Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

26. Juli 2022 - Grand Teton National Park

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Bea
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Beigetreten: 23.05.2018 - 05:39
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26. Juli 2022 - Grand Teton National Park
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
26.07.2022
Gefahrene Meilen: 
39 Meilen

Nach einer verhältnismässig "milden" Nacht - das Thermometer zeigte draussen 10 Grad an und drinnen 19 - war heute morgen für meinen Mann und mich kurz nach 5 Uhr Tagwache. Wir wollten zum Oxbow Bend fahren und dort den Sonnenaufgang geniessen, wenn die Spitzen der Tetons rot zu leuchten beginnen. Die Jungs schliefen noch (nicht weitererzählen!), als wir den Campground verliessen. Beim Oxbow Bend angekommen, parkten wir den Camper und liefen die paar Schritte zum Fluss. Hier waren wir nicht die Ersten und es gesellten sich doch einige Frühaufsteher dazu, darunter auch unser Jüngere, der inzwischen aufgestanden war. Um 6.03 Uhr ging die Sonne auf oder vielleicht besser: hätte aufgehen sollen. Denn der Horizont war im Osten mit Wolken verhangen, so dass der Sonnenaufgang nicht ganz so spektakulär war, wie erhofft. Dennoch war die Stimmung toll. Nebel schwebte über der Wasseroberfläche und wir sahen viele Vögel, Pelikane, einen Otter und sogar Rehe, die den Snake River schwimmend überquerten. Einfach schön!


Zurück im Camper, weckten wir unseren Grossen und frühstückten erstmal. Danach fuhren wir zum Taggart Lake Trailhead Parkplatz und liefen zuerst Richtung Bradley Lake, immer aufmerksam, ob wir vielleicht einen Bären sichten würden. Unser Grosser meinte schon bald, dass es da wohl gar keine Bären gäbe und die Warnschilder nur "fake" seien, um die Touristen anzulocken.

 

 

Kurz bevor wir den Bradley Lake erreichten, blieb ich stehen, um auf meine drei leicht zurückgefallenen Männer zu warten. Plötzlich sah ich - keine 10 Meter von mir entfernt - ein braunes Fell zwischen den Büschen. Im Moment grad noch unsicher, ob es sich wirklich um einen Bären handelt, war dann schnell klar: es ist einer! Sogleich machte ich die anderen, die hinter mir folgten darauf aufmerksam. Wow! Was für ein Erlebnis! Aber zugegeben, mein Herz schlug wohl nicht nur wegen der Freude etwas schneller. Ich war froh, dass er nicht auf uns zukam, sondern sich von uns entfernte, vor allem, als wir dann auch noch ein Junges sichteten. Einen Moment lang beobachteten wir den Bären, immer auf der Hut, dass er nicht näher kam und versuchten natürlich so gut es ging durch die Bäume hindurch Fotos zu machen.

 

 

Wir wollten das Schicksal jedoch nicht herausfordern und liefen daher bald weiter zum Taggart Lake.

 

Auf dem Rückweg kamen uns etliche Leute entgegen und alle trugen Bärenspray mit sich. Ob wir vielleicht doch auch einen solchen hätten anschaffen müssen? Nach knapp 2 1/2 Stunden erreichten wir wieder den Parkplatz, wo ein Parkranger gerade den Müll leerte. Wir nutzen die Gelegenheit, ihm ein Foto des Bären zu zeigen und ihn zu fragen, um was für einen es sich handelte. Er meinte dann, dass es ziemlich sicher ein Black Bear war. 

Immernoch geflasht von dieser Begegnung fuhren wir dann weiter zum Jenny Lake. Dieser ist sehr populär und dementsprechend prekär war die Parkplatzsituation.

 

Doch wir hatten Glück und mein Mann sah, dass ein Camper gerade dabei war, den Parkplatz zu verlassen.
Mein Mann, unser Jüngere und ich liefen dann eine halbe Runde um den See zum West Boat Dock.

 

Die Wanderung am Vormittag lag uns schon etwas in den Knochen und die Temperatur war doch ordentlich warm, sodass wir keine Lust mehr hatten, noch zum Inspiration Point hochzulaufen. Mit dem Shuttle-Boot gings zurück zum Parkplatz. 
Im Camper angekommen, hatten wir uns einen kleinen Zmittag verdient. Dann fuhren wir Richtung Colter Bay Campground, auf welchem wir für die kommende Nacht eine Site reserviert hatten. Schon gegen 15 Uhr checkten wir auf dem Campground ein. Wir mussten nicht einmal aussteigen und ein netter, älterer Herr (ein Volunteer?) erteilte während eines Schwätzchens am Camperfenster alle nötigen Informationen. Vom CG waren wir positiv überrascht: es gefiel uns ganz gut (lag vielleicht daran, dass wir die Site 415 ganz am Rande hatten) - sogar Wifi hatten wir auf unserer Site, was die weitere Reiseplanung wesentlich einfacher machte.

 

Zum Nachtessen gab es Spaghetti Bolognese und Salat. Früh ging es zu Bett, weil doch alle ziemlich müde waren von den Ereignissen dieses wunderbaren Tages!