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Tag 09: Joshua Tree National Park - über Lake Havasu und Route 66 nach Kingman

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chrimei36
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Beigetreten: 08.02.2019 - 20:07
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Tag 09: Joshua Tree National Park - über Lake Havasu und Route 66 nach Kingman
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Dienstag, 1. Oktober 2019
Gefahrene Meilen: 
250 Meilen
Fazit: 
Ein langer Fahrtag - und trotzdem so faszinierend!

Wir wussten, dass uns heute ein langer Fahrtag bevorstand. Darum haben wir uns gleich nach dem Frühstück zusammengepackt und uns etwas wehmütig auf den Weg Richtung nördlichen Parkfahrt begeben. Da wir auf unserer heutigen Reise trotz der vielen Meilen zwei Zwischenstopps geplant hatten, blieb keine Zeit mehr für einen Trail. Aber in der Hoffnung noch einmal hier her zurückzukommen, freuten wir uns auf die Meilen, die heute vor uns lagen.

Es war ziemlich beeindruckend. Gefühlt sind wir die ersten 75 Meilen auf dem "29 Palms Highway" 62 gerade gefahren, um dann nach einem kurzen Schlenker wieder 75 Meilen einer Geraden zu folgen. Die Sichtweiten waren sehr beeindruckend.

 

Wir waren von den Aussichten so fasziniert und gefesselt, dass die Zeit wie im Nu verging und wir die Meilen herunter gespult haben. Kaum konnten wir uns versehen, fuhren wir dem Lake Havasu entlang. Nach der Wüste Balsam für die Seele ein so schön blaues Wasser zu sehen.

 

In Lake Havasu City war ein Stopp mit einer Besichtigung geplant. Die Stadt lockt mit einer Touristenattraktion der besonderen Art. Der Stadtgründer lies in London die „London Bridge“ aufkaufen, Stein für Stein zerlegen und in der Wüste Arizonas wieder aufbauen. 1971 wurde die Brücke dann durch den Oberbürgermeister von London ein zweites Mal eingeweiht. Natürlich musste am See ein Vergnügungs- und Einkaufszentrum entstehen. Wir sind ein wenig dem Park entlang spaziert, um uns die Füße zu vertreten und die Schönheit zu genießen. Bei den sommerlichen Temperaturen haben wir uns leckeres Eis gegönnt.

 

 

Es hätte noch einiges zum Besichtigen gegeben, auf Grund der noch vor uns liegenden Strecke, haben wir uns aber schon bald wieder auf den Weg gemacht. Ein Stück der historischen Route 66 lag nun vor uns und wollte von uns befahren werden.

 

Nach ca. 25 Meilen kamen wir im Kleinen (touristischen) ehemaligen Goldgäberstädtchen Oatman vorbei, wo unser zweiter Halt für diesen Tag geplant war. Auf der Durchgangsstraße können sich verwilderte Esel frei bewegen und haben überhaupt keine Scheu vor den Touristen. Das kleine Örtchen besteht eigentlich fast nur aus Souvenirläden, einer eingestellten Mine und ein paar Lokalen. Es war interessant anzusehen, eigentlich so wie man es aus Westernfilmen kennt. Man könnte sich ein paar Jährchen zurückversetzt fühlen.

 

Die Route führte uns über einen richtigen Bergpass weiter. Über die Black Mountains und den verschlungenen „Sitgreaves Pass“ gleiten wir gemütlich drüber und treffen auf über 1.000m Seehöhe auch noch auf in der Wildnis lebende Esel.

 

Wir blieben auf der Route 66, wechselten nicht auf die Interstate 40 und folgten so der historischen Route bis nach Kingman. Wir sind immer wieder bei amerikanischen Briefkästen vorbeigekommen, was mich fasziniert, dass diese am Straßenrand stehen und soweit das Auge reicht, keine Häuser zu finden waren. surprise

 

In Kingman mussten wir unsere Vorräte noch auffüllen und fuhren dann zum Campingplatz, wo wir leider bereits in der Abenddämmerung ankamen. Es war einer der Momente, wo ich sehr damit zufrieden war, dass wir so viele Nächtigungen wie möglich bereits zu Hause reserviert haben. Nach dem Einchecken hat uns ein Mitarbeiter zu unserer sehr schönen Site gebracht. Die Annehmlichkeiten des Campingplatzes konnten wir leider auf Grund des späten Ankommens, überhaupt nicht nutzen. Wir haben bereits in der Dunkelheit den Griller angeworfen und uns ein leckeres Steak, Burgerlaibchen und Gemüse gegrillt.

Trotz des intensiven Fahrtages haben wir viele, viele schöne Eindrücke und Erlebnisse mit in das Land der Träume genommen…

 

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
Beiträge: 15842
RE: Tag 09: Joshua Tree National Park - über Lake Havasu und Rou

Hi,

ganz schön lange Strecke, aber ihr habt sie genossen. Dann kann es ruhig mal spät werden bis zum Campground.

Viele Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)