Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

1. Woche

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Moosehunter
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Beigetreten: 26.01.2018 - 14:45
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1. Woche
Eckdaten zum Reiseabschnitt

Tag 1, Anreise

Wie gehabt, Berlin – Frankfurt, dort mit Gepäck ewig lange Gänge zum Condor Flieger. In 9 h wissen wir die Notausgangsplätze zu schätzen. Über Grönland reißt, uns zu Ehren, die Wolkendecke etwas auf, so dass wir die Fjorde und vergletscherten Gebirge zu sehen bekommen.

Die Einreiseprozedur ist auf dem kleinen Flughafen schnell erledigt, nicht so die Gepäckausgabe. Aber wir haben ja Urlaub! Nach kurzem Warten vor dem Flughafen werden wir von Fraserway abgeholt und bekommen einen der schicken weinroten Camper – supernett und entspannt sind alle hier.

Nach schnellem Ersteinkauf soll es noch zum Wolfs-Creek CG gehen. Der ist aber leider „Full“, das geht ja gut los. Also zurück Richtung Whitehorse, die App „WikiCamps“ kennt einen Platz am „Ear-Lake“ – dies ist, wie sich herausstellt, kein CG sondern nur ein Platz, an dem das nächtliche parken nicht verboten ist, noch zudem unter der Einflugschneise, dafür kann man sich ein Feuerchen machen und für eine Nacht ist es ganz o.k., noch dazu ja umsonst.

nach kurzem Schauer am Ear-Lake Am Ear-Lake, nach kurzem Schauer

Tag 2, los geht’s

Um 6 hält uns nichts mehr im Bett (etwa doch Jetlag?), auf zu Tim Horten, frühstücken. Dann nochmal „richtig“ Einkaufen und ab auf den Highway.

Das Wetter ist so „la-la“ und die Gegend meist reizlos, so dass wir einige Kilometer schruppen. Haltepunkte sind einige Overlooks, Carmack (mit dem lieblosesten Hot Dog’s der Welt) und die unvermeidlichen Five Fingers Rapids. Am Moose Creek CG (12 CAD) gehen wir noch zum Stewardriver, die Beine vertreten und dann kommt das erste offizielle Campfire mit grillen (wir haben auch alles selber gegessen und nichts den frechen Vögeln überlassen).

"Rapid" ist, zumindest in dieser Jahreszeit, nichts mehr ...

Steward River

Tag 3, zum Tombstone

Der Regen trommelt uns, wieder um 6, aus dem Bett. Wir beschließen, schon unterwegs, in Dawson einige Vorräte (insb. Die alkoholischen) aufzufüllen. Der General Store überrascht mit einer guten und günstigen Auswahl. Nach Erkundigung in der Info finden wir auch den Liquistore.

Dawson City

Da wir auf der weiteren Tour nochmal durch den Ort kommen werden lassen wir es dabei und fahren zurück zur Junktion mit dem DEMPSTER Hwy.

Leichter Ab-Und-Zu-Regen verhindert zumindest übermäßige Staubelastung aber das Mobil sieht trotzdem „zünftig“ aus, was wir auf dem Tombstone Mountain Campground (12 CAD) erstmal grob beseitigen müssen. Zum Beine vertreten nehmen wir noch den North Klondike River Trail in Angriff und kommen (fast) trocken wieder zurück, dann drückt der Regen die Stimmung…

Gravel Road - Dempster Hwy

North Klondike River Trail

schon wieder der Geselle mit dem Futterneid

Tag 4, Dawson City

Der sprichwörtliche und tatsächliche Höhepunkt des Dempster liegt nur wenig nördlich des CG aber leider auch in der Wolke, 20 min in der Kälte zu warten bringt auch nur wenig mehr Sicht, also beobachten wir nur das lustige Häschen und fahren zurück zum Grizzly-Trail.

Tombstone Summit

Grizzly Trail

Irgendwie läuft es nicht und so brechen wir nach 5 km, am zweiten Aussichtspunkt ab und fahren anschließend nach Dawson. Dieses niedliche Städtchen ist allemal einen Rundgang wert. Unterkunft finden wir auf dem Goldrush RV-Park (CAD 47,50 + je CAD 2 für Duschen).

Hinterlassenschaften der Goldgräber - riesige "Mondlandschaften"

Dawson City

 

Tag 5, Top oft he World Hwy

Nach kurzer Fährfahrt über den Yukon River geht es auf dem Top oft he World Hwy Richtung US-Grenze – der Highway verdient seinen Namen!

mit der Fähre über den Yukon

Auf dem Top of The World Hwy bis zur Grenze
 

An der Grenze ist für uns erstmal Schluss der Reise – irgendwas ist bei unserer Ausreise in 2015 schiefgelaufen, der Computer des Grenzers gibt an, wir hätten seitdem über 600 Tage in den USA gelebt (wahrscheinlich illegal?!) nach etlichem Hin und Her durften wir dann doch einreisen – ob der weiße Zettel nun im Pass bleiben muss oder raus muss wissen wir nicht…

Den Abstecher nach Eagle verkneifen wir uns, weil wir nicht wissen, ob es dort Diesel gibt, der wird nämlich langsam knapp. Der weitere Weg führt auf dem Taylor Hwy über Chicken nach Tok. Der angesteuerte staatliche CG ist wegen Bauarbeiten geschlossen, etwas später entdecken wir aber zum Glück ein B+B mit Camping unter deutscher Führung (eine Auswanderin) Cathedral Rappids ($ 25).

Taylor Hwy

bei Chicken

Nach einer Fahrzeugwäsche in Tok auf dem Cathedral Rapids B+B

Tag 6, Auf zum Denali Hwy

Als wir losfahren fängt es an zu regnen und wird dann (gefühlt) zum Monsun. Die Säule zum Endpunkt des Alaska Hwy kann man zum Glück aus dem Eingang des Besucherzentrums fotografieren – die ausgestellten historischen Fahrzeuge interessieren uns unter diesen Bedingungen nicht …

Nochmal tanken und einkaufen für die kommenden Tage in der „Wildnis“ dann geht es über den Richardson Hwy Richtung Paxson. Unterwegs kreuzt und quert man mehrmals die Alaska-Pipeline – wie so eine Straße auch kein schönes Bauwerk. Irgendwann lässt der Regen dann doch nach und es gibt ein paar schöne Ausblicke auf die Gletscher der Alaska-Range. Das Roadhouse von Paxson ist derartig runtergekommen, dass wir es gar nicht richtig wahrnehmen und beinahe den Abzweig verpassen.

Das Wetter bessert sich beständig und so können wir die ersten zwanzig Meilen auf dieser Traumstraße genießen. Bei einem kurzen Imbiss fällt uns auf, dass die vorbeifahrenden Trucks randvoll mit Feuerholz beladen sind. Am CG (Tangle Lakes, $ 12) angekommen wissen wir auch wieso: $ 5,00 für ein Bündel mit 6 Scheiten ist schon ganz schön heftig! Ein Wunder auch, dass uns der Wind das Feuer nicht wieder ausgeblasen hat.

Anfangs auf dem Denali Hwy der günstige CG mit teurem Holz