Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 12: Canyonlands und Dead Horse Point SP

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Loewe1409
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Beigetreten: 08.07.2019 - 21:27
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Tag 12: Canyonlands und Dead Horse Point SP
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
10.08.2022
Gefahrene Meilen: 
105 Meilen
Fazit: 
Unendliche Weiten und nächtliche Gewitter.

Die Nacht war ein bisschen unruhig, erste machte sich zwischenzeitlich immer mal wieder ein ordentlicher Wind auf der draußen unsere Stühle umwehte und später machte es immer wieder Geräusche auf unserem Dach, scheinbar machten Streifenhörnchen oder was auch immer Gymnastik da oben drauf. Am Morgen wachten wir von der Erkältung eines Jungen mehrmals auf, was ja prinzipiell nicht schlimm ist, zur Not hatten wir auch Ohropax dabei aber irgendwann schaute ich raus und sah ihn auf dem Felsen an unserer Site sitzen, also schön oben auf das auch der gesamte Loop was davon hatte und mit direktem Blick in unser offenens Fenster, vielleicht bin ich irgendwie spießig geworden aber ich finde sowas gehört sich nicht. Naja wo er dazu gehörte war dann auch klar, aber sie brachen dann auch irgendwann auf und wir konnten noch bis viertel 9 ausschlafen.

Nach ausgiebigem Frühstück und Womo fertig machen ging es kurz vor halb 11 los zum Canyonlands NP. Zuvor verabschiedeten wir uns noch im Vorbeifahren beim Host und beglückwünschten ihn zu seinem Traumjob, er freute sich aber mit der Hitze haderte er auch. Erster Stop erfolgte jedoch noch am Delicate Arch View Point. Wir wanderten bei schonwieder schrecklicher Hitze zum Upper View Point und machten ein paar Fotos. Man sah von weitem das sich trotz der Hitze viele auf den 3 mi Marsch dorthin aufgemacht hatten und Schlange standen für DAS Foto. Also er sieht schon toll aus, dieser Bogen da auf dem Felsen aber warum genau dieser Arch im Internet so gehypet wird, ich weiß es nicht, vielleicht kann es mir jemand sagen?

Anschließen fuhren wir zum Visitor Center um ins Internet zu gehen, dort viel uns dann wieder ein das es ja schon bei der Ankunft dort keines gab. Gut dann eben nicht. Zuerst wollten wir in den Canyonlands fahren um dort den Scenic Drive abzufahren, aber den Plan mussten wir anpassen. In unserem Womo machte sich nämlich unangenehmer Abwassergeruch breit. Kennt ihr das auch? Oder lag es doch an der mit Panzertape provisorisch geflickten Entlüftungsleitung? Der Geruch kam immer so bei 2/3 gefülltem Blackwatertank nach so 2 Tagen. Ich denke die Hitze tat da auch einiges dazu, aber gern mal her mit euren Erfahrungen. Mit einem zweiten Chemietap hatte ich es auch nochmal versucht aber das brachte keinen Erfolg mehr. Wir fuhren also erstmal in den Dead Horse Point SP zum Kayenta Campground und dumpten dort, danach einmal kräftig durch gelüftet und alles war wieder gut. Danach sind wir gleich ins DHP SP Visitor Center, schauten uns kurz um. Dann gab es erstmal ein Eis und wir nutzen das WLAN. Nun ging es gegen 13.30 Uhr weiter zum Canyonlands Visitor Center. Wir befuhren ungefähr 2 ½ h den Scenic Drive mit kurzer Kaffeepause und schauten uns die Viewpoints an. Schon sehr beeindruckend diese Landschaft, aber auf Fotos ganz schwer einzufangen. Das muss man einfach live gesehen haben, eine unglaubliche Weite dort. Der 100 mi Offroad Drive würde uns ja auch reizen nachdem wir im Capitol Reef daran Gefallen gefunden hatten. Vielleicht irgendwann mal.

Zurück im Dead Horse Point SP fuhren wir noch zum Dead Horse Point und staunten nicht schlecht. Man war diesmal so nah dran an dem Canyon und dem Fluss, eine ganz andere und tolle Perspektive bot sich.

Auch interessant war wie sie dort Kali gewinnen. Leider hatte ich mein Fernglas im Womo gelassen. Nun reichte es uns aber auch und wir fuhren 17Uhr ziemlich geschafft zum Campground und das obwohl wir nicht viel rummgelaufen sind. Zumindest war auch die Hitze dort nicht mehr so extrem wie im Arches. Der Kayenta Campground ist auch zu empfehlen, sehr gepflegt und alles in top Zustand mit E-Hook Up. Am Abend gab es diesmal Tiefkühlpizza, grillen und Campfire war leider auch hier aktuell nicht erlaubt. In der Ferne konnten wir schon länger mehrere Gewitter beobachten die sich ganz langsam in unsere Richtung zu begeben schienen. Gegen 23Uhr ging es dann über uns her und dauerte bis fast 1 Uhr. Es waren mindenstens 3 Gewitter die nacheinander/miteinander über uns entlang zogen. Unser Womo wurde vom Wind ordentlich durchgeschüttelt und auch der teils sehr starke Regen machte etwas Sorgen, man hofft die ganze Zeit das hoffentlich alles dicht bleibt. Zum Glück blieb es das und auch beim ausgefahrenen Slide Out ohne der abgeflogenen Markise blieb alles dicht. Dann kamen wir endlich auch mal in den Schlaf.

Gruß Alex

Einmal USA und infiziert!