Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 09. - Weiter geht’s nach Washington D.C.

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hagenbeck78
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Tag 09. - Weiter geht’s nach Washington D.C.
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
07.05.2019
Gefahrene Meilen: 
120 Meilen
Fazit: 

07.05.19 - Weiter geht’s nach Washington D.C.

Autor: Marco

Der heutige Tag ist ein reiner Fahrtag, denn es geht weiter nach Washington D.C.

Die Ausscheckzeit auf dem KOA in Philly nutzen wir jedoch komplett aus. Wir frühstücken ganz gemütlich, machen uns und das Wohnmobil reisefertig und gehen mit Mats noch auf den Spielplatz vom Campingplatz bevor wir pünktlich um 11 Uhr losfahren.

Aus der veranschlagten Fahrtzeit von 2 Stunden werden insgesamt aber fast 5 Stunden.

Das hat folgende Gründe:

Ein Schlagloch

Ein Mittagessen

Ein Walmart

Im Detail:

Kurz nach der Auffahrt auf die Interstate wollen wir, aufgrund der langen Fahrtstrecke die vor uns liegt, ruhig noch vorher tanken, da die Tankanzeige auf kurz vor 1/4 steht. Also die nächste Abfahrt wieder runter und Richtung nächste Tankstelle. In der Einfahrt ist ein riesiges Schlagloch, welches ich zwar mit den Vorderreifen noch umfahren kann, mit einem der Hinterräder fahre ich jedoch genau rein. Und beim reinfahren passiert es dann...durch den abrupten Höhenverlust, springen die Türen über der Küchenspüle auf und die dort abgestellten Teller fallen alle hinaus. Einer kommt dabei so unglücklich auf, dass dieser wortwörtlich in tausend Teile zerspringt... der komplette Fußraum ist übersät mit Scherben... (selbst Tage später finden wir im Alkoven noch vereinzelte Scherben!!!). Nun muss das Malheur erst mal beseitigt werden. Schnell wird noch getankt und dann geht die Arbeit los. Anders als in Deutschland gibt es an den Tankstellen keine Staubsauger und so müssen wir die ganzen Scherben per Besen und per Hand aufsammeln. Der ganze "Spaß" hat inkl. Tanken eine gute Stunde gedauert.

Den geplanten Einkaufsstop auf knapp der Hälfte der Strecke in Baltimore erreichen wir erst gegen 13:30 Uhr. Wir haben mächtig Kohldampf und so gehen wir erstmal Pizza essen. Das dauert dann auch wieder eine gute Stunde.

Dann geht's hinein in den Walmart. Eigentlich wollen wir nur kurz unsere Lebensmittelvorräte auffüllen und somit sollte der Einkauf nicht all zu lange dauern. Auf dem Weg zu Kassen kommen wir aber "leider" an der Spielzeug-Abteilung vorbei und Mats bekommt ganz große Augen als er die vielen Spielsachen von Paw Patrol sieht. Er möchte unbedingt ein neues Fahrzeug haben, und gern erfüllen wir ihm diesen Wunsch. Er kann sich aber aufgrund der vielfältigen Modelle und Ausstattungen aber leider nicht entscheiden, welches er denn nun nehmen soll. Wir geben ihm aber die Zeit, in Ruhe auszuwählen, wir sind ja schließlich im Urlaub...

Eine Dreiviertelstunde später hat er sich endlich entschieden und wählt Rocky samt Müllfahrzeug aus. Endlich können wir zur Kasse gehen und weiterfahren.

Gegen 18 Uhr kommen wir im Greenbelt Park an, unser Übernachtungsdomizil für die nächsten zwei Nächte, und der Camphost zeigt uns den Weg zum vorgebuchten Stellplatz. Als wir dort ankommen stellen wir fest, dass wir unseren Slideout nicht ausfahren können (ich hatte einen Stellplatz parallel an der Campingplatzstraße gebucht), da dieser sonst zu weit auf die Straße hineinragen würde. Das Wohnmobil andersherum zu stellen ist aufgrund Einbahnstraßenregelung auch nicht möglich, zudem wäre der Eingang zum Wohnmobil dann ja zur Straße.

