Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 13 - Dinosaur National Monument - Rafting - Red Fleet State Park

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USA2020
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Beigetreten: 26.08.2019 - 23:06
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Tag 13 - Dinosaur National Monument - Rafting - Red Fleet State Park
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
26.07.2022
Gefahrene Meilen: 
49 Meilen

Dienstag, 26.7.

Natürlich bin ich wieder als erster wach und gehe ein paar Meter auf dem Riverside Walk, der am Campground beginnt bzw. endet, finde das aber nicht so spannend. Ich beobachte am gegenüberliegenden Ufer des Green River ein Reh, das sich auf die Hinterbeine stellt, um Blätter von einem Baum zu fressen.

Zum Frühstück gibt es Müsli, denn wir müssen um spätestens halb 9 am Treffpunkt von Adrift sein, direkt an der Kreuzung in Jensen, wo wir gestern von der US 40 in Richtung National Monument abgebogen sind. Nach 20 Minuten parken wir das Womo mehr als pünktlich an der Straße neben dem Adrift-Gebäude, nachdem wir noch einen kleinen Schockmoment erlebt haben, als ein Rehbock uns fast vors Auto läuft, was nur durch eine heftiges Bremsmanöver zu verhindern ist. Zum Glück bleibt alles heile.

“Wonderful days is what we provide, every day!”

Bei unserer Reise in Georgia 2002 hatten wir eine sehr coole Rafting Tour auf dem Ocoee River gemacht, von der meine Frau heute noch schwärmt. Einer der zentralen Wünsche bei der Tourenplanung war daher eine möglichst tolle Rafting Tour mit möglichst vielen Stromschnellen (rapids), mindestens Klasse III-IV. Bei der Recherche fand ich für den Colorado bei Moab nur Touren, die im Sommer von class II-III ausgingen. Die Touren waren für halbe Tage (3-4 Stunden) ausgelegt und kosteten dafür dann $100 aufwärts. 2020 hatten wir eine Tour auf dem Colorado in Glenwood Springs geplant, die zwar günstiger war/ist, aber im Prinzip nur die Shoshone Rapids als Highlight verspricht. Dort hätten wir sogar noch eine Nacht auf dem Glenwood Canyon Resort Campground offen gehabt, denn dieser hatte als einziger 2020 nur eine Umbuchung akzeptiert. Aber das hätte einen ziemlichen Umweg auf der I-70 bedeutet, nachdem wir uns für den Yellowstone entschieden hatten.

Aus den genannten Gründen hatte ich mich schon früh auf die Tagestour auf dem Green River im Dinosaur National Monument eingeschossen und nach Vergleich der (wenigen) Anbieter, bei Adrift (www.adrift.com) gebucht.

Kurz: es war sowas von SUPER!

Lt. Aussage unseres Guides werden pro Tag ganze 4 Permits für je 25 Gäste vergeben im Abschnitt von Rainbow Park durch den Split Mountain Canyon, davon 2 für kommerzielle Anbieter (einer davon Adrift) und 2 für private Gruppen. Insgesamt fahren also maximal 100 Personen (+Guides) am Tag hier durch. Wir trafen nur einzelne Kanuten und eine Gruppe, die eine Mehrtagestour hinter sich hatte (übrigens mit Kindern – welche ein Traum!).

Unsere Gruppe ist ausgebucht mit 25 Leuten. Gut, dass wir früh gebucht hatten!

Es geht mit 2 Vans 45 Minuten über Landstraßen und Gravel Roads in das National Monument. Dort unternehmen wir erstmal einen kleinen Spaziergang zu sehr interessanten Petroglyphs am Hang, die von den Guides witzig präsentiert werden.

Gegen 10 Uhr werden die Boote aufgeteilt. Dabei sind 2 Familien mit 10 bzw 6 Personen, die in 2 große Boote passten. Wir kommen zu viert in das kleinste Boot und dürfen vorweg fahren.

Nun folgen 9 Miles mit vielen ruhigen Abschnitten, aber auch mehrere „echte“ Class III Rapids. Mittags wird an einem Strand angehalten und es gibt mitgebrachte Burritos mit üppiger Füllung zum selbst zusammenstellen. LECKER!

Kurz nach der Mittagspause springen wir mit den Schwimmwesten ins Wasser und „floaten“ mit den Füßen voran durch die Split Mountain Gorge. Am Ufer tauchen Mountain Goats auf. Da unser Guide schonmal einen Mountain Lion hier gesehen hat, halten wir Ausschau, können aber erwartungsgemäß keine Sichtung vermelden. Kurz vor der Boat Ramp „strandet“ unser Boot auf einer flachen Stelle, so dass alle anderen Boote überholen. Kein Problem – so sind wir noch ein paar Minuten länger auf dem Fluss – herrlich!

Gegen 15 Uhr werden wir mit den Shuttles wieder am Headquarter von Adrift abgeliefert und geben gerne das erwartete Trinkgeld ($20-25 pro Teilnehmer), das wir cash vorbereitet hatten. Die amerikanischen Teilnehmer bedienten sich einer App, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe.

Dieses Abenteuer bleibt unvergessen, auch wenn wir ganz bestimmt nochmal irgendwann nach Georgia zum Ocoee müssen.

Aber was machen wir jetzt noch mit dem angebrochenen Tag? Da sich das Womo gestern auf dem Campground so stark aufgeheizt hatte, beschließen wir, noch ein Stück zu fahren und auf dem Red Fleet Campground nördlich von Vernal zu versuchen, einen Full Hook Up Platz zu ergattern (recreation.gov erlaubt zwar keine Reservierung mehr, zeigt aber an, dass noch 2 Plätze frei sind, was auch passt).

Allerdings wollen wir unbedingt die Dino-Knochen im Quarry sehen und anfassen. Also geht’s zurück zum Visitor Center und mit dem Shuttle Jurrasic Park-like zur überdachten Ausgrabungsstätte. Es ist für alle sehr beeindruckend, besonders natürlich für unseren Jüngsten, aber auch unser Teenager ist begeistert!

Eine gute Stunde reicht für diesen Abstecher und nach Ablegen des Junior Ranger Schwurs stornieren wir die Site auf dem Green River Campground und geben Gas Richtung Vernal.

Nach einer knappen Stunde klopfen wir beim Campground Host am Red Fleet Reservoir an die Tür und uns wird sehr freundlich Site 22 zugewiesen, die erst ab morgen reserviert ist. Zahlen können wir morgen früh.

Mein Sohn und ich gehen noch etwas schwimmen und der Rest des Abends ist Entspannung. Eigentlich hätten wir noch ein Kayak oder SUP mieten sollen, aber wir waren ja schon paddeln heute… Die Klimaanlage brauchen wir übrigens hier nicht, aber es war schon allein deshalb gut, hier zu nächtigen, weil wir so am nächsten Tag eine Stunde Fahrzeit gespart haben.

 

Klaus

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