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Tag 6 - Kelso Dune, Route 66 und Joshua Tree National Park

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daniii_el
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Tag 6 - Kelso Dune, Route 66 und Joshua Tree National Park
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
09.10.2019
Gefahrene Meilen: 
260 Meilen
Fazit: 
Route 66 mit wenig Sprit im Tank = Nervenkitzel pur!

Zeit das Valley of Fire wieder zu verlassen. Interssanterweise sind wir auch an diesem Morgen wieder früh wach. Der Jetlag sollte eigentlich auskuriert sein. Also ganz klar ein Fall von seniler Bettflucht. Das Phänomen tritt bekannterweise ja mit zunehmendem Alter auf. Üble Sache sag ich euch.

So haben wir den ganzen Tag Zeit und können es ohne Stress angehen. Wir rollten vom Campground und stoppten bereits nach wenigen 100 Meter an der Dumpstation. Nicht das wir es wirklich nötig hätten. Aber die nächsten 3-4 Tage sind wir auf Campgrounds unterwegs, die keine eigene Anlage haben. Es war die absolut richtige Entscheidung. Denn wir wurden von einer Herde Bighorns erwartet. Eine amerikanische Touristin hat uns dann gleich aufgeklärt, dass die Tiere jeden Morgen dort anzutreffen sind. Sie tanken am Morgen ebenfalls Frischwasser und ziehen dann wieder weiter. Die Station liegt zwischen den beiden Campgrounds und ist auch bequem zu Fuss zu erreichen. Die Tiere sind auch richtig nahe gekommen.

 

Danach gings Richtung Crystal raus aus dem Tal. Denn der Treibstoff wurde bereits etwas knapp und wir vermuteten eine Tankstelle in der nähe vom Highway. Zum Glück war es auch so. Viel war nicht mehr übrig. Also ran an die Zapfsäule, Kreditkarte rein und ab da Begann das "Glückspiel", welches mit über die ganzen Ferien bei Laune gehalten hat. Es wurde nämlich immer einen 5 stelligen Zip-Code oder so ähnlich verlangt. Wir hatten natürlich keine Ahnung und tippten 3x etwas ein. An dieser Tankstelle hatten wir kein Glück und so mussten wir zur Kasse. An anderen Orten funktionierte es manchmal und wen man schon dachte:"super jetzt habe ich einen Code gefunden", ging er bei der nächsten Tankstelle bestimmt nicht mehr. Das System habe ich auch hier nicht begriffen.

Nächstes Tagesziel soll die Kelso Dune sein. Also zurück nach Vegas, durch die Stadt hindurch und auf Richtung Kalifornien. Die Strecke verlief ohne grösseren Aufreger. Einzig einen Walmart suchten wir vergebens am Strassenrand. Die in Vegas liessen wir aus, damit wir nicht in den Verkehr rein müssen. Ein kleiner Fehler, da wir unterwegs eigentlich nichts mehr fanden. Nachdem wir eine Lebensmittelkontrolle überstanden hatten, verliessen wir die I-15 und fuhren über die Nipton Road ins Mojave National Preserve. Wieder so eine typische amerikanische Strasse. Nichts ausser Strasse, wenigen Kurven und noch weniger Verkehr. Genial!

Kurz vor der Kelso Dune haben wir einen Stopp eingelegt und sind ein paar Meter zu Fuss gegangen. Ein Fehler meinerseits. Durch die Wanderungen im Valley of Fire hatte ich richtig grosse Blasen an beiden Fersen und die sind dann auch noch aufgeplatzt. Die Freundin sah das Blut am Fersen, auf den Schlarpen und im halben Wohnmobil und hat entschieden, dass man mit einer offenen Wunde nicht auf einen Sandhügel klettert. Bzw. hat sich keine Lust, dass ich die restlichen Ferien "Sand im Getriebe" habe. Dabei habe ich mich so auf das Boondocken gefreut. Es wurde natürlich nachgegeben und wir entschieden uns, direkt zum Joshua Tree National Park durchzufahren.

 

So sahen wir die Düne halt nur von der Strasse aus. Trotzdem ist der grosse Sandkasten mitten in dieser Einöde imposant. Er passt irgendwie nicht so in die gesamte Landschaft rein.

Wir fuhren wieder raus aus dem Mojave Reservat und genossen die Fahrt. Immer wieder hielten wir am Strassenrand, um die verschiedensten Steinformationen zu bestaunen. Natürlich gab es auch das eine oder andere Foto.

