Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

23. Tag - Malibu -> Anaheim - 28.09.2014

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MMM
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Beigetreten: 13.01.2014 - 17:45
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23. Tag - Malibu -> Anaheim - 28.09.2014
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Gefahrene Meilen: 
60 Meilen
Besuchte Highlights: 

Hach, was ist das klasse, wenn man weiß wo man die Nacht verbringen wird! 

Wir waren absolut tiefenentspannt! Heute standen nur ein paar Meilen auf dem Programm. Außerdem mussten wir natürlich packen und ein "wenig" putzen. Dann hat uns Apollo noch eine detaillierte Anleitung auf's Auge gedrückt, wie die Schmutzwassertanks vor Abgabe gespült werden müssen! Ok, machen wir - hat aber eh keinen Sinn, weil die Sensoren ja noch nie richtig funktionierten.

Erst fragten wir den Kleinen noch einmal, ober nun vielleicht doch Mickey besuchen möchte... nein? Ok, dann halt nicht! Conny schlug vor den letzten Tag noch einmal am Strand zu verbringen - zumindest bis zum frühen Nachmittag. Hm... klasse Idee! Also sind wir mit unserem Womo quer durch LA zum Venice Beach gefahren. In meiner Erinnerung war das eine völlig abgehalfterte Tourimeile. Naja, zumindest ein paar Straßen östlich der Küste war das mal eine recht normale Wohngegend. Anscheinend nicht mal die aller schlechteste. Zumindest standen genügend Autos aus deutscher Produktion am Strassenrand. Die haben ganz schon geguckt, als wir mal schnell 27 Fuss Fahrbahnrand belegt haben... Als dann aber eine kleine Familie mit lustigem, vergnügtem Kind aus der Dose sprang war alles ok. 

Venice war viel bunter und alternativer als ich es in Erinnerung hatte

Eine Mischung aus Selbstdarstellern, Junkies und ewigen Hippies. Alles etwas abgerissen aber lustig! Auf dem Bild übrigens eine furchtbar laute aber rythmische Band die gute Laune versprühte.

Wir legten uns also an den Strand und genossen die Sonne, machten Wettrenen mit dem Kleinen und den Wellen. Es war wirklich entspannend! Was ich aber irgendwie komisch fand: Ständig flog ein Polizeihubschrauber über uns, ein Streifenwagen fuhr vorbei, die Küstenwache pattoulierte mit dem Boot oder ein paar Cops liefen vorbei... unweigerlich erinnerte ich mich an unseren Cuba Urlaub, Ich glaube es war irgendwo in der Nähe von Santiage de Cuba als wir am Strand lagen und eigentlich auf die allgegenwärtigen, fliegenden Händler warteten und sich plötzlich der hiesige Dorfpolizist ein paar Meter neben unser Strandtücher positionierte (wir waren die einzigen am Strand). Er stand dort den ganzen Tag! Ich habe keine Ahnung worauf er eigentlich aufgepasst hat! Dass uns niemand beklaut, dass wir niemanden aufwiegeln? Dass uns niemand etwas zusteckt oder andersrum? Ich weiß es nicht! Aber irgendwie erinnerte mich die Situation hier am Strand von Venice daran (es war übrigens gerade die Hochzeit der NSA-Spitzelaffäre...). 

Wir gingen gegen Mittag an die Flaniermeile und suchten uns ein kleines Restaurant um einen Happen zu essen. Ich weiß nicht wieso, aber ich ließ die letzten Tage vor meinem inneren Auge revue passieren und erschreckte über die unglaubliche Schere zwischen Arm und Reich in diesem Land. In Malibu war die höchste Ferrarie, Maybach, Mercedes, BMW, ... -dichte die ich jemals gesehen habe, die irrsinnigen Luxusvillen am 17 Mile Drive, Carmel, in dem sich die solventen Einwohnern eine perfekte Welt vorgaukeln - andererseits ein völlig abgwracktes Hollywood, Viertel, in die man als weißer Tourist nicht fahren sollte, im Walmart stand mal eine Frau, die 20$ von vier verschiedenen Kreditkarten zusammenkratzte, überall Junkies... 

hm...

Wir fuhren dann natürlich später als eigentlich geplant weiter nach Anaheim und bezogen eine Site in der Nähe des Pools. Wir teilten uns die Arbeit: Ich kümmerte mich um alles wa nen Stecker hat und das Womo (hat ja auch nen Stecker!) und Conny um alles was von Hilfiger war cheeky. Damit war klar, dass ich viel schneller fertig sein würde als sie! Moritz kehrte zwischenzeitlich das Wohnmobil 35mal zwischen unseren Füßen aus und beschwerte sich bitterlich, dass wir nur Unordnung machen würden. Ok, so hat das keinen Sinn! Ich schnappte mir also den Kurzen und warf ihn in den Pool! Dort planschten wir ausgiebig. Dann verpackte ich den Rest, verschenkte ein paar übrig gebliebene Vorräte an die Nachbarn und füllte die Tanks randvoll - brav nach Anweisung. Dann begann das Feuerwerk vom Disneyland! Och, wäre ja jetzt nicht nötig gewesen uns so zu verabschieden - sehr schmeichelhaft! Oder feiern die etwa, dass wir wider abhauen?

So, dann mussten die Restbestände an Bier "verräumt" werden (so etwas verschenkt man ja schließlich nicht an die Nachbarn!) und dann ab ins Bett. Morgen steht noch die Womoabgabe an und dann nur noch zum Flughafen!