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Tag 08: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Canyon and Druid Arch

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Bolly_Bollo
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Beigetreten: 04.04.2018 - 09:55
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Tag 08: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Canyon and Druid Arch
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
10.10.2021
Gefahrene Meilen: 
0 Meilen
Fazit: 
... manchmal ist nicht nur der Weg das Ziel

Tag 8 unserer Reise:
 

Nachdem der gröbste Staub aus unseren Klamotten geklopft ist, die Rücksäcke wieder im Auto verstaut sind und wir einjeder eine große Wasserflasche auf ex geleert haben setzen wir unsere Reise Richtung Süden fort.
Die Fahrt in der Devils Lane ist schon mal der ertste Höhepunkt des Tages,
schnurgerade geht es durch die Prärie, links und rechts gesäumt von den "Wänden des Teufels".
(Also, wenn das hier die Hölle sein soll, dann möchten wir auch gerne Teufel sein ... devil)

 

on the road again:


Auch ein Pictograph-panel mit Anasazi Hand- und Fußabdrücken ist unterhalb eines kleinen Überhangs zu entdecken, zumindest wenn man aufpasst und die Augen offen hält (Wahrscheinlich sind es sogar mehrere, aber, blind wie wir sind,  haben wir diese wohl übersehen... )
 


Dann schlägt die Devils Lane urplötzlich einen Haken und wir stehen vor dem berüchtigtem "SOB hill"
und dieser macht seinem Namen alle Ehre.
(Ich hatte tatsächlich eine Rangerin gefragt was "SOB" bedeutet, sie hatte nur gelacht und gesagt, die ersten beiden Buchsataben bedeuten "son of", und den letzten würde sie mir nicht verraten ...) devil

In einer steilen Haarnadelkurve, auf der einen Seite eine Felswand, auf der anderen ein Abgrund, geht es über mehrere große kantige Gesteinsblöcke hinter denen ein tiefes Loch klafft. Das sieht echt "tricky" aus. Die vielen Kratzspuren auf den Felsen zeugen von vorangegangenen Kämpfen zwischen Natur und Technik. An mehreren Stellen sind Steine unterlegt um die Löcher etwas auszubessern.
Wir meistern die Stelle erstaunlich gut, nach wenigen Zügen sind wir ohne größere Blessuren um die Kurve.

Viele Amis fahren die Strecke mit ihren riesigen Pickup-trucks und bleiben dann, aufgrund des längeren Radstandes und des schlechteren Böschungs-Winkels wohl des öfteren hier hängen.
Bilder haben wir leider keine, sowie von den meisten anderen wirklich kniffligen Stellen. Dazu ist in solchen Situationen keine Zeit. Vollste Konzentartion ist angesagt. Der SOB Hill war zumindest einer der "technical most demanding" Stellen unseres sechswöchigen Jeepings. Im Vergleich hierzu sind die nachfolgenden Abschnitte ein Kinderspiel, obwohl noch die eine oder andere sehr "interessante" Stelle auf uns wartet.
 


 


 

Nach vier Meilen abenteuerlicher Fahrt wird das Auto am Joint Trail trailhead abgestellt.
 


Einer der spektakulärsten hikes der Gegend steht uns nun bevor: Der Joint Trail.
Besonders gut gefällt uns aber auch der erste Kilometer durch die lauschigen Canyons, noch bevor man an auf den Eingang des Joint Trails stösst. Unzählige herrlich verwinkelt-verhexte Türmchen, Kaskaden und Kuppeln.

 

Die Landschaft wirkt unwirklich, fast wie eine Trickfilm-Animation

 

 

 

 


Im inneren des "Joints"  -  ein enger Felsspalt der sich wie mit dem Lineal gezogen über mehrere hundert Meter entlang zieht
 

 

Noch ein ganz persönlicher Geheimtipp:
Einen besonders schönen, wohl sehr selten besuchten Ausblick hat man, wenn man aus der Joint cave etwas abseits in einen Seitencanyon
klettert.


Wow, what a spectecular view !!!

 


Auf der anderen Seite, nach Durchquerung des Joints, erwartet uns das atemberaubende Panorama von Chesler Park:

 

 

 

 


Wir laden Zelt und Ausrüstung an unserer campsite für heute Nacht ab (CP3). Nur ausreichend Wasser und eine ordentliche Brotzeit wird in den Rucksäcken belassen und wir machen uns auf den Weg Richtung Druid Arch (den hatten wir ja eigentlich schon letztes mal auf dem Plan, aber da wurde er uns ja wortwörtlich verhagelt).
 

