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13. Tag – Vom Chiricahua NM in den Gila National Forest

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RioBine
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13. Tag – Vom Chiricahua NM in den Gila National Forest
Steckbrief
Reisedatum: 
16.04.2018
Gefahrene Meilen: 
170 Meilen
Besuchte Highlights: 
Fazit: 
Die lange und kurvenreiche Anfahrt lohnt sich!

16.04.18 – Montag

Heute verlassen wir diesen schoenen Ort und zum ersten Mal haben wir eine laengere Strecke zu bewaeltigen. Trotzdem wird noch in aller Gemuetlichkeit gefruehstueckt und dann geht es auf die Piste.

Dann die Frage: den Umweg ueber Benson nehmen oder einen „shortcut“ auf Gravelroad ueber Fort Bowie fahren? Am Abzweig an der „186“ sieht die Gravelroad gar nicht so schlecht aus, ziemlich harmlos sogar, sie ist breit und landschaftlich sehr schoen. Also, biegen wir ab. Aber dann.... Was dann auf 8 Meilen folgt ist Waschbrett vom Feinsten. Egal ob langsam oder schnell, es rappelt nur so, mal mehr mal weniger.  Unsere Mikrowelle kommt uns langsam entgegen. Von den 4 Schrauben sind nur noch 2 drin, die anderen beiden finden wir dann spaeter beim Fegen. Wir polstern die Microwelle in der Halterung mit Schwamm und Pappe so gut es geht aus. Jetzt endlich ist sie leiser und wir verstehen wieder unser eigenes Wort. 

Fort Bowie lassen wir dann sprichwoertlich rechts liegen. Um die Ueberreste des alten Forts zu erkunden muesste man sich etwas Zeit nehmen, da sie nicht direkt an der Road liegen. Da wir aber noch einige Meilen vor uns haben und nicht zu der „husch-husch-Fraktion“ gehoeren, hauptsache schnell gesehen und abgeharkt, sehen wir lieber zu, endlich die Gravelroad hinter uns zu lassen und Strecke zu machen. Ausserdem steigt am Parkplatz gerade die Meute aus 2 Schulbussen aus.

Ein kurzes Stueck hinter dem Pass faengt dann wieder der Teer an und die Landschaft aendert sich schlagartig. Hinten am Horizont erkennt man bereits die Interstate -10, der wir dann ein ganzes Stueck bis Lordsburg folgen. Laster an Laster, alle brausen an uns vorbei. Diese Interstate ist die bedeutende Ost-West Verbindungsachse. Wir kommen vorbei an riesigen Pistazien-Plantagen.

      

Dann verlassen wir Arizona und kommen nach New Mexico. Die Strecke auf der „90“ Richtung Silver City ist recht unspektakulaer und bei Siver City selbst auch nicht besonders schoen. Das liegt auch an dem Anblick des grossen Minenareals, denn hier wird noch richtig im grossen Stil gefoerdert. Riesige Strassen-Baustellen rund im Silver City sind der Beweis, dass die Gegend floriert.

In kleinen Pinos Altos, wo es landschaftlich wieder richtig schoen ist, wollten wir eigentlich noch in den Saloon gehen und uns dort ein wenig umschauen. Aber wir wissen, dass sich die 39 Meilen lange Anfahrt bis Gila Hot Springs noch richtig hinzieht und beschliessen deshalb, Pinos Altos erst auf dem Rueckweg anzusteuern.

Fuer die extrem kurvenreiche, enge aber wunderschoene Strecke durch den Gila National Forest benoetigen wir in der Tat fast 2 Stunden. Nach der bereits langen Anfahrt kriegt man hier schnell den Drehwurm und das Gefuehl, nie an zu kommen. Es lohnt sich aber am Ende jede einzelne Meile! 

    

Am spaeten Nachmittag kommen wir dann in Gila Hot Springs an. Die Cliff Dwellings werden wir uns erst morgen erkunden. Wir schauen uns zunaechst den Gila Hot Springs CG an, der sehr idyllisch am West Fork Gila River liegt. Wir reservieren gleich ein schoenen Platz fuer morgen. Leider muessen wir unbedingt dumpen, so dass wir heute Nacht zunaechst auf dem gegenueberliegenden Gila Hot Springs Ranch RV Park bleiben, der ueber alle Anschluesse verfuegt. Nur dumpen, auch gegen Gebuehr, ist dort leider nicht erlaubt.

Wir stellen uns an das hintere Ende der Allee und sind eigentlich ueberrascht, dass es auch hier sehr schoen ist. Wir kommen uns ein wenig vor wie im laendlichen Allgaeu. Auf beiden Seiten Berge, davor Koppeln, gruen-saftige Wiesen mit Pferde und bluehende Apfelbaeumen. Der CG verfuegt auch ueber einen eigenen heissen Quellpool bei den Duschraeumen, ist aber kein Vergleich zu den schoen gelegenen heissen outdoor Pools auf dem urigen CG gegenueber.

     

     

Zunaechst sitzen wir eine Weile in der warmen Sonne, dann treibt uns ein eisiger Wind ins Womo. Mit Grillen wird das heute nichts, sogar die Stuehle fliegen weg. Also gibt es Wuerstchen, Kartoffelbrei und Salat im Womo. Danach eine heisse Quelldusche, das tut gut, auch dem Schnupfen.

Liebe Gruesse aus dem suedlichen Amerika,

Bine

Herbstfahrer
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Beigetreten: 25.10.2017 - 16:27
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RE: 13. Tag – Vom Chiricahua NM in den Gila National Forest

Hi Bine,

da seid ihr ja ganz mutig den scenic byway #15 gefahren. Das ist wirklich eine heftige Kurbelei, aber wie du sagst: Jede Meile wert. Und eure campsite kommt mir so bekannt vor. Ich glaube wir standen auf demselben Platz. Die Nr. habe ich vergessen, aber es war auch ganz hinten in der Naehe der Sanitaeranlagen. Die "Allgaeu"- Assoziation passt gut, wir empfanden es so aehnlich . Uns hat es dort oben auch richtig gut gefallen. Es lohnt sich, in dieser stillen urwuechsigen Gegend ein bisschen laenger zu bleiben.

Liebe Gruesse, Irma

 

Viele Gruesse, Irma

2012 Suedwesten // 2015 Yellowstone, Badlands, RMNP // 2017 Arizona + New Mexico