Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 19: Auf in den Zion NP!

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Christina89
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Beigetreten: 26.03.2019 - 21:01
Beiträge: 36
Tag 19: Auf in den Zion NP!
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
19.09.2019
Gefahrene Meilen: 
60 Meilen
Besuchte Highlights: 
Fazit: 
Ein wunderschöner NP!

Nachdem man dem Auto schon ansieht, dass es in der letzten Zeit in staubigen Gegenden unterwegs war, nutzen wir den Gartenschlauch in unserer Unterkunft und gönnen dem Auto eine kurze Wäsche. Dann brechen wir auf in Richtung Zion. Wir machen einen kurzen Umweg zu Forscher German Bakery, wo wir uns frische Brötchen fürs Mittag- und Abendessen kaufen. Danach fahren wir über den Mr. Carmel Highway zum NP. 

Vor dem Tunnel halten wir am Straßenrand und laufen den Weg zum Canyon Overlook Trail. Trotz der vielen Leute lohnt sich der kleine Hike, denn die Aussicht ist wunderschön! 

 

Wir fahren weiter und müssen nur kurz warten, bis wir durch den Tunnel kommen. Im Canyon angekommen fahren wir als erstes in Richtung CG um unser Zelt aufzustellen. Wir hatten die Site D21 am Watchman CG reserviert. Wir haben es heute eilig, denn wir können nur diesen Nachmittag in den Canyon.

 

Nachdem wir alles erledigt haben und noch schnell was gegessen haben, gehen wir zum Shuttle Bus um zur letzten Station, den Narrows zu fahren. Der Weg durch den Canyon ist ziemlich lang und die Busse sind nicht die schnellsten. Bei der Endstation steigen wir aus und laufen schnell die letzte Meile bis zum Einstieg in den Fluss. 

Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, mit welcher Ausrüstung wir in den Fluss sollten. Gleich außerhalb des Parks kann man sich ja Stöcke und Wasserschuhe ausleihen. Im Endeffekt haben wir uns dagegen entschieden, denn wir hätten erstens extra hinfahren müssen, zweitens wäre es relativ teuer gewesen und drittens haben unsere Schuhe absolut ausgereicht. 

Die ersten Schritte im Fluss waren schon sehr ernüchternd, denn das Wasser war kälter als ich es mir vorgestellte habe (und beim Recherchieren habe ich was von 21°C gelesen) und wurde mit jeder Minute kälter. Wie die vielen anderen Menschen sind wir also von Sandbank zu Sandbank, wie weit wir letztendlich flussaufwärts gekommen sind weiß ich gar nicht. Das Wasser war meistens etwa knietief. Nach drei, vier Kehren wurde das Wasser aber so tief, dass man bis zum Bauch nass geworden wäre. Das wollten wir aber auf keinen Fall, auch wenn es nach der kurzen Stelle wieder seichter geworden ist, also sind wir von da wieder umkehrt. Mit nassen Schuhen sind wir wieder zurück zum Shuttle. Christian hatte Ersatzschuhe mit, denn er wollte noch zu Angel's Landing. Ich habe freiwillig darauf verzichtet, denn es war schon recht spät (16:00 Uhr als er vom Shuttle losging) und ich bin nicht so fit, dass ich den Weg in einer vernünftigen Zeit schaffe. Außerdem wartete drei Tage nach unserer Rückkehr eine Prüfung auf mich, also musste ich schön langsam mal anfangen zu lernen. 

 

Angel's Landing: 

Der letzte Anstieg. 

Von unten. 

 

Ich bin also zurück zum CG, wo ich aber noch einen Abstecher zum Amphitheater machte, denn dahinter gibt es einen super Badestelle mit Sandstrand, die ich mir ansehen wollte. Nachdem ich sie gefunden hatte, bin ich zurück zum Auto, hab mich umgezogen und bin in den Fluss baden gegangen, wobei ich von den Muledeers auf der anderen Seite des Ufers beobachtet wurde. Was mich wunderte, war, dass sonst keiner dort baden war. Wieder bei unserer Site angekommen machte ich es mir mit einem Kaffee und der Pflanzenphysiologie gemütlich und wartete auf Christian. Der war auch überraschend schnell wieder da (bei mir hätte das sicher dreimal so lang gedauert). Ich zeigte ihm die Badestelle, und obwohl die Sonne schon weg war und es deutlich kühler wurde, hat er sich hinein getraut. smiley 

Christian meinte, dass gar nicht so viel los gewesen ist bei dem Angel's Landing, aber er war auch am späten Nachmittag unterwegs. Wir haben generell im Canyon kein Problem mit Menschenmassen gehabt. Natürlich haben sie sich auf die Narrows und die Lodge konzentriert. Aber wir mussten bei den Shuttles kein einziges Mal in einer Schlage anstehen. Der Watchman CG zumindest dürfte voll gewesen sein. Für die Größe finde ich auch, dass die WCs unterdimensioniert waren. Generell finde ich, dass die Menschen am CG hier am rücksichtslosesten waren was die Sauberkeit in den WC-Häuschen bzw. der Abwaschstelle betrifft. "Unser" WC war leider auch das neben den Group Campsites, die auch voll belegt waren.