 

 

Dann endet die Strasse an einer Kreuzung und wir stehen auf der berühmten Route 66. Wahnsinn was für ein Gefühl. Naja fährt sich wie auf jeder anderen Strasse. Ausser das dieses Teilstück in einem tadellosen Zustand war. Aber ansonsten kam uns jetzt nicht so das Kribbeln. Dann doch schon eher aufgrund der Tankanzeige. Also kurz in Amboy anhalten und tanken. Aber dem Sparfuchs Daniel waren die Preise zu hoch und es kommt ja bestimmt noch eine weitere. Die kam dann auch. Aber erst in Twentynine Palms. Und bis dahin war es schon noch ein gutes Stück Weg. So hatten wir zum zweiten Mal am Tag die Befürchtung am Strassenrand liegen zu bleiben. Es kam zwar knapp nicht dazu, aber ich musste bereits runter vom Gas und die Tankanzeige hing eigentlich nur noch an der Begrenzung. Ging aber alles gut und ich schwor mir, mehr zu tanken.

In Twentynine Palms angekommen müssen wir noch unsere Vorräte auffüllen. Auch das klappte nicht von Anfang an und so landeten wir in einem merkwürdigen Einkaufsladen mit allem was man eigentlich nicht braucht, aber trotzdem kaufen kann. An der Kasse haben wir dann höflich gefragt, ob es auch noch einen richtigen Grocery-Store gebe und mit der Beschreibung der Mitarbeiterin fanden wir Supermarkt in der Grösse des Walmarts. Wir munitionierten wieder auf und machten uns auf den Weg Richtung White Tank Campground im Joshua Tree Nationalpark.

Wir kamen am Nachmittag an und konnten uns noch einen schönen Platz ergattern. Also machten wir uns breit, assen eine Kleinigkeit und beobachteten die verschiedenen Nager, die erstaunlich zutraulich waren. Einer der Tiere konnte ich beobachten, wie es unters Auto rannte und nicht mehr auffindbar war. Ich dachte mir da noch nichts dabei.

 

 

Den Tag verbrachten wir mit Lesen und nichts tun. Erst am Abend erkundeten wir noch die Steine direkt um unseren Campground und genossen einen schönen Sonnenuntergang. Leider war der Mond zu hell und wir konnten nur wenige Sterne beobachten. Zudem wurde es echt kalt und der Wind rüttelte uns ziemlich heftig durch.

 

 

 

 

 

Im Bett hörte ich plötzlich ein Tapsen und Rascheln. Wirklich eingrenzen konnte ich es nicht und Rahel hörte auch nichts. Ich schlief wieder ein und wurde kurze Zeit später vom gleichen Geräusch geweckt. Ich ging auf Erkundungstour und fand sehr bald einen angefressenen Brotsack in unserer Schublade. Es ist also tatäslich eine Maus übers Fahrwerk zu uns eingestiegen. Kurz vor der Reise hatte ich hier im Forum noch davon gelesen aber nicht gedacht, dass  uns das auch passiert. Wir luden halt sämtliche Esswaren entweder in den Kühlschrank oder in die Einkaufstüten, die wir dann an den Kleiderhaken aufhingen. Die Maus hörte man noch einmal durchhuschen und dann zog sie wahrscheinlich enttäuscht von dannen oder einfach zum nächsten Womo.

Fazit:
- Tanken ist wichtig
- Die Route 66 ist auch nur eine Strasse
- der Joshua Tree Nationalpark ist jetzt schon toll
- Mäuse können böse sein

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unsere Reisen in den Staaten

Cla
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Beigetreten: 24.06.2019 - 14:55
Beiträge: 183
RE: Tag 6 - Kelso Dune, Route 66 und Joshua Tree National Park

Hallo Daniel

schöne Fotos und schöner Schreibstil. Ich lese gern mit.

Daran, das Essen aufzuhängen, damit die Mäuse nicht dran kommen, hab ich noch nicht gedacht. Guter Tipp.

Bin gespannt, wie's weiter geht.

 

Liebe Grüße

Claudia

daniii_el
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Beigetreten: 11.04.2018 - 09:13
Beiträge: 90
RE: Tag 6 - Kelso Dune, Route 66 und Joshua Tree National Park

Hallo Claudia

Vielen Dank für deine Rückmeldung :) freut mich wenn dir der Reisebericht gefällt. Das Lob für die Fotos werde ich auf alle Fälle weiterleiten.

Wir haben danach gar nie mehr richtig ausgeräumt. Entweder war es im Kühlschrank verstaut oder hing an Kleider hacken im Womo. Runtergefallen ist es uns zum Glück nie.

Liebe Grüsse

Daniel

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unsere Reisen in den Staaten

Matze
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Beigetreten: 13.05.2014 - 18:58
Beiträge: 3857
RE: Tag 6 - Kelso Dune, Route 66 und Joshua Tree National Park

Hallo Daniel 

ein schöner Reisetag trotz der Verletzung und dem Stress mit der Tanknadel.  

Schön das ihr eine Site auf dem White Tank CG ergattert habt. So viele Plätze gibt es dort ja nicht. Das Tierchen zu deinen Füßen ist ein White-tailed Antelope Squirrel. Kann gut sein das dieses Euch im RV besucht hat.

Liebe Grüße
Matthias
Scout Womo-Abenteuer.de

Südwesten USA in 5 Wochen Herbst 2014