Womo-Abenteuer

Nordamerika im Wohnmobil erleben!

Tag 33: Canyonlands National Park - Anfahrt Needles District

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AnnSchi
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Beigetreten: 29.08.2018 - 08:38
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Tag 33: Canyonlands National Park - Anfahrt Needles District
Eckdaten zum Reiseabschnitt
Reisedatum: 
15.05.2022
Gefahrene Meilen: 
73 Meilen
Fazit: 
Einsamkeit pur, ein traumhafter Campground und ein sehr unfreundlicher Ranger

Heute morgen gehen die Erwachsenen eine Dusche nehmen, bevor es in die trockene wasserfreie Wüste geht. Frühstück gibts wieder draussen im Schatten…es ist heiss hier in Moab...na endlich...haben ja lange genug darauf gewartetwink Dann fahren wir los Richtung Needles District im Canyonlands National Park. Ein Teil des Canyonlands National Park der weniger besucht wird. Die Fahrt dort hin ab Moab zieht sich und der Park  lässt sich eigentlich nur mit Wandern richtig erkundigen. Man braucht also Zeit und sollte schon mindestens zwei Nächte hier bleiben. Wir werden drei Nächte bleiben…eine davon im Zelt im Chesler Park.

Schon die Anfahrt gefällt uns sehr...hier ist man wieder richtig im Nirgendwo...herrlich...und die Landschaft....traumhaftheart Als wir gegen 11.30 Uhr am Camground ankommen, ist dieser bereits „full“ - aber wir haben ja reserviert. Die wenigen Sites auf dem B-Loop kann man reservieren und das muss mach auch sofort bei Öffnung des Buchungsfensters...die sind sofort alle weg. Der A-Loop ist FCFS...aber ihr kennt mich ja mittlerweile...darauf zähle ich nur ungerne, wenn ich unbedingt auf einem bestimmten Campground sein will oder wie in diesem Fall muss, damit das Anschlussprogramm wie hier mit der Backcountrywanderung klappt. Jetzt muss nur noch unser Womo auf die Site passen die ja eigentlich nur für Fahrzeuge bis max. 28 ft. geeignet sein soll (wie übrigens der ganze Campground). Aber alle Sorgen waren umsonst. Unsere Site ist riesig und da würde locker ein noch wesentlich grösseres Womo reinpassen. Und schön ist es hier...Wow was für ein schöner Campgroundheart.heartheart...den hab ich ganz vergessen aufzulisten bei den schönsten Campgrounds auf unserer Reise...muss ich wohl noch korrigieren im Startbeitrag....

  

  

  

 

