Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 32: Waterton Lakes NP nach Two Medicine/USA

1 Beitrag / 0 neu
Ghostbear
Bild von Ghostbear
Offline
Zuletzt online: vor 3 Monate 3 Wochen
Beigetreten: 13.08.2019 - 16:30
Beiträge: 52
Tag 32: Waterton Lakes NP nach Two Medicine/USA
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
14.06.2019
Gefahrene Meilen: 
82 Meilen
Fazit: 

Den letzten Tagesbericht schlossen wir damit, dass das Wetter sich beruhigt hatte. Kurze Zeit später fing es an zu stürmen und auch wieder zu regnen, aber im Wohnmobil war es gemütlich. Als wir dann morgens gegen 07.30 Uhr aufgestanden sind, war das Wetter wieder okay - bewölkt, angenehm warm und in der Sonne zu warm. Nach Frühstück, duschen und dumpen ging es dann los Richtung Grenzübergang am Chief Mountain. Die Fahrt dorthin war schon wieder sehr ansehnlich und unser Wohnmobil kletterte bis auf 1700 und ein paar Meter, bis wir beim Grenzübergang waren. Richtung USA wollte niemand und so konnten wir gleich durchfahren zu Officer Thomas, der so dreinschaute, wie Polizisten in den USA das wohl beigebracht bekommen: ernst und bestimmt. Er kontrollierte unsere Pässe, kontrollierte, ob unsere Tochter dabei ist und fragte uns nach Obst, Gemüse, Fleisch und...Feuerholz. Polizisten lügt man nicht an, also gaben wir an, dass wir welches dabei hätten. Resultat: umdrehen, nach Kanada fahren, ausladen. Zumindest das Holz mit Borke, wegen der Käfer... . Dummerweise war die Schlange derer, die nach Kanada wollten ungleich länger. Also, anstellen, abwarten, durchgewunken werden, Holz entsorgen und umdrehen, zurück nach USA, reingelassen werden. Drei Grenzübertritte in 45 Minuten, auch ein Erfolg.
Montana begrüßte uns dann nicht wie Alberta die USA Reisenden mit einem Fotospot vor einem großen "Welcome to Canada" Monument, sondern mit Regen und ohne Welcome. Dafür lief uns nach ein paar Kilometern, nein Meilen sind es ja jetzt wieder, direkt ein großer Schwarzbär vor das Mobil. Zum Glück weit genug voraus und der Bär lief auch über die Strasse, so dass keine Gefahr einer Kollision bestand. Ein paar Meilen weiter standen 2 LKW am Straßenrand, die wohl Rinder einladen sollten. Auf der Wiese daneben: 2 Cowboys, aufm Pferd, ganz klassisch.
Die Strasse bis nach St. Mary (US 89), dem östlichen Parkgate zum Glacier Nationalpark, führte uns über die Berge und wenn es nicht immer zu geregnet hätte, dann wäre die Aussicht sicher noch besser gewesen.
In St. Mary tankten wir und kauften beim örtlichen Krämer das Nötigste ein. Die Auswahl ist hier eher gering und auch nicht unbedingt günstig. Weiter ging es dann entlang der 89 unserem Ziel, dem Two Medicine Campground, entgegen. Inzwischen hatte sich ein ordentliches Gewitter über uns entwickelt, dass sich mit Blitz und Donner und ganz viel Regen entlud. Ach ja, Hagel war auch dabei, der klingt im Wohnmobil richtig toll ! Kurz bevor wir bei Kiowa die 89 verlassen sollten, kam eine Baustelle mit Konvoiverkehr. Immer dem Pilotcar hinterher. Da mittlerweile der Scheibenwischer auf höchster Stufe lief, die Strasse nun auch noch schlammig war und wegen der Baustelle alle Verkehrszeichen entfernt waren, verpassten wir unsere Ausfahrt. Also mussten wir 2 Meilen bis zum Ende der Baustelle fahren, wenden und wieder im Konvoi zurück zur Ausfahrt, der MT 49. Dort angekommen stellten wir fest, dass die Strasse nur für Fahrzeuge bis 21 ft erlaubt ist und unser Wohnmobil ist leider 26 ft lang. Also, wieder wenden und zurück dahin, wo wir vorhin gewendet hatten und darüber hinaus bis nach Browning um von dort zum Two Medicine Campground zu fahren. Statt guten 10 Meilen haben wir so 25 Meilen fahren müssen.
Schlussendlich haben wir es dann gegen 16 Uhr zum Campground geschafft und bei strömendem Regen eine Site ausgesucht und eingecheckt. Nachdem das erledigt war, gab es erstmal noch Kaffee und dazu Mandelschokolade, denn Kekse sind leider aus. Das Wetter besserte sich und es hörte nicht nur auf zu regnen, es schien sogar die Sonne. Daher machten wir 3 noch einen Rundgang um den Campingplatz und erfreuten uns am wunderschön im Tal gelegenen Two Medicine Lake, an dessen Ufer wir spazierten. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensoße und im Anschluss noch viele Runden Mexican Train.