Leider hat die Wettervorhersage recht. Es regnet. Und eigentlich wollen wir heute zu den Coyote Buttes South, denn dafür hatte ich bereits in Deutschland ein Permit ergattert. Die House Rock Valley Road un die weitere Piste zu den Buttes mutieren aber bei Regen allerdings zu einer lehmigen Rutschbahn, also keine gute Idee, dort heute hinzufahren. Zumal es bei Regenwetter sicher nicht so schön dort ist.
Wir erledigen ein paar Aufgaben, die wir bisher immer vor uns hergeschoben haben, wie zum Beispiel den LKW abschmieren und die Wohnkabine gründlich saubermachen.
Da der Regen im Laufe des Tages aufhört, steuern wir die Toadstool Hoodoos an, die recht pittoresk in einer weiß-roten Landschaft liegen und die auf einer kurzen Wanderung zu erreichen sind. Kaum sind wir zurück am Parkplatz, geht ein Platzregen nieder, Glück gehabt.


Am nächsten Tag scheint wieder die Sonne und wir erkundigen uns in der Paria Cantact Station, ob der Buckskin Gulch gefahrlos erwandert werden kann. Der Buckskin ist eine der tiefsten und längsten Slot Canyons der Welt (wenn nicht sogar der tiefste weltweit) und wie alle Slot Canyons sind hier die Flash Floods, die Sturzfluten, gefürchtet. Auch wenn hier die Sonne scheint, kann es weit weg regnen, das Wasser sammelt sich und rauscht meterhoch durch die Schlucht. Je enger diese ist, desto höher steigt das Wasser. Ein Entkommen ist praktisch unmöglich, weil die Flut sehr schnell kommt und man ja schwerlich die steilen Wände hochkommt. Viele Meter über dem Boden hängendes Gestrüpp und sogar verkeilte Baumstämme sind die Hinterlassenschaften solcher Fluten.
Der Ranger gibt aber sein OK und wir fahren die House Rock Valley Road bis zum Wire Pass Trailhead, wo der Weg zum Buckskin Gulch sowie zur berühmten "Wave" (Coyote Buttes North) startet. Es geht ein ganzes Stück durch einen Wash, ein breites Flussbett und dann steht man plötzlich vor der Engstelle, wo es etwa 5 Meter tiefer weitergeht. Zum Glück steht hier eine Leiter und das Abenteuer kann beginnen. Der Canyon ist absolut spektakulär und eigentlich keine große Herausforderung, wären da nicht die teils tiefen mit Wasser gefüllten Stellen. Also Schuhe und Strümpfe aus, an wieder aus , an....manchmal zogen wir sogar die Unterhosen aus. es war ein Heidenspaß und sooo schön.







Wir verbringen fast den ganzen Tag in dem Canyon. Wir sind fast an der Leiter, als unsere Handy laut zu schreien anfangen und eine Warnung vor einer Flashflood aufploppt. Na toll. Es passiert aber nichts und wir sind sowieso wieder in dem breiteren Flussbett, wo wir sicher sind. Letzten Endes ist es aber nicht zu einer Sturzflut gekommen.
Wir übernachten hinter einem Berg in der Nähe der Paria Contact Station.