Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

12. Tag - Zion -> Las Vegas 17.09.2015

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MMM
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Beigetreten: 13.01.2014 - 17:45
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12. Tag - Zion -> Las Vegas 17.09.2015
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
170 Meilen
Fazit: 
Schwein gehabt! Das nächste mal mehr Zeit einplanen für das Valley of Fire

Schon wieder gut geschlafen!

Heute heißt es also Abschied nehmen vom Zion NP. Der Watchman Campground ist wirklich schön! Auch den zuvor nicht genutzten Luxus einer Klimaanlage und Strom zum Laden der Geräte ist nicht zu verachten... Aber das wirklich entscheidende ist der Fluss gleich nebenan und der Zion selbst! Uns hat es hier wirklich gut gerfallen - eine riverside Site empfanden wir nicht unbedingt als notwendig - im Gegenteil... aber das habe ich ja schon geschrieben. Wir fühlten uns auch auf der anderen Strassenseite sehr wohl - ein wenig weiter weg macht auch nichts.

Erst einmal verabschieden wir uns also vom Flüsschen und diem Campground

 

Wir kehren heute also in die „Zivilisation“ zurück: Las Vegas! Wie Conny vor dem Urlaub noch sagte: „die blödsinnigste Stadt der Welt, die nun wirklich kein Mensch braucht!“ Naja, angesichts der Umweltsünden hat sie vielleicht nicht ganz unrecht – auch wenn mein Urteil bis dato nicht so hart ausfiel! Ich war schon 2mal in Las Vegas und fand es eigentlich immer „ganz witzig“. Wir werden sehen…

Die Fahrstrecke beträgt rund 170 Meilen – also eigentlich keine Weltreise. Aber wer weiß… wenn die I15 mittlerweile nicht wieder geöffnet ist, müssen wir ja einen Umweg fahren. Vor unserer Abfahrt war dann mal wieder Flüssigkeitsaustausch des Womo fällig (irre wie lange es dauert bis der Frischwassertank voll ist!!!). Dann haben wir noch die letzten News zur Situation der I15 versucht zu ergoogeln – ohne Erfolg… keine Störungen gemeldet! Hm… komisch - klingt aber erstmal gut!

Also sind wir mit unserem fahrenden Tante-Emma-Laden los! Anfangs ist die Strecke wirklich schön! Man kommt zwar nicht wirklich schnell voran, aber das macht nichts. Später auf der I15 wird es dann recht eintönig.

In der Nähe der Abfahrt zum Valley of Fire war dann eine riesen Baustelle – aha hier war also das weggespülte Stück! Die Sache war aber schon wieder fast fertig repariert – irgendwie sind die Amis schneller beim Straßenbau als die Deutschen!

Wir haben noch überlegt, ob wir trotzdem den Umweg über das Valley of Fire machen sollen. Die Entscheidung fiel uns wahrlich nicht leicht, aber die Vernunft siegte und wir fuhren weiter in Richtung Las Vegas.

Gar nicht so viel später hätte unsere Reise fast ein abruptes, trauriges Ende genommen und dieser Reisebericht wäre nie geschrieben worden: Ich fuhr dem vor mir fahrenden Sattelzug bis auf ca. 50 Metern auf und wollte gerade zum Überholen ansetzen, als dieser plötzlich das Schlingern anfängt. Ich wundere mich erst einmal und tippe das Bremspedal an um den Tempomat auszuschaltenl. Da fliegt uns plötzlich ein Stück Reifen entgegen. Ich trete mit voller Kraft auf die Bremse (ein Womo dieser Größe - mit vollem Wassertank - lässt sich bei gut 70 mph nicht mal so eben zum Stehen bringen! Da passiert erst einmal nicht viel) und mache reflexartig einen Schlenker um dem Fetzen auszuweichen. Er hat unser Womo nur knapp verfehlt. In diesem Moment „biegt“ der Sattelschlepper im rechten Winkel von der rechten über die linke Spur ab und beendet seine Fahrt im Kiesbett zwischen den Fahrtrichtungen. Wären wir nur ein bisschen schneller gewesen, hätten wir uns wohl auf gleicher Höhe mit dem Truck befunden. Der hätte uns gnadenlos von der Straße geschoben und das hätte dann angesichts der Sperrholzbude auf vier Rädern nicht schön geendet. Puh… erstmal durchatmen! Dem Truckfahrer ist zum Glück auch nichts passiert und helfen konnten wir ihm auch nicht. Wir fahren also weiter in Richtung Las Vegas… und lassen ab jetzt immer üppig Platz zu den Lastern vor uns!

Richtung Las Vegas nimmt der Verkehr merklich zu. Es macht keinen sonderlichen Spaß mit einem Womo durch die Stadt zu kurven… Irgendwann waren wir dann also da: Holiday Inn Club Vacations: Las Vegas at Desert Club Resort – langer Name, Anlage ist ok, Lage sehr gut, Zimmer auch! Wir haben auf der Rückseite geparkt (die Straße war zum Glück fast leer). Zum Strip ist es nicht sonderlich weit und wir hatten einen Pool ganz in der Nähe!

Ach ja, es war heiß! Seeehr heiß!!!

Wir packten also unsere 107 Sachen und ließen uns in unserem Appartement nieder. Das separate Schlafzimmer mit großem Bett wurde umgehend vom Junior annektiert - Der Chef hat entschieden! -  Mama und Papa durften aber auf die Ausklappcouch! Na super…

Conny durfte sich um die Wäsche kümmern, während ich mit Moritz am Pool planschten. Arbeitsteilung halt… na wenigstens das hat geklappt! cool

Abends sind wir noch mit dem Schuttlebus vom Hotel zum Strip gefahren! In der Zeit, die wir im Stau gestanden sind, hätten wir die paar hundert Meter 5mal laufen können!!! Nie wieder!

Wir haben uns diesen 24h Buffet-Pass besorgt und sind dann erst einmal zum Essen. Naja, ich bin ja von diesem Pass nicht so recht begeistert… ich glaube Conny würde das auch nicht noch einmal machen. Die Zeiten billiger, aber guter Buffets sind wohl doch auch in LV vorbei! Auf jeden Fall wäre mir ein lecker Burger lieber gewesen als das dort kredenzte (einzige Ausnahme: Das Frühstück im Paris am nächsten Morgen war wirklich lecker!!!).

Wir sind dann noch ein bisschen rumgetingelt und dann nicht zu spät nach Hause!

Das genöle von Conny, was Las Vegas doch für ein Quatsch sei, wurde zumindest mal leiser... ich bin mir gerade nicht sich, ob sie überhaupt noch etwas zu dem Thema sagte... wink