Nachdem dieser Punkt also abgehakt ist, fahren wir zum Visitor Center zurück. Die Rangerin draussen ist noch in Ausbildung oder so…jedenfalls scheint sie nicht viel Ahnung zu haben wenns ums Backcountry geht und so gehe ich ins Visitor Center rein und dort zum Backcountry Office. Der Ranger am Anfang noch ganz nett, meint dann plötzlich als ich sage, dass wir das RV auf der Campsite stehen lassen wollen, dass das nicht ginge. Wir könnten das RV nicht länger als 24 Stunden unbeaufsichtigt auf der Campsite stehen lassen. Als ich meine, wir hätten ja für die Site bezahlt, wieso dass den nicht ginge, meint er nur das wären die AGB denen ich bei der Buchung zugestimmt hätte und er würde sonst gerne die „Patrol“ kommen lassen, um mir das zu erklärensurprise WOW so was unfreundliches hatte ich noch nie erlebt in einem Nationalpark! Ich bin grad ziemlich geschockt und fast schon ein bisschen verzweifelt…was machen wir jetzt (und wieso bin ich überhaupt zu diesem „doofen“ Typen gekommen, hätte ich bloss die Klappe gehaltenangry Ich dachte halt, es sei sinnvoll die Ranger zu informieren, dass wir eine Nacht weg sind und sie nicht plötzlich noch ne Suchaktion oder so starten. Ausserdem wollte ich mich als pflichtbewusste Backcountry-Wanderin und vor allem auch Mutter über die neusten Updates zur Wanderung/Wetter/Wasser erkundigen). Er meint wir können das RV beim Visitor Center parken und das Taxi könne uns dort abholen…brillante Idee…das würde dann heissen, wir müssten auf dem Rückweg zum Visitor Center laufen, um das Womo zu holen - ausgeschlossen - viel zu weit (das sind mehrere Meilen) und hier gibt’s keine Shuttles oder so wassurprise. Ich sage, ihm das wäre viel zu weit zum Laufen, wir sind doch mit Kindern unterwegs und wir wären ja auch nur etwas länger als 24 Stunden weg. Da wird er hellhörig…er hatte wohl verstanden, dass wir volle 3 Nächte im Backcountry wären und das Womo unbeaufsichtigt lassen würden. Jetzt ist er wieder völlig entspannt und entschuldigt sich auch mehrmals...er hat wohl auch gemerkt, dass er etwas überreagiert hat (mittlerweile sind die Kids und mein Mann auch da - vielleicht hat er beim Anblick der Kinder ein schlechtes Gewissen bekommenwink). Jedenfalls meint er - ach so ja das wäre kein Problem, paar Stunden mehr als 24 wäre völlig in Ordnung…phuuu Glück gehabtlaugh...mir fällt ein Stein vom Herzen. Jetzt ist er wirklich sehr nett und gibt uns noch ein paar Tipps. Er würde z.B. nur den Joint Trail und nicht den ganzen Loop machen. Er war wohl auch etwas genervt, da er erst morgens um 2 ins Bett gekommen ist. Sie hatten die letzten 3 Tage mehrere Helikoptereinsätze, um Wanderer aus dem Gebiet zu holen, die sich wohl völlig unvorbereitet ins Abenteuer Backcountry gestürzt haben. Vermutlich hatte er erst den Eindruck, wir wären ähnlich unvorbereitet und sowieso bescheuert mit Kindern 3 Tage zu Fuss ins Backcountry zu gehen - wo es kein Wasser gibt und ziemlich heiss werden sollte in den nächsten Tagen. Jetzt wo er merkt, dass wir wohl doch ein bissel eine Ahnung haben was auf uns zukommt und er uns höchst wahrscheinlich nicht retten muss, passt alleslaugh. Trotzdem, wenn ihr das Womo länger als 24 Stunden auf einer Campsite stehen lassen wollt…erzählt das bloss keinem Rangerwink. Obwohl man scheint das nicht überall so eng zu sehen. Auf dem Mather Campground im Grand Canyon damals hat man mir ja gesagt - interessiert uns nicht was ihr mit Eurer Campsite macht - ihr habt dafür bezahlt und könnt dort sein oder auch nicht (im Grand Canyon hätte man übrigens das Womo ohne Weiteres am Backcountry Office für mehrere Tagen stehen lassen können und mit den Shuttles wäre das auch problemlos gegangen mit der Wanderung….wir fühlten uns aber wohler, wenn das Womo auf dem Mather CG steht als auf dem PP des Backcountryoffice). Aber ich glaube das mit den 24 Stunden würde grundsätzlich auch auf dem Mather Campground im Grand Canyon gelten.

Nach diesem Schreck check ich noch kurz meine Mails. Hier im Needles gibt’s beim Visitor Center Wlan - sonst hat man hier überhaupt keinenHandyempfang - was ja eigentlich ganz schön ist, aber ich merke auch, dass man in der heutigen Zeit schon sehr häufig auf das Ding angewiesen ist, vor allem wenn man eine ganze Reise so durchgeplant hat wie ichwink. Eigentlich wollte mir Moab Taxi noch ne Zahlungsbestätigung schicken - haben sie nicht. Na hoffentlich kommen die Morgen.