 

 

Abstieg in den Elephant Canyon


Es ist eine wirklich unbeschreiblich schöne Wanderung durch den Elephant Canyon, garniert mit kleinen Kletterpassagen und ein wenig slickrock-scrambling. Der Elephant Canyon windet sich 3 Meilen lang durch eine abwechslungsreiche Landschaft die hinter jedem Eck eine neue Überraschung parat hat.
Ein absolutes Leckerbissen für das Herz eines jeden Outdoor-freaks !!!

 

Das angenehme ist, dass weite Strecken der Wanderung im Schatten der Canyonwände verlaufen. Die für Canyonlands-Verhältnisse üppige Vegetation lässt den Canyon hier in einem satten Grün erscheinen. Im Oberlauf führt der creek sogar ein wenig Wasser und bildet kleine Wasserfälle die sich in hübsche Gumpen ergiessen. 
 


 


Der Elephant Canyon von oben:

 

Der Aufstieg zum Arch verlangt nochmals alle Kräfte, aber dann ist es vollbracht:
Der Druid Arch steht in seiner ganzen Pracht vor einem.    Absolutely Great!  -  Das hat sich mal gelohnt, aber so was von !



Wir machen ausgiebig Pause mit doubledecker-peanutbutter-sandwiches die angesichts des wunderbaren Panoramas doppelt gut munden.
Dann klettern wir in den Felsen herum um den besten Fotospot zu finden, aber egal wo wir stehen, der Druid Arch ist einfach von jedem Blickwinkel fotogen.
Er ist auf Anhieb in unserer Liste der Lieblingsarches auf einen der absoluten Favoritenplätze gerutscht.

 

 

 

Es kostet wirklich eine ganze Menge Überwindung uns wieder von diesem herrlichen Fleckchen loszureissen,
aber bevor wir womoglich noch in die Dunkelheit kommen treten wir lieber den Rückweg an.

 


... und kein einziges Wölkchen am Himmel.
Das tiefe Blau harmoniert prächtig mit dem rot-weißen Streifenmuster des Navajo-Sandsteins:

 

 


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus ...

 

Der Chesler Park im Spätnachmittagslicht zeigt sich von seiner attraktivsten Seite.
Zu dieser Uhrzeit haben längst alle Tageswanderer das Gebiet verlassen (besonders viele sind es onehin nicht),
übrig bleiben nur die backcountry-camper die das Glück hatten ein Permit zu ergattern.
Fünf campsites gibt es hier, diese liegen aber alle soweit verstreut, dass man eigentlich niemand anderes hört oder zu Gesicht bekommt.

 

 

Unser Zelt befindet sich direkt mitten im Chesler Park, nahe einem ehemaligem cowboy-camp an dem noch einige historische Relikte sowie Innschriften zu bewundern sind.
Das camp schmiegt sich idyllisch an eine Felswand, umgeben von schattenspendender Juniper trees.
- ein Ort an dem wir gut und gerne mehrere Wochen verbringen könnten !

 

Heute gibt es zur Feier des Tages Bohnen mit Speck, wie es die Cowboys damals nicht besser hätten zubereiten können.
Es ist angenehm mild, deswegen lassen wir das Überzelt heute Nacht einfach weg.
Pappsatt und zufrieden kriechen wir uns in unsere gemütlichen Schlafsäcke und spähen nach den Sternschnuppen die über den Himmel jagen,
bis uns die Augen zufallen ...
... Gute Nacht Chesler Park, morgen sehen wir uns wieder, gute Na...  chrrrr chrr chrrrr

 
 

to be continued ...

 

AnnSchi
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Beigetreten: 29.08.2018 - 08:38
Beiträge: 484
RE: Tag 8: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Can

Oh wow, was für ein toller Tag. Kanns kaum erwarten selbst dort zu sein. Freu mich schon auf den zweiten Tag mit Euch im Chesler Park.

Liebe Grüsse

Annschi 

Kochi
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Beigetreten: 21.08.2009 - 11:52
Beiträge: 6433
RE: Tag 8: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Can

Hi Bollo,

...wow, was für ein genialer Tagyes, absolut traumhaft!

Munter bleiben
Gruss
Kochi
Scout WoMo-Abenteuer.de

 

 

 

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
Beiträge: 14443
RE: Tag 8: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Can

Hi  Christian, 

Tolle Wanderung! Herrliche Bilder  

Grüße 

Bernhard 

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

Familie Roesner
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Beigetreten: 17.11.2019 - 11:47
Beiträge: 176
RE: Tag 8: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Can

Ein Traum yes 

 

LG,

Christina ​​​​​

Cla
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Beigetreten: 24.06.2019 - 14:55
Beiträge: 311
RE: Tag 8: The big four: Joint trail, Chesler Park, Elephant Can

Wahnsinn! Sooo schön. Und tolle Fotos.

Ciao Claudia