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08. August 2022 - vom Badlands National Park in die Black Hills

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Bea
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Beigetreten: 23.05.2018 - 05:39
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08. August 2022 - vom Badlands National Park in die Black Hills
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
Montag, 8. August 2022
Gefahrene Meilen: 
125 Meilen
Fazit: 

Um 5.30 Uhr klingelte der Wecker. Wir wollten den Sonnenaufgang um 5.44 Uhr nicht verpassen und so zwangen sich mein Mann und ich aus dem Bett, schlüpften in die Trainerhosen und Jacken und setzten uns mit Kamera bewaffnet in die Campingstühle. Noch bevor sich der Himmel orange und rot färbte und es die ersten Strahlen über die Felsen der Big Bandlands schafften, kam unser Jüngere aus dem Camper, der sich dieses Spektakel auch nicht entgehen lassen wollte.

 

In der Steppe sahen wir zwei Rehe und ein Hase hoppelte vorbei. Einfach nur schön!
Bald darauf frühstückten wir und machten uns dann bereit zur Abfahrt. Wir wollten die kühleren Temperaturen nutzen, um den Notch Trail zu laufen, für den es uns gestern zu warm war.
So machten wir uns bereits um 7.30 Uhr auf den Weg für den wir gemäss Info-Tafel hin und zurück ca. 1,5 bis 2 Stunden benötigen würden. Der Trail war sehr schön und die Landschaft wahnsinnig eindrücklich. Schon bald kamen wir an eine Leiter, über die wir den Felsen erklimmen konnten. Bereits nach 25 Minuten erreichten wir den Aussichtspunkt, von wo aus wir einen tollen Ausblick auf die Big Bandlands und auch unseren Campground hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach ein paar Fotos gings den selben Weg wieder zurück und so waren wir nicht mal eine Stunde später wieder beim Camper. Wir hatten entschieden, anstatt über den Ostausgang den Highway 90 zu nehmen, nochmals den Loop durch den Nationalpark zu fahren. Gestern war bis Mittag noch bewölkt und so hatten wir nun ganz anderes Licht. Trotzdem gings zuerst durch den Osteingang aus dem Park zum Ranch-Store. Hier erwarteten uns einen ganzen Haufen putziger Präriehunde und im Gegensatz zu allen anderen, waren diese hier nicht scheu und frassen uns sogar die Erdnüsse aus den Händen, die wir im Store vorher gekauft hatten. Herzig, diese Viecher!

 

 

 


Wir genossen die anschliessende Fahrt durch die Badlands nochmals in vollen Zügen und hielten wiederum bei dem einen oder anderen Viewpoint an.

 

 

 

 


In Rapid City gabs ein all-you-can-eat Zmittag in der Pizza Ranch. Beim Buffet wurden auch Poulet und Kartoffelwedges angeboten, sodass auch unser Kleine happy war. Noch kurz Milch und Salat einkaufen im Walmart und dann nahmen wir die restlichen paar Kilometer bis in die Black Hills unter die Räder. Der nächste Stopp ist weltbekannt und dementsprechend touristisch aufgezogen: die Präsidentenköpfe von Mt. Rushmore. Die Köpfe von Washington, Lincoln, Jefferson und Roosevelt wurden dort zwischen 1927 und 1941 in Stein gemeisselt und blicken seither über die Hügel. Auf der View Terrace, von welcher aus man einen guten Blick auf die Köpfe hat, tümmelten sich die Touristen in Massen. Klar mussten auch wir uns vor den Präsidenten ablichten lassen.

 

 

 

Dann nahmen wir den Presidential Trail unter die Füsse und siehe da, kaum 100m gelaufen, waren wir fast die einzigen. Der Weg führte uns durch den Wald - was uns bei dieser Hitze sehr entgegenkam - noch etwas näher an die Präsidenten heran und man hatte immer wieder einen anderen Blickwinkel. 
Zurück beim Camper zeigte das Navi gerade mal noch 8 Minuten bis zu unserem Campground beim Horsethief Lake an. Wir bezogen dort die wunderschöne Site Nr. 17 mit Blick auf den See.

 

 

Über einen Trampelpfad erreichte man in wenigen Schritten das Ufer. Man hätte auch Schwimmen können, aber die vielen kleinen Krebse auf dem Boden hielten uns davon ab. Unter den Bäumen genossen wir ein kühles Bier und Panäschli und den schönen Ausblick. Es hätte noch schöner sein können, wenn die vielen Harley-Biker, die mit ihren lauten Motoren am anderen Ende des Sees über die Strasse donnerten und die Fliegen, die einen bissen (oder stachen?) nicht gewesen wären.
Mein Mann war immernoch voll vom Mittagessen und so kochten wir nur Chicken Nuggets, Teigwaren und Salat anstatt das feine Fleisch, welches wir noch im Kühlschrank hatten. Dafür gabs anschliessend endlich mal ein Campfire. Herrlich!