In Moab verbringen wir ein paar Tage mit der Suche nach den Ersatzteilen für unseren LKW. Bei 0'Reilly, einem Händler für Autozubehör, gab ein Angestellter uns den Tipp, doch einmal bei seinem Cousin vorbeizuschauen, der habe viele Autoteile anzubieten. Gesagt, getan und was uns da erwartete, verschlug uns den Atem. Der Cousin wohnte in einem alten Wohnwagen, umgeben von weit verstreut liegenden alten Autos, Autoteilen, aber auch Staubsaugern, Waschmaschinen und und und.... Ein unglaubliches Chaos und sicher der Umwelt alles andere als zuträglich. Wir wühlten zusammen mit dem Chef des Ganzen im Schrott und inspizierten diverse Pickups in der Hoffnung, irgendwo eine passende Feder zu entdecken. Tatsächlich wurden wir fündig, allerdings musste das gute Stück noch passend gemacht werden (was letzten Endes nie passierte...). Erleichtert, diesen Ort ohne Verletzung verlassen zu haben, erledigten wir noch einen Einkauf im herrlich klimatisierten Citymarket. Das Thermometer draußen zeigte 43 Grad und damit war es eindeutig zu warm für jegliche weitere Aktivitäten im Freien.
Am nächsten Tag gönnen wir uns ein ausgiebiges Bad im Mill Creek, wo es sogar einen kleinen Sandstrand unter einem Baum gibt. Hier beginnt auch ein Wanderweg zu einem Wasserfall, aber dafür ist es selbst morgens schon zu heiß. Weiter einen Autoteilehändler nach dem anderen anzufragen ist uns mittlerweile zu blöd und so fahren wir auf der #128 am Colorado entlang, eine schöne Scenic Road mit etlichen Möglichkeiten, ans Wasser zu kommen. Hier starten die Schlauchboottouren und es gibt einige Kletterfelsen. In der gegend von Moab ist wirklich alles an Freizeitaktivitäten möglich, von Klettern, Mountainbiking, Wandern...und überall sieht man Buggys, mit denen man praktisch überall hinkommt.
Wie tückisch das Wetter sein kann, erleben wir an einem Picknickplatz, wo eine Rampe das wassern von Booten ermöglicht. Hier geht es eigentlich flussabwärts bis zu einer der nächsten Rampen. Mittlerweile war es aber so windig geworden, dass die beiden Schlauchboote, die hier zu Wasser gelassen worden waren, vom Wind in die falsche Richtung getrieben wurden. Die Leute hatten keine Chance, gegen den Wind anzukommen, obwohl sie wie verrückt paddelten.
Wir fahren noch weiter bis nach Loma, wo wir auf dem Highline Campground übernachten. Der See ist ganz nett und bietet eine schöne Abkühlung. Leider hat der Campingplatz keinen Strom und so sind wir umgeben von ratternden Generatoren, die erst um 22 Uhr abgestellt werden oder auch gar nicht. Wie man bei diesem Radau schlafen kann, ist uns ein Rätsel.
Auf dem Weg gen Norden besuchen wir das Dinosaur National Monument. HDas Besondere hier ist eine Wand voller Dinosaurierknochen. Wenn man hier in der Gegend ist, sollte man sich diesen Abstecher nicht entgehen lassen.
Wir übernachten am Green River nicht weit vom Monument entfernt.




Am nächsten Tag geht es bis auf gut 2500 m in die Höhe, die Landschaft wird grüner und es sieht ein bisschen aus wie in Europa. In der Mittagszeit parken wir an einem Wanderweg, der durch einen schönen Aspenwald führt. Er ist nicht lang, aber zum Füße vertreten gerade richtig. Später machen wir noch einen Abstecher zum Red Canyon Lookout am Flaming Gorge Stausee. Etwas weiter ist es möglich, bis an den See zu fahren, wo wir einen schönen Platz für die Nacht finden. Direkt neben unserem Fahrzeug erscheint eine Herde Hirsche und am und im Wasser tummeln sich viele Vögel und Pelikane.





