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Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 4: Ein Tag im Olympic National Park

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MichaH
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Tag 4: Ein Tag im Olympic National Park
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
88 Meilen
Besuchte Highlights: 

Dienstag, 18. September 2012

Da wir im dichten Wald standen schien es gar nicht hell zu werden heute Morgen. Die innere Uhr war bereits wieder nachts um drei der Meinung, das man auch aufstehen könnte Undecided .

Doch schon gegen 8:30 Uhr rollten wir nach einem guten Frühstück und Besuch des RV`s auf der hier 5$ extra kostenden Dump-Station vom Fairholme-Campground.

Erstes Ziel war heute Morgen die 2nd Beach an der Westküste des Olympic NP. Dazu verlassen wir die durch den Park führende #101 kurz vor Forks und biegen nach rechts ab auf die #110 und folgen dieser fast bis ans Ende. Eine komplette Karte des Olympic National Park findet Ihr HIER. Die Zugänge zu den Beaches 1-3 sind gut ausgeschildert und auch Parkflächen sind vorhanden.

Wir gingen vom Parking-Lot noch einen kurzen Trail durch dichten grünen Wald hinab zum Meer. Erst hört man es, dann sieht man es durch die Bäume ...

2nd Beach

... und dann: WOW! Welche in Anblick! Der Strand lag im Licht der Morgensonne und der Himmel war wolkenlos.

2nd Beach

2nd Beach

Wir hatten Ebbe bzw. Low Tide und erkundeten den "Meeresgrund":

2nd Beach

Nach einer guten Stunde sah man in der Ferne Nebel heranziehen. Eigentlich nichts Besonderes, wenn ... - ja wenn man nicht zum Beispiel dieses immer mit irgendwelchen Filmtiteln (oder HIER) assoziieren würde ... SurprisedWink

2nd Beach

Nur wenige Minuten später waren wir von diesem Nebel umgeben und die Landschaft war verschwunden. Und wir haben es überlebt Wink ! Würde man so diesen Beach erleben, hätte man ihn nicht wirklich gesehen.

Wir fuhren zurück zur #101 und deckten uns dort bei der Kreuzung #110/101 noch mit Firewood ein. Das Bündel für 5$ und ein halb so großes Bündel Anmachholz für zwei Dollar. Wir fanden für das Holz nur einen Platz hinter dem Beifahrersitz. Der einzige „Kellerraum“ welchen wir am TruckCamper hatten war diese Bezeichnung nicht wert. Der war mit dem Grill und ein paar Getränkevorräten fast schon voll.

Wir passierten auf der #101 nach Süden das kleine Örtchen Forks. Falls erforderlich, könnte man sich hier noch einmal mit Lebensmitteln und Benzin versorgen. Bei uns sollte Beides noch bis morgen ausreichen! Nur ein paar Meilen weiter bogen wir links ab in die Upper Hoh Road. Diese soll nach 20 Meilen bei gleichnamigen Visitor-Center enden und mitten im Regenwald liegen. Dort war auch unser avisierter Campground für die kommende Nacht. Die Vegetation wurde immer dichter:

Upper Hoh Rd

Da wir bereits 12:30 Uhr auf dem CG waren hatten wir keine Mühe eine schöne Site in der Nähe des Flusses zu bekommen (siehe Steckbrief zum CG oben).

Hoh Rainforest

Wir räumten die Campingstühle in die Sonne und ließen es uns bei kühlen Getränken und einem kleinen Imbiss gut gehen. Lange hielt man es aber in der Sonne nicht aus. Wir hatten schon Schattentemperaturen bei über 25 Grad!

Hoh Rainforest

Am zeitigen Nachmittag zogen wir noch einmal los zum Hoh Rainforest Visitor Center und starteten von dort nacheinander auf zwei Rundwanderungen durch den Regenwald. Wer nun feuchte Luft und Papagaiengekreisch erwartet, der wurde enttäuscht. Die Sonne kämpfte sich durch die dichte Vegetation.

Hoh Rainforest

Wir liefen unsere Trails unter 70-100 Meter hohen Bäumen und umgeben von Farnen. Bei dem Wetter ließ es sich hier gut aushalten!

Hoh Rainforest

Warum gibt es hier überhaupt einen Regenwald? Das Tal des Hoh-River öffnet sich zum Pazifik, die meist feuchten Luftmassen können von dort in das Tal strömen, kommen am Ende des Tals nicht mehr weiter und regnen ab. Davon war hier im Moment zu unserem Glück absolut nichts zu sehen! Überhaupt war der August hier trocken: Von der durchschnittlichen Niederschlagsmenge kamen in diesem August nur 10% hier an. Aber eigentlich kein Grund gleich wieder an die globale Erwärmung zu denken! Über das Jahr gesehen waren die Monate mal besser und mal schlechter als der Durchschnitt.

Hoh Rainforest

Nach rund zwei Stunden waren wir wieder zurück auf unserer Site im CG. Ein Teil der Mannschaft ruhte ein wenig, der Andere schrieb Bericht.

Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensauce und lecker Rotwein und die Stunde danach klang an unserem ersten Campfire in diesem Urlaub aus.

Am Morgen waren 17 Grad und Tagsüber bis zu 28 Grad. Hier die heut gefahrene Route:

Größere Kartenansicht

 

Freundliche Grüße aus dem Brandenburgischen von Micha

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Gisela
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Beigetreten: 26.08.2009 - 14:49
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Micha Du bist aber schnell!

