlich. Nicht ganz unschuldig und schlechte Vorbilder sind dabei letztlich diese ganzen Wahnsinnigen, die noch am letzten Felszipfelchen ihr Selfie machen müssen. Der Kleine hat nämlich nicht nur einmal gefragt, ob er da auch mal gucken dürfe... Deswegen würden wir auch aus diesem Grund anderen Eltern eine Kraxe oder den Buggy für solche Parks wärmstens empfehlen.

Bei unserer fast 6jährigen hat hingegen der Hinweis gereicht, dass das nah rangehen gefährlich ist. Und beim Großen sowieso kein Thema.

Abends haben wir gegrillt und zufrieden geschlafen. Der Grand Canyon war genau so schön, wie wir ihn uns vorgestellt haben! MUST SEE!

robbelli
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Zuletzt online: vor 20 Minuten 36 Sekunden
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RE: Tag 11: Von Page zum Grand Canyon

Hi Kaddi,

tolle Abendstimmung auf dem einen Bild! Der Grand Canyon ist für mich, für uns, absolut magisch!

Viele verstehen das nicht und sagen, das ist doch bloß ein großes Loch. Ich war beim ersten Besuch schon direkt "infiziert" und habe da schon beschlossen, dass ich beim nächsten Besuch ganz nach unten will. Und ich kann euch sagen, das ist noch viel toller, als oben zu stehen und nur runter zu gucken. Lasst eure Kinder mal noch ein wenig größer werden😉...

Ach, ich könnte schon wieder hin...

Liebe Grüße

Elli
Scout Womo-Abenteuer.de

Kaddi
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Zuletzt online: vor 3 Wochen 1 Tag
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RE: Tag 11: Von Page zum Grand Canyon

Den Trip nach unten möchte ich auch gern machen und/oder vielleicht einen Hubschrauber Rundflug? Auf jeden Fall ein magischer Ort, den ich nochmal sehen muss. Da hasst du recht!