Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 09: Ab in den Süden

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Bernardo
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Tag 09: Ab in den Süden
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
06.05.2018
Gefahrene Meilen: 
380 Meilen
Fazit: 
Flucht vor dem Regen

Tag 8

06. Mai 2018

 

Flucht vor dem Regen

Es hat die ganze Nacht geschüttet und heute morgen schüttet es noch immer. ;;ReSmilie;; ;;ReSW;;

Meinen morgendlichen Kaffee muss ich nun wohl oder übel drinnen trinken. 

Eigentlich sollte es heute nur 60 Meilen weiter südlich auf den Outer Banks bis nach Hatteras Island gehen. Leider hat uns Petrus einen Strich durch die Planung gemacht. Aber die Wetterprognosen für North Carolina sind nicht besonders gut. Drei Tage lang ist noch Regen angesagt und Temperaturen unter 20 Grad. Auch im Hinterland sieht es bescheiden aus. Ursprünglich wollten wir den Blue Ridge Parkway fahren, eine der schönsten Straßen Amerikas durch die Apalachen.

Aber, wir sind ja nicht dumm! Wir machen uns das Wetter einfach schön!

Wie das funktionieren soll?

Ganz einfach: Man nehme sein Handy und googelt einfach die Wettervorhersagen der Umgebung und fährt einfach dahin, wo das Wetter schön ist. 

Wie zu erwarten, war das natürlich nicht gerade um die Ecke, aber lieber einen Tag fahren und dann wieder schönes Wetter haben, als tagelang im Wohnmobil zu hängen und vor lauter Langeweile nur dummes Zeug im Kopf haben.

Wir hatten draußen eigentlich schon alles geräumt. Na ja, fast alles. Der Grill stand noch draußen und der Stromanschluss musste noch gekappt werden. Während ich das Navi fütterte erledigte Bernd, ausgerüstet mit Regenjacke, schnell noch die Außenarbeiten.

Um 7 Uhr konnte die Reise auch schon losgehen. So ein Wetter gibt nicht wirklich schöne Bilder, aber seht selbst.

Irgendwann hörte der Regen dann doch auf und uns plagte der Hunger. Da wir sehr früh losgefahren waren, war es noch rechtzeitig für ein zweites Frühstück. Wir wollten zu IHOP und es waren auch nur schlappe 1,5 h bis zum nächsten. Dort angekommen, sahen wir schon die wartenden Gäste. Total vergessen, dass ja heute Sonntag ist und halb Amerika auswärts frühstücken geht. Dauert 25 Minuten sagte man uns, während unser Name notiert wurde.

Nun kam etwas, was in Deutschland völlig unmöglich wäre und zu massenhaften Abmahnungen, wenn nicht sogar Kündigungen geführt hätte. Wir waren mit ca. 20-30 Personen, die auf einen Tisch warteten. In den ersten 10 Minuten haben mindestens 20 Personen das Restaurant verlassen. Die Angestellten quatschten in aller Ruhe und keiner kam auf die Idee, die Tische abzuräumen und neu einzudecken ,damit die wartenden Gäste zu ihrem Frühstück kommen. Die Kellner laufen mit leeren Händen dran vorbei. Ein Tisch nach dem anderen ging aber niemand wurde reingebeten. Draußen sind bereits massenhaft die Leute abgehauen. Wenn das mein Laden gewesen wäre, da hätte es heute in der Schicht aber so was von geraucht…….

Was für uns völlig unmöglich erscheint, nimmt der Amerikaner mit totaler Gelassenheit hin. Die Kleinkinder werden mit dem Handy unterhalten, Säuglinge gestillt und niemand wirkt genervt. Mal von meinem Mann abgesehen, der innerlich kurz vor dem explodieren ist. Nach einer 3/4 Stunde brechen wir die Aktion ab und gehen zurück zum Wohnmobil. Noch immer hungrig, fahren wir ein Stückchen weiter. Dort ist ein Denny’s . Doch irgendwie ist heute Fastentag. Wir finden keinen Parkplatz für unser Gefährt und verzichten, schmollend, wie zwei kleine Kinder nun ganz auf unser Frühstück und fahren weiter Richtung Süden.