In diesem Moment kommt der Camphost vorbei, erkennt unser "Problem" und sagt, er hätte noch einige back-in Stellplätze frei. Wir nehmen sein Angebot an, uns diese anzusehen und dann evtl. umzuparken. So ziehen Mats und ich zu Fuß los um uns eine andere Site auszusuchen. Als wir wieder zurück kommen ist Miriam total aufgelöst und es fließen sogar ein paar Tränen. Sie erzählt, kaum sei sie ausgestiegen, hätte sie eine Zecke gehabt, die ihr am Bein hoch gekrabbelt ist.

Nachdem ich sie ein bisschen beruhigt habe, parken wir erstmal auf den neuen Stellplatz um. Bevor es nach draußen geht, sprühen wir uns aber alle kräftig mit "Off" gegen Zecken ein, welches wir vorhin im Walmart extra besorgt haben, da ich im Vorfeld von dem erhöhten Zeckenvorkommen im Greenbelt Park gelesen hatte. Doch trotz Einsprühen und langer, gedeckter Kleidung dauert es wieder keine 5 Minuten, bis Miriam die nächste Zecke an ihrem Hosenbein entdeckt... Ruck, zuck verschwindet Miriam wieder im Wohnmobil und möchte am liebensten gar nicht mehr rausgehen. Wir beratschlagen was wir nun machen können, denn so möchte Miriam hier keine zwei Nächte bleiben. Ich erzähle ihr, dass es in der Nähe noch einen privaten Campingplatz gibt, der aber deutlich teurer ist. Wir einigen uns darauf, dass wir heute hier schlafen und für morgen buchen wir sogleich übers Smartphone im Cherry Hill Park einen Stellplatz.

Danach gibt's im Wohnmobil noch Abendbrot und wir spielen mit Mats noch ein wenig (natürlich drinnen). Anschließend geht's dann auch bald ins Bett, da der morgige Tag sicher wieder ein wenig anstrengend wird, wenn wir uns Washington D.C. anschauen.

Nachts werden wir gegen 5 Uhr von einem durchdringenden Piepen geweckt. Wir denken an das schlimmste (Gas- oder Feueralarm) und suchen fieberhaft nach der Ursache. Letztendlich stellen wir fest, dass das Piepen vom Kühlschrank kommt. Wir stehen hier ohne Strom-/Wasseranschluss, und nach Studium der Unterlagen zum Wohnmobil, ist die Batterie vermutlich leer. Wir schalten den Hauptschalter der Stromversorgung im Wohnmobil aus und das Piepen hört auf. Beruhigt legen wir uns erstmal wieder schlafen und wollen uns morgen des Problems mit der Batterie annehmen. (Bei der Abgabe des Womo bekommen wir übrigens die Info, dass bei diesem Modell die Batterie zu schwach ist, um "dry" zu stehen, zudem wird der Kühlschrank nur über Strom/Batterie betrieben. Diese Info hätte ich gerne bei Übernahme bekommen...).

Route:

Voodobabbel
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RE: Tag 09. - Weiter geht’s nach Washington D.C.

Hallo Marco,

ich folge Euch noch immer oder vielleicht sogar mehr den jeh denn unsere Sommer Tour rückt ja dank Coronavirus von Tag zu Tag in weitere Ferne. Zu dem Greenbelt Park (wir waren seinerzeit die ersten die ihn hier bewertet haben und das Foto unseres Sohnes sieht man heute noch (-:) muss ich leider sagen das die Angst Deiner Frau absolut berechtigt war. Als wir seinerzeit auf dem Platz waren sind die Zecken auch direkt über uns hergefallen mit dem Ergebnis das Sohnemann eine hergekommen hatte und im Laufe der Reise eine Borelliose bekommen hat und wir in Florida in Krankenhaus mit ihm mussten. Zum Glück ist alles gut gelaufen aber den Park würde ich seit dem nicht mehr empfehlen von daher alles richtig gemacht mit dem Umzug. Auf den dann folgenden Platz wollten wir dieses Jahr auch aber...who knows...

 

Ich freue mich schon auf Deine nächste Etappe.

Viele Grüße 

Viele Grüße vom Rhein

Pierre

KEEP MOVING