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Tag 17: 4 Staaten, Geschichte und Wunder der Natur

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LadyButterfly
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Tag 17: 4 Staaten, Geschichte und Wunder der Natur
Eckdaten zum Reiseabschnitt

Mo 18.07. Mesa Verde – Monument Valley 

Wir werden aus einer Mischung aus Vogelgezwitscher und Highwaygeräuschen geweckt. Wir fahren zurück nach Cortez, wo wir einkaufen, tanken und kurz mit meinen Eltern telefonieren.

Somit ist es fast 11 Uhr bis wir loskommen. Nach etwa einer Stunde erreichen wir unseren ersten Stopp, Four Corners, eines der Ziele, was ich von früher her erinnerte und was ich interessant fand für eine kleine Pause. Ich wusste, dass es inzwischen etwas kommerzieller ist, aber was uns dort erwartet, ist schon fast skurril. Die Schlange an der Einfahrt ist länger als am Arches, wir zahlen 8$ pro Person Eintritt und parken. Das Kreuz der 4 Staaten ist aufwendig umbaut, mit Sitzgelegenheiten und Erhöhungen für bessere Fotos. Vor uns hat sich eine Schlange gebildet, es warten ca. 30 Leute darauf, sich dort zu fotografieren. Mein Mann und meine Tochter stellen sich auch an, ich gehe schon mal auf die „Empore“ und bewundere den Ideenreichtum der Menschen, sich in Szene zu setzen. Unsere Bilder werden recht einfach, wir sind nicht so die Selfi-Typen. Danach schauen wir uns noch an den ca. 40 Verkaufsständen der Natives um, die den ganzen Bereich einrahmen und finden „natürlich“ auch was. Einiges ist schon besonders, einiges erscheint mir mehr Massenware.

Nach einer Stunde kehren wir dem Ganzen den Rücken und wollen weiter nach Bluff. Wir passen nicht auf und das Navi leitet uns nach links, Richtung Cortez zurück und hier auch leider nicht auf die 41, sondern weiter. Da nach dem Abzweig der 41 eine sehr lange Baustelle kommt und wir auch nirgends halten können, dauert es eine Weile, bis wir stoppen und uns orientieren. Wir beschließen, zur 41 zurückzufahren (also zum 3. Mal durch die Baustelle), was dann auch funktioniert. Mit 90 statt 60 Minuten Fahrzeit kommen wir in Bluff an und fahren zum Fort, das wir vor einer Woche, als wir schon einmal hier übernachtet hatten, nicht geschafft hatten. Dieser Stopp lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur, weil er keinen Eintritt kostet. Mit viel Liebe zum Detail ist hier das Fort rekonstruiert und mit Wagen und Geräten aus der Zeit dekoriert worden. In der Kirche (und im Visitorcenter) gibt es einen Film zu den Siedlern, zu dem man sich, wie an den einzelnen Häusern, den Text auf deutsch anhören kann. Zum Schluss waschen meine Tochter und ich noch Gold, danach suchen wir meinen Mann, der sich ins kühlere Visitorcenter verzogen hat. Als wir reingehen, werden wir auf deutsch (mit amerikanischem Akzent) begrüßt, mein Mann sei im oberen Bereich. Wir sammeln ihn dort ein, werfen noch eine Spende in die Box und gehen zurück zum Camper.

Vorhin waren wir doch am Twin Rock Cafe vorbeigefahren, es ist 16 Uhr, das würde doch für eine klassische deutsche Kaffeepause passen. Leider ist das Cafe nur bis 15 Uhr und danach wieder ab 17 Uhr geöffnet. Wir werfen noch einen Blick in die Trading Post nebenan, in der es tollen Schmuck zu 4-5stelligen Preisen gibt. Nichts für uns also.

Dann weiter, wir haben noch eine gute Stunde Fahrt vor uns bis zum Monument Valley. Bis zum Abzweiger zum Goosenecks sind wir die Strecke ja letzte Woche schon gefahren, aber die kann man auf jeden Fall auch zweimal fahren. Immer dichter kommen die großen Felsen, immer wieder gibt es Haltebuchten mit vielen Fotografen, bei einigen sieht man, dass diese nur auf einen Moment ohne Autos warten, um eine Foto auf der Straße direkt zu machen. Nun wird es aber spannend, ich habe für heute Nacht den Hummingbird CG gebucht, nachdem hier im Forum im März klar wurde, dass der „The View“ nicht geöffnet sein würde, den ich bereits reserviert hatte. (Die Absage habe ich übrigens vor 3 Tagen bekommen!). Der KOA und Gouldings waren mir zu weit weg. Eine Beschreibung der Anfahrt hatte ich vom Besitzer über hipcamp.com bekommen, eine Beschilderung gibt es nicht. Die Abfahrt von der Straße (noch vor der kostenpflichtigen Einfahrt in den Park!) ist heftig, gut, dass unser Camper nicht so lang ist (25ft). Danach holpern wir über eine Sandpiste in Richtung einiger Häuser, bis wir ein kleines Schild mit „Hummingbird“ sehen. Wir fahren auf das Gelände, aber außer einem anderen Pärchen in einem Van ist niemand da. Wir suchen uns erst einmal eine Site mit Blick Richtung Gouldings. Nach ca. einer halben Stunde kommt der Besitzer Brian, er erklärt uns die Dusche (sehr einfach, genauso wie das Plumpsklo) und gibt uns das WLAN-Passwort. Dieses ist erstaunlich gut, das hatten wir bisher selten! Nach einer Pause machen wir uns auf den Weg zum Valley, wir brauchen ca. 15 Minuten pro Weg. Die ganze Zeit begleitet uns einer der Hunde des Campgrounds, als ob er aufpassen müsste, dass wir uns nicht verlaufen. Der Blick dort ist atemberaubend und zum Glück haben sich die Wolken rechtzeitig aufgelöst. Weiter rechts sehen wir das Hotel, vor dem noch einige Autos stehen, aber ich glaube, besser ist der Blick von dort auch nicht. Im Dunkeln würde ich den Weg allerdings nicht laufen, ich bin nicht sicher, ob man den dann noch findet und vor allem, was dann da so krabbelt. Da wäre „The View“ natürlich besser gewesen.

Und endlich haben wir einen klaren Himmel, so dass wir hier einen tollen Sternenhimmel bewundern können, das erste Mal nach 2 Wochen. Sogar unsere Teenietochter legt das Handy aus der Hand und staunt.

 

LG Cassy

Mein Reisebericht vom Sommer 2022

Kochi
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Beigetreten: 21.08.2009 - 11:52
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RE: Tag 17: 4 Staaten, Geschichte und Wunder der Natur

Hi Cassy,

Sogar unsere Teenietochter legt das Handy aus der Hand und staunt.

…da musste ich doch gerade sehr schmunzeln 😊!… herrlich, oder 🤩✌️!

Munter bleiben
Gruss
Kochi
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