 

 

 

 

 

 

Langsam werde ich müde von der langen Fahrerei- ich sitze am Steuer und da ist es nicht besonders hilfreich, wenn man unkonzentriert wird. Wenigstens kommt jetzt auch wieder die Sonne raus und ausreichend warm ist es auch.

Nach schier endlosen 8 Stunden erreichen wir unser heutiges Ziel. Den Ferienort Myrtle Beach in South Carolina. Für eine Nacht ganz OK, aber länger möchte ich hier nicht bleiben. Am Strand reiht sich ein Hotel an das andere und dahinter ein Vergnügungspark neben dem anderen. Irgendwie alles sehr touristisch und laut.

Unser Campgound liegt ca. 1 km vom Strand entfernt und ist wirklich schön, inmitten von Bäumen, angelegt.

Mit den Fahrrädern fahren wir runter zum Strand. Knipsen ein paar Fotos……

 

 

Gehen auf eine Pier, um dort noch ein paar Fotos zu knipsen……

 

Wir lassen uns dort im Restaurant nieder, um etwas zu essen. Ein tolle Aussicht.

Und in kalorienhaltigen Lebensmitteln sind die Amis richtig gut. Gebackene Shrimps im Speckmantel, Onion rings und Fritten mit Speck und Käse überbacken.

 

Ich mach mir da wenig Sorgen wegen der Kalorien, gleich fahren wir wieder Fahrrad und kurbeln die Verdauung an.

Ein kurzer Halt an einem Beach-Shop. Hat nichts besonderes. Nächster Halt: One Dollar Shop.

Jetzt habe ich ein Fahrradkörbchen​.

Festgedengelt mit Kabelbindern kann ich nun Tasche und Rucksack transportieren!!

​Es ist so warm, dass ich heute draußen bloggen kann, ohne mit den eiskalten Fingern ständig auf dem Bildschirm festzukleben.

​Sonnenuntergang kann man hier zwischen den Bäumen leider nicht sehen.

​​​

Best regards, Bernd

Bernardo
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Beigetreten: 01.11.2015 - 13:24
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RE: Tag 9: Ab in den Süden

Best regards, Bernd

DieTravemünder
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Beigetreten: 21.06.2013 - 07:53
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RE: Tag 9: Ab in den Süden

Moin Bernd,

schade, dass das Wetter euch einen Strich durch die Rechnung gemacht habt. An diesem Tag habt ihr aber wirklich einige Meilen abgerissen, da wäre ich absolut fertig gewesen. Mehr als 200 Meilen sind wir bislang am Tag noch nicht gefahren und das war für uns persönlich schon grenzwertig.

Myrtle Beach ist wirklich ziemlich touristisch. Gut, dass ihr Räder hattet, mit denen ihr die Gegend und den Strand erkunden konntet. Die Räder haben uns damals dort gefehlt, wir wollten welche mieten, waren aber einfach an diesem Tag zu spät dafür unterwegs. Insofern danke für deine Bilder vom Strand und vom Pier, wir sind damals nicht über den CG hinaus gekommen.

Liebe Grüße von der Ostsee

Stephie

 

Bernardo
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Beigetreten: 01.11.2015 - 13:24
Beiträge: 239
RE: Tag 9: Ab in den Süden

Hallo Stephie,

wenn man absolut keine Lust auf Regen und Kälte hat, dann muss man schon mal solche Tage in Kauf nehmen. 

Ja, die Fahrräder war echt eine gute Investition. Hier im flachen Osten sind sie Gold wert. Man kann die Campgrounds abradeln, mal eben zum Supermarkt flitzen, oder die riesigen Parkanlagen damit prima erkunden.

Best regards, Bernd