Zurück am Campground jammert der Grosse plötzlich ihm tue alles weh…er fühlt sich warm an. Ich messe Fieber…37.5 Gradsurprise Ok keine Katastrophe bei einem Kind…aber hoffentlich wird er nicht wirklich krank. Ich vermute aber mal er hat gestern einfach zuviel  Sonne abbekommen besonders am Pool. Er legt sich also ins Bett, ich geb ihm Ibuprofen (das Wundermittel für fast alleswink) und er soll vieeeel trinken. Zum späten Mittagessen kriecht er dann schon wieder aus dem Bett uns es geht im etwas besser. Zum Glück hatten wir mit dem Womo auch Campingtisch und Stühle gemietet. Die können wir jetzt perfekt im Schatten des Womo aufstellen. Der Tisch auf der Site steht in der prallen Sonne und so wirklich hat es dort jetzt auch kein vernünftiges Schattenplätzchen für den Tisch. Jetzt sind wir richtig dankbar, um die leichte Brise, die weht und echt froh, dass wir in der Hitze nicht wandern müssen…mindestens heute noch nicht. Nach dem Essen verzieht sich der Grosse wieder ins Womo und legt sich hin, währen der Kleine Hausaufgaben macht und wir Eltern fangen an zu packen für morgen. Ausserdem machen wir alle Fenster im Womo auf, damit es bissel durchs Womo zieht. Hier auf dem Needles Campground gibts ja keinen Strom und damit auch keine Klimaanlage und das Womo steht in der prallen Sonne. Um 19 Uhr lassen wir dann den Generator für etwa 20 Minuten laufen und kühlen das Womo mit der Klimaanlage etwas runter. Das stört hier kaum jemanden…unsere Zeltnachbarn von neben an haben wir bis jetzt nicht gesehen…die sind wohl noch am Wandern.

Abends ist dann die Tisch-/Bankkombi von der Campsite schön im Schatten und es ist richtig angenehm, um draussen zu Essen. Danach packen wir den Rest und geniessen noch einen Kaffe draussen…herrlich ist es hier…Totenstille und einfach nur schön. Der Grosse ist schon am schlafen…hab ihm für die Nacht nochmal ein Ibuprofen gegeben und hoffe, dass er morgen wieder fit ist….sonst können wir das mit der Backcountry-Wanderung definitiv vergessensad. Als ich schon im Bett bin, schau ich zum Fenster raus und sehe, dass der Mond sich orange/rot verfärbt hat….ach soooo Mondfinsternis….das bedeutete also Mooneclipse am Visitor Centerenlightened. Sieht toll aus….aber ich mag nicht mehr raus aus dem Womo und von hier drin kann ich keine schönen Fotos machen. So geniesse ich den Moment halt ohne ihn fotografisch festzuhalten…auch mal ganz schönwink. Die anderen schlafen alle schon…nur der Mond und ich sind noch wach...aber nicht mehr lange....also ich zumindest nicht...ich sehe noch wie unsere Zeltnachbarn doch noch ankommen in völliger Dunkelheit und dann schlafe auch ich ein. 

 

SusanW
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Beigetreten: 15.02.2019 - 10:45
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RE: Tag 33: Canyonlands National Park - Anfahrt Needles District

Hi AnnSchi,

schön zu lesen, dass das Raumwunder auch da auf eine Site passt. War es die #26?  Bei der eigentlich geplanten Herbsttour hatte ich kein Glück mit Reservieren, vielleicht klappts ja nächstes Frühjahr.

Gut, dass sich das Ranger Missverständnis noch geklärt hat. 

 

Liebe Grüße Susan

AnnSchi
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Beigetreten: 29.08.2018 - 08:38
Beiträge: 635
RE: Tag 33: Canyonlands National Park - Anfahrt Needles District

Hi Susan

Ja genau es war die Site 26. Die wäre auch für noch grössere Womos kein Problem. Allerdings muss man ja hinten um den Loop fahren und da könnte es dann vielleicht eng werden für noch grössere Womos. Einen Grund wird die grundsätzliche Längenbeschränkung von 28ft auf dem gesamten Campground vermutlich schon haben. Aber 30ft passt...wobei natürlich nicht auf allen Sites.

Dann wünsche ich viel Glück im Frühjahr dass es klappt. 

liebe Grüsse

AnnSchi