Hallo,

bis jetzt finde ich die Reise sehr gelungen.

Ich entnehme dem Bericht, dass Ihr gemütlich unterwegs seid. Das beruhigt mich sehr, ich dachte dieses Tagespensum sei zeitaufwändiger.

Aber um so besser.Smile

Ihr hattet ja super Wetter!

Herzliche Grüsse Gisela

 

Peter
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Beigetreten: 25.08.2009 - 20:51
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Hallo Michael, gut das es

Hallo Michael,

gut das es diese Form der Reiseberichte nun gibt. Ich halte die Reihenfolge der Beiträge nicht ein beim lesen und so kommt es vor das ich auf spätere Beiträge vorher antworte.

Empfindet man denn die Luftfeuchte als körperlich belastend wie im nördlichen Florida?

Liebe Grüße Peter

 

 

MichaH
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Beigetreten: 24.08.2009 - 15:59
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Luftfeuchte

@ Peter: Er fragt: Empfindet man denn die Luftfeuchte als körperlich belastend wie im nördlichen Florida?

Das war staubtrocken, Peter, auch die Wege - nix Luftfeuchte. Aber das könnte nach einem kräftigen schauer total anders sein, nur das haben wir halt dort nicht erleben können.

 

Freundliche Grüße aus dem Brandenburgischen von Micha

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Karin
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Beigetreten: 21.08.2009 - 19:06
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Reihenfolge

Hi Kerstin und Michael,

hehe, jetzt habe ich den vermissten Tag gefunden, den mit der Vampirgegend. Hatte ich mir doch gedacht, dass ich mich verzählt hatte. 

Und da ich schon falsch gereist bin, jetzt kommt noch mal das schöne Wetter. Nach Cannon Beach, wo ich eben mit Euch war. Ich springe im Notfall aber gerne, Hauptsache die Region Nordwesten ist noch nicht verlassen...

Vielen Dank für die atemberaubenden Posterbilder. 

Tschüß

Karin

Bernhard
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Beigetreten: 21.08.2009 - 15:31
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Herrlich !

Hallo Michael und Kerstin,

jetzt habe ich mich auch mal ans Lesen gemacht: ich kenne ja diese Gegend überhaupt nicht und so kannst du mich wirklich beeindrucken mit dieser Schilderung und den sehr schönen BIldern . Vielen Dank.

Dieser "Vernebelung" der Bucht war ja sehr eindrucksvoll ! In welchem Zeitrahmen spielte sich das ab ?

Grüße

Bernhard

Scout Womo-Abenteuer.de


Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen (G.C. Lichtenberg)

MichaH
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Beigetreten: 24.08.2009 - 15:59
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Feedback

Hi Zusammen!

@Karin: Die neue Form der Reiseberichterstellung hat schon was, das funktioniert gut und ich Danke! den guten Geistern im Hintergrund, welche da sicher extrem viel Ihrer Freizeit reinstecken. Der momentane Nachteil ist halt die Darstellung im Tracker: Postet Jemand eine Meinung, so rückt halt dieser Tag wieder nach oben und bringt die angedachte Chronologie durcheinander.

Dafür liest sich später der komplette Bericht sicher ganz gut, weil man recht einfach - ohne oder mit Lesen der Kommentare - zum nächsten Reiseberichtstag springen kann. Die guten Geister arbeiten auch an der Darstellung der Reiseberichte im Tracker, sagt man ... Wink .  Ich selbst würde dies auch nur Stückweise und nach gründlichen Test ändern. Du kennst den Spruch "Never touch a running system!" - Bei der Gegelgenheit: Wie geht`s dem Tastaturlayout?!!! Wink Laughing Wechduck!

@Bernhard: Gern geschehen! Danke!

Als ich den Nebel "um die Ecke" kommen sah, waren wir dank Ebbe recht weit vom eigentlichen Ufer entfernt. Ich sagte zu Kerstin: "Lass uns zurück gehen, solange wir noch etwas sehen!". Das war auch angebracht! Ich denke mal, 15 Minuten später hatten wir dichten Nebel.

Und stell Dir vor: Du trittst am Ende des Wanderweges aus dem Küstenwald. Links und rechts bis zum Horizont Strand und Wasser. Wenn Du nun ein paar Meter am Starnd entlang bummelst und dich nach ein paar Minuten umdrehst, dann hast Du als Erstes den Gedanken: "Wo bin ich eigentlich aus dem Wald gekommen - und wo geht`s zurück??!!"

Einige dieser "Eingänge" in den Wald haben schon markante Zeichen, irgendetwas, was im Baum hängt, manchmal ein Schild oder so. Aber man sollte sich das Bild der Gegend einprägen! Und nun komm mal im Nebel zurück, wo man 50-30 Meter sieht oder weniger ...

 

Freundliche Grüße aus dem Brandenburgischen von Micha

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Richard
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Beigetreten: 07.10.2009 - 21:00
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Fotos

HI Micha,

ich genieße die tollen Bildausschnitte deiner Kompositionen. Richtig gut!

Ist schon eine Weile her, als ich in der Gegend unterwegs war. Mal sehen, vielleicht wird es bald mal wieder was. Du weckst Appetit.

Viele Grüße

Richard
Scout Womo-Abenteuer.de

Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Von dem was wir für unmöglich halten.